Japan ist ein faszinierendes Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne, wo jahrhundertealte Tempel neben ultramodernen Metropolen, atemberaubenden Naturlandschaften und einer der berühmtesten Esskulturen der Welt bestehen. Ob du durch die Tempel von Kyoto spazieren, in die Hektik von Tokio eintauchen, in den Japanischen Alpen wandern oder die wilde Natur von Hokkaido bewundern willst: Japan ist ein einzigartiges Land, das jedem Reisetyp etwas zu bieten hat.
Ich war drei Monate lang als Backpacker unterwegs, von Kyushu im tiefen Süden bis nach Hokkaido im Norden des Landes, und in diesem Reiseführer findest du jede Menge praktische Informationen und nützliche Tipps, um deine Reise nach Japan bestmöglich zu planen.
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Fushimi-Inari-Taisha-Schrein, Kyoto.
Die beste Reisezeit für Japan hängt stark davon ab, was du vorhast und welche Regionen du erkunden willst. Trotzdem sind für die meisten Reisenden im Großen und Ganzen das Frühjahr (März, April und Mai) während der berühmten Kirschblüte „Sakura“ und der Herbst (September, Oktober und November) die ideale Zeit. In beiden Zeiträumen ist das Klima in fast dem ganzen Land meist mild, was sie perfekt für eine Rundreise macht.
Wenn du eine Langzeitreise planst, ist es aus logistischer Sicht ratsam, im Frühjahr im Süden anzufangen und nach Norden zu reisen, also der Blüte zu „folgen“, während es sich im Herbst lohnt, es umgekehrt zu machen: im Norden starten und allmählich nach Süden hinunterreisen.
Der Sommer kann eine tolle Zeit für Wanderfans sein: Das japanische Wegenetz ist auf allerhöchstem Niveau und, genau wie in unseren Alpen, beginnt die eigentliche Wandersaison zwischen Juni und Juli. Mit Ausnahme des äußersten Nordens musst du im Rest des Landes aber mit sehr heißen und feuchten Tagen rechnen, nicht gerade angenehmes Wetter.
Und schließlich ist der Winter eine hervorragende Wahl für Skifans, dank der außergewöhnlichen Bedingungen, die das Land bietet, besonders in den nördlichen Regionen wie Hokkaido und Nagano.

Kisotal.
Inhaber eines italienischen Reisepasses (mit einer Gültigkeit von mehr als 6 Monaten) erhalten ab der Einreise ein kostenloses Touristenvisum für 90 Tage (die Regeln hängen von deiner Staatsangehörigkeit ab, informiere dich also für deine). Soweit ich weiß, lässt sich das Touristenvisum nicht verlängern, außer aus Gründen höherer Gewalt wie Krankheit, Unfällen usw.
Das ist die offizielle Website der Einwanderungsbehörde.
Offiziell verlangt Japan einen Nachweis über die Ausreise innerhalb der Gültigkeit des eigenen Visums. Das ist für alle, die einen Rückflug oder einen Flug in ein anderes Land haben, kein Problem, könnte es aber für diejenigen sein, die nur ein One-Way-Ticket haben.
Die Kontrollen liegen im Ermessen des Grenzbeamten und der Fluggesellschaften beim Einchecken vor dem Abflug. Vielleicht hatte ich Pech, aber bevor ich in Taiwan in mein Flugzeug stieg, wurde ich tatsächlich gebeten, einen Ausreiseflug aus dem Land vorzuzeigen. Falls du keinen haben solltest, rate ich dir, ein Ticket zu mieten (ein echtes Ticket, kostenpflichtiger Service) auf einer Website wie Onward Ticket.
Japan verlangt keine Pflichtimpfungen, aber wie bei jeder Reise werden Hepatitis A und B empfohlen. Sprich in jedem Fall mit deinem Arzt darüber.
Für aktuelle Informationen zu Visa und allem Weiteren empfehle ich dir, auf der Website des Außenministeriums deines Landes nachzuschauen (zum Beispiel in Deutschland in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts).

Tokio.
In diesem Reiseführer sind die Preise oft in der Landeswährung angegeben. Die offizielle Währung Japans heißt „Japanischer Yen“ oder einfach „Yen“ und wird mit „JPY“ oder „¥“ abgekürzt. Der Wechselkurs liegt bei ungefähr 1€ = 177 JPY. Den aktuellen Kurs findest du auf dieser Seite.
Schließlich sind die beschriebenen Reiseziele ab Fukuoka in Richtung Norden aufgelistet, so wie meine Reise tatsächlich verlief. Diese Reihenfolge ist im Frühjahr wahrscheinlich die beste Art, die Fahrtwege zu optimieren, aber sie hängt natürlich stark davon ab, wo du ankommst und was du vorhast.

Hinweis: Im Laufe des Reiseführers findest du mehrmals Links zu https://www.alltrails.com/. Wenn du die Offline-Navigation direkt in der AllTrails-App nutzen willst, musst du auf die Pro-Version umsteigen. Du kannst das Problem aber umgehen, indem du die Koordinaten in der Desktop-Version der Website im Format „Google Earth KML“ herunterlädst und dann in Organic Maps hochlädst, das mit Abstand eine meiner liebsten Reise-Apps ist.
Kyushu ist die drittgrößte Insel des japanischen Archipels. Da sie relativ weit von den klassischen Touristenrouten entfernt liegt, ist sie ein ausgezeichneter Kompromiss für alle, die Reiseziele suchen, die weniger überlaufen sind als die großen Klassiker des Landes.
Diese Insel ist ein Konzentrat aus Geschichte, Natur und Kultur: Sie war eine der Wiegen des feudalen Japan und spielte eine Schlüsselrolle in der Samurai-Zeit und in den Jahrhunderten der Handelsöffnung gegenüber dem Westen. Besonders Nagasaki ist eine Stadt von großer historischer Bedeutung, ein Symbol sowohl für die Kontakte mit Europa als auch für die Tragödien des Zweiten Weltkriegs.
Kyushu ist außerdem ein Land spektakulärer Landschaften mit aktiven Vulkanen, natürlichen heißen Quellen (wie den berühmten von Beppu und Yufuin) und einer üppigen, wilden Natur, perfekt für alle, die Wanderungen, Onsen und authentische Orte lieben.

Vulkan Sakurajima, Kagoshima.
Fukuoka ist die größte Stadt der Insel Kyushu und eine der zehn bevölkerungsreichsten Städte Japans. Dank ihrer geografischen Lage, näher an Seoul als an Tokio, ist sie seit Jahrhunderten eines der wichtigsten Eingangstore des Landes zum asiatischen Festland. In der Vergangenheit war sie ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum und zugleich der Ort, an dem die mongolischen Truppen bei den Invasionen des 13. Jahrhunderts zu landen versuchten.
Heute ist Fukuoka eine moderne, lebhafte Stadt, in der der Massentourismus im Gegensatz zu anderen Großstädten noch begrenzt ist, und gerade deshalb hat sie sich einen authentischen Charme bewahrt.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Fukuoka
Wie gesagt ist Fukuoka nicht gerade ein Touristenziel, in der Stadt gibt es keine allzu großen Attraktionen, aber du kannst auf jeden Fall mindestens einen halben Tag damit verbringen, die Ruinen der Burg und den Park drumherum zu erkunden (Google Maps). Außerdem empfehle ich dir, kurz beim Shofukuji-Tempel vorbeizuschauen (Google Maps), der 1195 fertiggestellt wurde und der älteste Zen-Tempel Japans ist. Und am Abend könntest du am Flussufer entlangspazieren, wo es Stände gibt, die Essen verkaufen (Yatai) (Google Maps). Die Gegend ist nett, aber wirklich touristisch und zum Essen teuer.

Die Ruinen der Burg.
Dazaifu
Dazaifu, etwa eine halbe Stunde mit dem Zug von Fukuoka entfernt, ist ein wirklich beliebter Tagesausflug, den ich empfehle. Der Bahnhof, zu dem du musst, ist dieser (Google Maps), und für die Abfahrtszeiten kannst du einfach Google Maps benutzen.
Der Dazaifu Tenmangu Shrine (Google Maps), der Hauptschrein, wurde bei meinem Besuch gerade restauriert, aber die Gärten und die verschiedenen Tempel in der Umgebung sind trotzdem sehr schön und auf jeden Fall einen Besuch wert, vor allem wenn du ohnehin in Fukuoka bist. Ich empfehle, unter der Woche hinzugehen, denn selbst an einem Donnerstag waren unglaublich viele einheimische Touristen da; ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es am Wochenende ist.
Es lohnt sich, bis zum Tenkai Inari Shrine zu laufen (Google Maps): Der Spaziergang ist angenehm. Wenn du magst, kannst du weiter bis zum Kamado Jinja Shrine gehen (Google Maps): Es gibt einen Shuttlebus, aber ich bin zu Fuß hingegangen.
Außerdem könntest du das Kyushu National Museum besuchen (Google Maps), der Eintritt für die Dauerausstellung kostet 700 JPY. Das Gebäude ist neu und sehr schön, mit zahlreichen Fundstücken, von Tongefäßen, die 4.000 Jahre alt sind, bis zu jüngeren Objekten. Persönlich fand ich es ein bisschen langweilig, aber das ist natürlich ein subjektives Urteil.
Wenn du früh am Morgen losfährst, kannst du praktisch alles an einem Tag sehen, einschließlich der oben erwähnten Sehenswürdigkeiten in der Stadt.

Dazaifu.
Yanagawa
In Yanagawa war ich nicht, aber es ist ein weiterer beliebter Tagesausflug von Fukuoka aus, auch hier etwa eine halbe Stunde mit dem Zug. Die Hauptattraktion ist hier die riesige Buddha-Statue im Nanzō-in-Tempel (Google Maps).
Unterkünfte in Fukuoka
Ich habe im UNPLAN Fukuoka übernachtet und kann es alles in allem empfehlen: günstig, strategische Lage nur ein paar Schritte von der U-Bahn-Haltestelle entfernt, saubere und geräumige Gemeinschaftsbereiche, Frühstück inklusive.
Anreise nach Fukuoka
Fukuoka hat direkte Busverbindungen von und zu allen wichtigen Touristenzielen auf der Insel Kyushu (Nagasaki, Kumamoto, Beppu und Kagoshima), aber auch nach Hiroshima im Osten. Du kannst online auf Websites wie global.atbus-de und Willer buchen. Es gibt zwei Busterminals, das Nishitetsu Tenjin Expressway Bus Terminal (Google Maps) und das Hakata Bus Terminal (Google Maps). Viele Busse halten an beiden, also kannst du je nachdem, wo du untergebracht bist, das günstiger gelegene wählen.
Der wichtigste Bahnhof, an dem du bei Bedarf auch die Shinkansen nehmen kannst, ist die Hakata Station (Google Maps). Wenn du am Flughafen ankommst, kannst du schließlich vom Terminal für Inlandsflüge (das über einen kostenlosen Shuttle mit dem Terminal für internationale Flüge verbunden ist) direkt in die U-Bahn steigen und ins Zentrum fahren.
Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Shofukuji-Tempel.
Nagasaki liegt an der Westküste von Kyushu und ist eine Stadt von großer historischer und kultureller Bedeutung. In der Edo-Zeit war sie einer der wenigen japanischen Häfen, die für den Handel mit dem Westen geöffnet waren, und wurde so zu einem Treffpunkt verschiedener Kulturen. Jahrhunderte später wurde die Stadt 1945 tragischerweise von der zweiten Atombombe getroffen, und die Erinnerung daran prägt bis heute ihre Identität.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Nagasaki
Atombombenmuseum und Friedenspark
Ich empfehle, den Besuch in Nagasaki mit dem Atombombenmuseum zu beginnen (Google Maps). Der Eintritt kostet 200 Yen, und ich persönlich fand es sehr interessant und bedeutungsvoll für künftige Generationen. Danach kannst du zum nahegelegenen Hypozentrum-Park gehen (Google Maps) und am Friedenspark abschließen (Google Maps).
Wenn du magst, liegt auch die Urakami-Kathedrale nicht weit entfernt (Google Maps), die vom Friedenspark aus gut zu sehen ist. Ich war nicht dort, aber anscheinend war sie früher die größte Kirche Asiens.

Friedenspark.
Chinatown und Umgebung
Nagasaki Shinchi Chinatown (Google Maps) ist die älteste Chinatown Japans. Wie gesagt war Nagasaki während der Abschottung Japans der einzige große Hafen, der für den Außenhandel offen war, und die Chinesen waren neben den Niederländern die einzigen Händler, die in der Stadt zugelassen waren. Chinatown war ursprünglich eine aufgeschüttete Insel (daher der Name Shinchi, wörtlich „neues Land“). Durch weitere Landgewinnung ist das Viertel heute keine Insel mehr. Ehrlich gesagt fand ich es nichts Besonderes, aber die Hauptstraße ist auf jeden Fall hübsch.

Chinatown.
Wenn du dich in diese Gegend wagst, empfehle ich dir, auch kurz die Megane-Brücke anzuschauen (Google Maps), die um 1634 gebaut wurde und die älteste Steinbogenbrücke Japans ist. Nicht weit entfernt liegt auch der Sofuku-ji-Tempel (Google Maps). Der Tempel wurde ursprünglich 1629 für die chinesischen Einwohner Nagasakis erbaut und ist im chinesischen Baustil errichtet, weshalb er sich ein bisschen von den anderen Tempeln unterscheidet. Ein Schild bittet um eine Spende von 300 Yen für den Eintritt. Nett, aber nichts Besonderes. Schließlich könntest du bis zu den Glover-Gärten hinuntergehen (Google Maps), wo einige der ältesten Residenzen im westlichen Stil Japans stehen.

Megane-Brücke.
Mount Inasa
Vom Gipfel des Mount Inasa (Google Maps), wo es eine Aussichtsplattform gibt, hast du fantastische Ausblicke auf die ganze Stadt und die Bucht. Ich empfehle dir dringend, zum Sonnenuntergang hinaufzufahren und auch für die nächtliche Aussicht zu bleiben. Mehrere Buslinien fahren zum Parkplatz (Google Maps), von dem aus du nur etwa einen Kilometer laufen musst, was ich persönlich gemacht habe, aber wenn du willst, gibt es auch eine Art Bähnchen (Google Maps), das für ein Hin- und Rückfahrtticket 500 Yen oder nur für die Hinfahrt 300 Yen kosten dürfte.

Mount Inasa.
Gunkanjima
Gunkanjima (Hashima), etwa 20 km von Nagasaki entfernt (Google Maps), ist berühmt dafür, dank der Kohlebergwerke eine der am dichtesten besiedelten Inseln der Welt gewesen zu sein. Heute kann man sie nur teilweise besichtigen, die Bootstour scheint beliebt zu sein, wird aber anscheinend nur auf Japanisch durchgeführt, und wie gerade gesagt ist der besuchbare Bereich wirklich sehr begrenzt. Ich persönlich war nicht dort, weil es mir die Mühe nicht wert zu sein schien, aber das überlasse ich deinem Urteil. Eine Alternative könnte der Besuch des Gunkanjima Digital Museum sein (Google Maps), das das Leben auf der Insel mit digitalen Installationen und Augmented Reality nachbildet.
Unterkünfte in Nagasaki
Mezame Hostel ist ein ausgezeichnetes Hostel nur ein paar Schritte vom Atombombenmuseum und vom Busbahnhof entfernt.
Anreise nach Nagasaki
Nagasaki hat direkte Busverbindungen von und nach Fukuoka und Kumamoto, du kannst online auf Websites wie global.atbus-de und Willer buchen. Das wichtigste Busterminal ist Nagasaki Ekimae (Google Maps). Der wichtigste Bahnhof, an dem du bei Bedarf auch die Shinkansen nehmen kannst, ist die Nagasaki Station (Google Maps).
Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Sofuku-ji-Tempel.
Kumamoto ist eine Stadt von großem historischem und natürlichem Reiz. Berühmt für ihre prächtige Feudalburg, eine der imposantesten und eindrucksvollsten Japans, ist sie ein Symbol der Samurai-Zeit und der Macht der lokalen Clans. Rund um die Stadt erstreckt sich eine spektakuläre Natur, die vom Berg Aso dominiert wird, einem der größten und aktivsten Vulkane des Landes.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kumamoto
Burg Kumamoto und Umgebung
Die Burg Kumamoto (Google Maps) ist eine der schönsten Burgen Japans und die drittgrößte. Leider ist sie, wie die meisten Burgen in Japan, ein neuer Nachbau, denn das Original wurde 1877 bei einem Aufstand niedergebrannt, und als wäre das nicht genug, wurden viele Gebäude im Park beim Erdbeben von 2016 schwer beschädigt; der Hauptturm wurde wieder für die Öffentlichkeit geöffnet, aber der Wiederaufbau der übrigen Gebäude ringsum wird Jahre dauern. Ich empfehle den Besuch trotzdem. Der Eintritt kostet 800 Yen, und mit der offiziellen App gibt es einen kostenlosen Audioguide, nimm Kopfhörer mit, es gibt kostenloses WLAN. Für einen sehr schönen und völlig kostenlosen Blick auf die Burg fährst du in den vierzehnten Stock der Kumamoto City Hall (Google Maps).

Burg Kumamoto.
Ebenfalls im Burgpark liegt die Hosokawa Gyōbutei (Google Maps), also die alte Residenz der Familie Hosokawa, eines bedeutenden Samurai-Clans, der das Lehen Kumamoto regierte. Es ist ein traditionelles Haus im japanischen Stil, umgeben von einem eleganten Garten, das einen authentischen Einblick in das Leben und die Architektur der Samurai-Aristokratie der Edo-Zeit bietet. Leider war der Zutritt bei meinem Besuch wegen der Schäden durch das Erdbeben komplett gesperrt. Daneben könntest du dir das Kumamoto City Museum anschauen (Google Maps).

Blick von der Kumamoto City Hall.
Verschiedene Tempel
Der Honmyo-ji-Tempel (Google Maps) ist einer der berühmtesten von Kumamoto. Der Tempel an sich ist nichts Besonderes, aber er liegt oben auf einem Hügel, von dem aus du sehr schöne Ausblicke auf die Stadt und, wenn das Wetter mitspielt, auch auf den Berg Aso in der Ferne hast. Es gibt auch eine Allee mit Kirschbäumen auf beiden Seiten, die in voller Blüte, glaube ich, sehr stimmungsvoll ist. Anscheinend findet hier auch ein Kirschblütenfest statt. Wenn du hinaufgehst, empfehle ich dir, danach noch weiter zum Honmyoji-Park zu gehen (Google Maps), wo das Panorama noch schöner ist und es eine Statue von Katō Kiyomasa gibt, einem berühmten Samurai, der die Burg Kumamoto bauen ließ.
Wenn du keine Lust auf Anstrengung hast, gibt es in der Stadt einen netten Tempel, für den du keine Treppen steigen musst, den Fujisaki Hachimangu (Google Maps). Wenn du dagegen noch einen anderen Aussichtspunkt suchst, empfehle ich dir, zur Hanaokayama-Pagode hinaufzugehen (Google Maps). Auch hier gibt es neben einem sehr schönen Panorama auf die Stadt eine hübsche Kirschbaumallee, die zur Blütezeit bestimmt nicht schlecht aussieht.

Fujisaki Hachimangu.
Berg Aso
Der Berg Aso ist einer der größten und aktivsten Vulkane Japans. Seine riesige Caldera bietet atemberaubende Landschaften; ich persönlich finde, dass sich ein Besuch absolut lohnt. Ich empfehle, den ersten Zug zum Bahnhof Aso zu nehmen (Google Maps), damit du den ersten Bus erwischst, der zum Vulkan hinauffährt. Die Haltestelle liegt direkt gegenüber vom Bahnhofsausgang, das ist die offizielle Website des Busses. Das Ticket kostet 1.500 Yen und erlaubt dir, den ganzen Tag über beliebig oft in die verschiedenen Busse ein- und auszusteigen (wenn du willst, kannst du den Bus auch nehmen, um vom Asosanjo Terminal zum Besucherzentrum hinunterzufahren oder umgekehrt). Der erste Bus war an einem Mittwoch fast voll, ich nehme also an, dass am Wochenende fast sicher jemand zurückbleiben muss. Steig an der Endhaltestelle aus, dem Asosanjo Terminal (Google Maps).

Der Vulkankrater.
Von hier aus gibt es mehrere Möglichkeiten: Ich bin den Weg gegangen, der auf dieser Seite beschrieben ist (All Trails); ich wollte diese Runde machen (All Trails), aber ich bin buchstäblich fast erfroren. Ich hatte einen richtig kalten Tag Ende März erwischt, mit Windböen von etwa 60 km/h und einer gefühlten Temperatur von -5 Grad. Der Weg war nicht besonders anstrengend, aber auch kein Spaziergang im Park. Auf jeden Fall gibt es genug Optionen: Es gibt leichtere Wege, zum Beispiel diesen hier (All Trails), und obwohl der Zugang zum Krater bei meinem Besuch wegen zu hoher Aktivität gesperrt war, könntest du, wenn du willst, einfach zum Krater hinaufgehen.
Nach einer kleinen Wanderung empfehle ich, kurz im Besucherzentrum vorbeizuschauen (Google Maps), wo es eine kleine Ausstellung über den Park gibt. Wenn du das eigentliche Museum im zweiten Stock des Gebäudes besuchen willst (Google Maps), musst du 1.100 Yen zahlen. Den Kommentaren auf Google Maps zufolge sind die meisten Informationen nur auf Japanisch, deshalb bin ich nicht hineingegangen. Auf der anderen Straßenseite gibt es einen leicht erreichbaren Aussichtspunkt (Google Maps). Wenn es spät geworden ist oder du einfach keine Lust hast, kannst du aber ruhig ins Tal hinunterfahren und das Besucherzentrum auslassen.

Die Takachiho-Schlucht
Ich war persönlich nicht dort, weil sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln ziemlich umständlich zu erreichen ist, aber die Takachiho-Schlucht (Google Maps) ist ein sehr beliebtes Ziel. Sie liegt weniger als zwei Autostunden von Kumamoto entfernt und lässt sich mit einem Mietwagen auch an einem Tag besuchen. Die Schlucht ist berühmt für ihre senkrechten Felswände, das kristallklare Flusswasser und die eindrucksvollen Wasserfälle, die eine spektakuläre Naturlandschaft bilden. Auf dieser Seite (auf Englisch) findest du ein paar Informationen mehr.
Unterkünfte in Kumamoto
Ich habe im HOTEL CARNA A übernachtet und kann es empfehlen. Die Unterkunft ist ziemlich in die Jahre gekommen, so sehr, dass die Kapseln einen Röhrenfernseher haben, aber der Preis ist wirklich fair, und vor allem gibt es ein ausgezeichnetes Daiyokujō (großes öffentliches Bad) samt Sauna.
Anreise nach Kumamoto
Kumamoto hat direkte Busverbindungen von und nach Fukuoka, Nagasaki und Kagoshima. Du kannst online auf Websites wie global.atbus-de und Willer buchen. Das wichtigste Busterminal ist das Sakuramachi Bus Terminal (Google Maps). Der wichtigste Bahnhof, an dem du bei Bedarf auch die Shinkansen nehmen kannst, ist die Kumamoto Station (Google Maps).
Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Hanaokayama-Pagode.
An der Ostküste von Kyushu liegt Beppu, einer der berühmtesten Thermalorte Japans. Die Stadt ist bekannt für ihre Onsen (die traditionellen natürlichen heißen Quellen Japans) und für die spektakulären „Hells“, also natürliche heiße Quellen in überraschenden Farben und Formen.
Persönlich war ich nicht dort: Das öffentliche Verkehrsnetz auf Kyushu macht es bequemer, Beppu von Fukuoka aus zu erreichen, aber das bedeutet, danach wieder nach Fukuoka zurückkehren zu müssen, um die Reise fortzusetzen. Da es auf meiner Route genug andere Gelegenheiten gab, das klassische Onsen-Erlebnis zu haben, habe ich die Zeit lieber für andere Stationen genutzt. Es bleibt trotzdem ein sehr beliebtes Ziel, das ich zumindest erwähnenswert finde.
Außerdem fährt, wenn du Shikoku besuchen willst, von Saganoseki, einem Ort nicht weit von Beppu, eine Fähre, die die beiden Inseln direkt verbindet. Kurz gesagt: Je nach deinen Reiseplänen kann Beppu eine interessante Station sein.
Auf dieser Seite (auf Englisch) findest du weitere Informationen zu den verschiedenen Onsen der Gegend.

Vulkan Sakurajima.
Kagoshima liegt an einer wunderschönen Bucht, die vom majestätischen, noch heute aktiven Vulkan Sakurajima beherrscht wird, und war eine der Wiegen der Samurai-Kultur und die Heimat von Saigō Takamori, einer Symbolfigur der Meiji-Restauration. Heute verbindet es seine Vergangenheit mit einer entspannten Atmosphäre und einigen der eindrucksvollsten Naturkulissen Japans.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kagoshima
Die Stadt Kagoshima
Ich empfehle, den Besuch in der Stadt mit dem Museum der Meiji-Restauration zu beginnen (Google Maps). Der Eintritt kostet 300 Yen, und ein kostenloser Audioguide auf Englisch ist inbegriffen. In regelmäßigen Abständen werden auch zwei interessante Filme ebenfalls auf Englisch gezeigt. Es ist nicht das beste Museum, das ich je gesehen habe, aber auch nicht schlecht, alles in allem empfehle ich es. Danach gehst du zu dem, was von der Tsurumaru-Burg übrig ist (Google Maps), der einzige wirklich interessante Teil ist das alte Tor, das erst kürzlich restauriert wurde (Google Maps). Nach diesem kurzen Besuch empfehle ich, zur Aussichtsplattform im Shiroyama-Park hinaufzugehen (Google Maps), von wo aus du fantastische Ausblicke auf die Stadt mit dem Vulkan Sakurajima im Hintergrund hast. Schließlich werden – ich selbst war nicht dort – die Sengan-en-Gärten (Google Maps) oft empfohlen. Der Eintritt ist im Vergleich zu vielen anderen traditionellen Gärten relativ teuer, aber nach vielen Kommentaren lohnt er sich absolut.

Aussichtsplattform im Shiroyama-Park.
Sakurajima
Der Sakurajima ist einer der aktivsten Vulkane Japans und das Wahrzeichen von Kagoshima. Der Vulkan raucht ständig, und oft kommt es mehrmals am Tag zu kleineren Ausbrüchen. Die Fähre (Google Maps) zur Insel in der Bucht, auf der der Vulkan liegt, pendelt wirklich häufig, buchstäblich rund um die Uhr, und kostet nur 200 Yen. Sobald du auf der Insel angekommen bist, empfehle ich dir, vom Hafen (Google Maps) bis zum Besucherzentrum zu laufen (Google Maps), wo du dir einen Film ansehen kannst und es auch eine kleine Ausstellung gibt, eine Art kleines Museum, das die Geschichte der Insel und ihre Entstehung erzählt. Wenn du damit fertig bist, geh hinunter zu dem Bereich mit den Fußbädern (Google Maps). Falls du mehr Glück hast als ich, könntest du dann den Bus nehmen (er fährt alle halbe Stunde, und der Tagespass dürfte 500 Yen kosten), der zum öffentlich zugänglichen Aussichtspunkt hinauffährt, der dem Krater am nächsten liegt (Google Maps). Leider war der Gipfel des Vulkans bei meinem Besuch komplett in Wolken gehüllt, deshalb bin ich lieber nicht hinaufgefahren, da es keine Aussicht gegeben hätte. Zur Information: Du könntest auch zu Fuß hinaufgehen, wie auf dieser Seite beschrieben (All Trails). Einfach um die Zeit totzuschlagen, bevor es zurück nach Kagoshima ging, habe ich am Ende den kurzen Küstenweg gemacht (Google Maps) bis zum Karasujima-Observatorium (Google Maps), nichts Besonderes.

Fußbäder.
Berg Kaimondake
Wegen seiner fast perfekten Kegelform, die an den Berg Fuji erinnert, wird der Berg Kaimondake oft „der Fuji von Kagoshima“ genannt. Es ist eine sehr schöne Wanderung mit ein bisschen leichter Kletterei nahe dem Gipfel, der Weg ist gut gepflegt und selbst unter der Woche relativ viel begangen, anscheinend ist es bei den Einheimischen eine wirklich beliebte Wanderung. Vom Gipfel hast du eine fantastische Aussicht auf den Ikeda-See und die Bucht von Kagoshima. Den Weg findest du auf dieser Seite beschrieben (All Trails).
Wenn du wie ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist und gern Zug fährst, ist es machbar, den Zug um 10:00 Uhr ab Kagoshima zu nehmen, am Bahnhof Kaimon auszusteigen (Google Maps), auf den Gipfel zu steigen und dann mit dem Zug um 16:37 Uhr zurück in die Stadt zu fahren, aber man muss ein gutes Tempo halten. Ich hatte keine Probleme, aber wenn du es ruhiger angehen willst, kannst du anscheinend einen Bus von oder nach Ibusuki nehmen, von wo die Zugverbindungen nach Kagoshima häufiger sind.
Davon abgesehen könntest du auf jeden Fall in Ibusuki haltmachen und die berühmten „Sandbäder“ in der Sunamushi Onsen besuchen (Google Maps), wo du dich statt in heißes Wasser in vulkanisch erwärmten Sand „einweichen“ lässt. Ich war nicht dort, aber nach der Zahl der Touristen, die ich im Zug ein- und aussteigen sah, scheint es wirklich beliebt zu sein.

Berg Kaimondake.
Yakushima
Yakushima ist die regenreichste Insel Japans. Dieser ständige Regen nährt eine üppige Vegetation und tausendjährige Zedernwälder, die wie aus einem Miyazaki-Film aussehen, nicht umsonst ist Prinzessin Mononoke genau von diesen Landschaften inspiriert.
Die Insel und ihr Nationalpark scheinen wirklich ein außergewöhnlicher Ort zu sein, den ich auf Grundlage meiner Recherchen und der Berichte anderer Reisender weiterempfehlen würde. Leider kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen, denn die Wettervorhersage war mehrere Tage lang miserabel, und ich hatte keine Lust, zu lange herumzusitzen und auf ein besseres Wetterfenster zu warten, also habe ich Kagoshima mit etwas Bedauern verlassen, ohne Yakushima besucht zu haben.
Es gibt drei Möglichkeiten, die Insel zu erreichen: zwei Fähren und ein Schnellboot. Auf der offiziellen Website des Green Guesthouse findest du eine sehr nützliche Übersichtstabelle mit allen Fahrplänen und Preisen. Auf dieser Seite (auf Englisch) findest du ein paar interessante Anregungen, um eine Route zu planen.
Kirishima-Kinkōwan-Nationalpark
Zum Abschluss: Wenn du an weiteren Wanderungen mit Kagoshima als Basis interessiert bist: Der Kirishima-Kinkōwan-Nationalpark nördlich der Stadt ist nicht sehr weit entfernt, aber zumindest bei meinem Besuch war der öffentliche Nahverkehr so mangelhaft, dass ich auf einen Besuch verzichtet habe. Wenn du aber bereit wärst, ein Auto zu mieten, dürfte er meiner Meinung nach ein interessantes Ziel sein. Ich hatte diese Wanderung ins Auge gefasst, aber auf dieser Seite findest du jede Menge weitere interessante Anregungen.
Tor der Tsurumaru-Burg.
Unterkünfte in Kagoshima
Ich habe im Green Guesthouse übernachtet, nichts Besonderes, aber hervorragende Lage nur ein paar Schritte sowohl vom Kosokusen Terminal als auch vom Hafen entfernt, von dem die Fähren nach Sakurajima und Yakushima abfahren. Alles in allem kann ich es empfehlen.
Anreise nach Kagoshima
Kagoshima hat direkte Busverbindungen von und nach Kumamoto, aber auch Fukuoka. Du kannst online auf Websites wie global.atbus-de und Willer buchen. Das wichtigste Busterminal ist Kagoshima Chūō (Google Maps), aber viele Busse halten auch am Kosokusen Terminal (Google Maps) nicht weit vom Green Guesthouse. Der wichtigste Bahnhof, an dem du bei Bedarf auch die Shinkansen nehmen kannst, ist die Kagoshimachuo Station (Google Maps). Und weil Kagoshima so weit im Süden liegt, lohnt es sich absolut, über ein paar Inlandsflüge nachzudenken, besonders wenn du die Insel Kyushu verlassen willst. Wenn du früh genug buchst, sind die Flüge sehr günstig. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Nagasaki.
Shikoku ist die kleinste der vier Hauptinseln Japans und eine der vom internationalen Tourismus am wenigsten besuchten. Bekannt ist sie vor allem für die Pilgerreise zu den 88 Tempeln, einen spirituellen Pfad, der die ganze Insel durchquert und sowohl Gläubige als auch Reisende anzieht, die nach beschaulicheren Erfahrungen suchen.
Fernab vom hektischen Rhythmus der großen Metropolen bietet Shikoku eindrucksvolle Naturkulissen, traditionelle Dörfer und heiße Quellen. Seine zerklüfteten Küsten, die Hängebrücken, die es mit Honshū verbinden, und die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen machen es zu einem idealen Ziel für alle, die ein intimeres und ursprünglicheres Japan erkunden wollen.
Ich habe Shikoku buchstäblich nie betreten, deshalb habe ich dazu keine besonderen Informationen, aber wie gesagt könntest du die Fähre ab Saganoseki nehmen, wenn du dich auf Kyūshū befindest, oder eine der verschiedenen Brücken, die es mit Honshū verbinden. Im Grunde ist es nicht so schwer, Shikoku in die eigene Route einzubauen. Auf dieser Seite (auf Englisch) findest du Anregungen, was du dort unternehmen und sehen kannst.
Honshū ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des japanischen Archipels und zugleich das kulturelle, wirtschaftliche und politische Herz des Landes. Hier liegen die wichtigsten japanischen Metropolen (Tokio, Kyoto, Osaka und Hiroshima) sowie einige der ikonischsten und repräsentativsten Reiseziele Japans wie der Berg Fuji. Genau hier, entlang der Achse von Tokio nach Hiroshima, konzentriert sich der Großteil des internationalen Tourismus.

Iwakuni.
Hiroshima liegt in der Region Chūgoku auf der Insel Honshū und ist eine Stadt von tiefer historischer und symbolischer Bedeutung. Traurige Berühmtheit erlangte sie als Ziel der ersten Atombombe am 6. August 1945; heute ist Hiroshima eine moderne, lebhafte Stadt, die Erinnerung und Hoffnung verbindet.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Hiroshima
Hiroshima hat ein schönes Stadtzentrum, dessen Hauptader die Hondori Street ist (Google Maps), eine lange überdachte Fußgängerpassage voller Geschäfte und Restaurants. Es ist die klassische Einkaufsstraße, wie man sie in vielen japanischen Städten findet: angenehm für einen Spaziergang, aber nichts wirklich Besonderes.

Friedenspark von Hiroshima.
Friedenspark von Hiroshima
Ich empfehle, den Besuch mit dem Hiroshima-Friedensgedenkmuseum zu beginnen (Google Maps), in der Hochsaison gab es schon um 9:00 Uhr eine Schlange vor dem Eingang, und drinnen war es wirklich sehr voll, deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach auf jeden Fall, so früh wie möglich hinzugehen. Das Museum zeichnet die Geschichte Hiroshimas und das Aufkommen der Atombombe nach. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den Ereignissen des 6. August: dem Abwurf der Bombe und ihren Folgen in Form menschlichen Leids. Der Eintritt kostet 200 Yen, ich habe keinen genommen, aber wenn du willst, gibt es einen Audioguide für 400 Yen.
Geh dann durch den Friedensgedenkpark (Google Maps), der das politische und kommerzielle Herz der Stadt war und genau aus diesem Grund als Ziel ausgewählt wurde. Besuche schließlich die berühmte Atombombenkuppel (Google Maps). Ursprünglich Sitz der Halle zur Förderung der Industrie, war sie eines der wenigen Gebäude, die nach der Explosion am 6. August 1945 stehen blieben. Heute ist sie im damaligen Zustand erhalten, als Denkmal der Erinnerung und universelle Mahnung gegen den Atomkrieg.

Die Burg von Hiroshima.
Burg Hiroshima
Die Burg Hiroshima (Google Maps), auch Karpfenburg genannt, wurde 1589 vom mächtigen Feudalherrn Mōri Terumoto erbaut und war jahrhundertelang ein wichtiges Machtzentrum im Westen Japans. Von den Abrissen der Meiji-Zeit blieb sie verschont, wurde aber trotzdem zusammen mit dem Rest der Stadt durch die Atombombe von 1945 vollständig zerstört. Was man heute sieht, ist daher eine Rekonstruktion. Der Eintritt kostet 370 Yen und beinhaltet einen kostenlosen Audioguide (ich empfehle, Kopfhörer mitzubringen). Die Ausstellung im Inneren, die der Geschichte der Burg und der Stadt gewidmet ist, ist nicht besonders einprägsam, aber die Aussicht vom obersten Stockwerk lohnt sich. Sonntagnachmittags um 13:00 und 15:00 Uhr dürfte es eine völlig kostenlose Samurai-Show geben.

Shukkeien-Garten
Der Shukkeien-Garten (Google Maps) ist ein erlesener japanischer Garten aus dem Jahr 1620, der direkt nach dem Bau der Burg Hiroshima angelegt wurde. Hügel, Täler und Wälder im Miniaturformat bilden Naturlandschaften im Maßstab nach, mit Wegen, die sich um einen zentralen kleinen Teich winden. Es ist ein sehr gepflegter und ruhiger Ort, perfekt für eine entspannende Pause beim Stadtbesuch, nachdem man im Atombombenmuseum war. Der Eintritt kostet nur 260 Yen und der Besuch lohnt sich ohne Zweifel.

Shukkeien-Gärten.
Mazda-Museum
Das Mazda-Museum befindet sich im Hauptwerk des Unternehmens in Hiroshima (Google Maps). Die kostenlose Tour, die es auch auf Englisch gibt, zeichnet die Geschichte des Autoherstellers anhand von Modellen aus verschiedenen Epochen und einem Teil der Produktionslinie nach. Du musst im Voraus reservieren, weil die Nachfrage groß ist. Ich war persönlich nicht dort und kann daher nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber es klingt nach einem interessanten Erlebnis für Motorenfans.

Torii-Tor.
Insel Itsukushima
Itsukushima ist eine kleine Insel etwa eine halbe Stunde südlich von Hiroshima. Berühmt ist sie vor allem für ihr riesiges Torii-Tor, das bei Flut auf dem Wasser zu schweben scheint. Es ist ein sehr beliebter Ausflug für alle, die Hiroshima besuchen. Erwarte aber keine ruhige Atmosphäre: Die Insel ist fast immer überlaufen, bleibt aber trotzdem ein Ziel, das ich weiterempfehlen würde.
Um von Hiroshima nach Itsukushima zu kommen, hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst den Zug zum Bahnhof Miyajimaguchi nehmen (Google Maps) oder die Straßenbahnlinie 2 bis zur Endhaltestelle Hiroden-Miyajimaguchi (Google Maps), der Zug ist etwas schneller, kostet aber buchstäblich das Doppelte, die Wahl liegt bei dir. Am Ziel angekommen, pendeln die Fähren ständig zur Insel; wenn du einen JR Pass hast, ist diese Fähre inbegriffen, andernfalls kostet sie 200 Yen für die einfache Fahrt, die du direkt mit deiner IC-Karte bezahlen kannst, ohne also fürs Ticket anstehen zu müssen.
Sobald du auf der Insel bist, empfehle ich, dich zum Hokoku-jinja-Schrein zu begeben (Google Maps), hineinzugehen kannst du dir ruhig sparen, und ehrlich gesagt gilt dasselbe für den berühmteren Itsukushima Jinja (Google Maps), der Eintritt kostet nur 300 Yen, aber außer Schlangestehen gibt es wirklich wenig zu sehen, meiner Meinung nach gehen die meisten Leute nur hinein, um das Foto mit dem Torii-Tor im Hintergrund zu machen. Für das Museum verlangen sie weitere 200 Yen, die ich nicht gezahlt habe, also weiß ich nicht, was es drinnen gibt. Entscheide selbst.

Omoto-Park.
Danach empfehle ich, zum Omoto-Park zu laufen (Google Maps), wo normalerweise jede Menge Hirsche unterwegs sind und zur richtigen Zeit auch Kirschbäume blühen. Wenn du Lust auf ein bisschen Anstrengung hast, führt von hier ein Weg, der auch in Google Maps eingezeichnet ist, hinauf zum Berg Komagabayashi (Google Maps), von wo aus du sehr schöne Ausblicke auf die Bucht hast, und dann kannst du weiter zum Berg Misen gehen (Google Maps), der ein ähnliches Panorama bietet, aber viel voller ist, weil die Seilbahnstation nicht weit entfernt liegt. Von hier empfehle ich, auf dem Hauptweg abzusteigen (All Trails), der am wenigsten steil und am besten instand gehalten ist, mit einem Halt am Daisho-in-Tempel (Google Maps). Wenn du aus irgendeinem Grund keine Lust hast, zu Fuß hinaufzugehen, gibt es, wie gesagt, eine Seilbahn, die von diesem Punkt abfährt (Google Maps) und an der Shishiiwa-Station ankommt (Google Maps). Du könntest auch mit der Seilbahn hinauffahren und dann zu Fuß absteigen, wie es anscheinend viele machen; ich empfehle die Runde zu Fuß, aber viel ändert sich nicht. Die Wahl liegt bei dir.

Blick vom Gipfel.
Iwakuni
Iwakuni ist eine kleine Stadt etwa eine Stunde südlich von Hiroshima (und eine halbe Stunde von Itsukushima entfernt), vor allem bekannt für ihre ikonische Kintai-kyo-Brücke, eine Holzkonstruktion mit fünf Bögen, die als Meisterwerk der traditionellen japanischen Ingenieurskunst gilt und vollständig ohne Metallnägel gebaut wurde. Von Hiroshima gibt es häufige Verbindungen zum Bahnhof Iwakuni (Google Maps), und sobald du am Bahnhof angekommen bist, nimmst du den Bus zu dieser Haltestelle (Google Maps). Von hier aus kannst du entscheiden, ob du die berühmte Brücke zu Fuß überquerst (Google Maps), dafür verlangen sie 300 Yen, ich wusste das ehrlich gesagt nicht einmal und bin direkt zur weiter nördlich gelegenen Brücke gegangen, weil ich die Kintai-kyo einfach aus einem anderen Winkel sehen wollte. Danach habe ich den Park rund um den Kikko-Schrein erkundet (Google Maps) und bin dem in Organic Maps eingezeichneten Weg zur Burg von Iwakuni gefolgt (Google Maps), sie ist sicher nicht die eindrucksvollste Japans, aber den Besuch fand ich trotzdem angenehm, der Eintritt kostet 270 Yen, und drinnen gibt es eine Art kleines Museum mit Katanas, verschiedenen Waffen und der Geschichte der Burg.

Blick von der Burg.
Wenn du ein knappes Budget hast, könntest du aber auch einfach zu Fuß hinaufgehen und um die Burg herumspazieren, hineinzugehen ist absolut nicht nötig. Wenn dagegen Geld keine Rolle spielt, du keine Lust zu laufen hast oder einfach die Seilbahn zur Burg nehmen willst (Google Maps) statt des oben erwähnten Weges, lohnt es sich auf jeden Fall, das Kombiticket am Eingang der Brücke zu kaufen (Google Maps), es kostet 970 Yen und erlaubt dir, die Kintai-kyo-Brücke zu überqueren, die Seilbahn zu nehmen und die Burg zu betreten. Zum Abschluss: Während der Kirschblütenzeit, die hier normalerweise Anfang April ist, ist die Allee mit den Kirschbäumen und den Laternen im Ukai-Park (Google Maps) am Flussufer wirklich sehr stimmungsvoll. Zur Information: Wenn du früh am Morgen losfährst, könntest du sicher sowohl die Insel als auch Iwakuni am selben Tag besuchen.

Kintai-kyo-Brücke.
Unterkünfte in Hiroshima
Ich habe ein paar Nächte im Guesthouse Akicafe Inn verbracht, eine wirklich sehr nette Unterkunft, freundliches Personal und praktisch perfekte Lage nur ein paar Schritte vom Bahnhof entfernt. Eines der besten Hostels, in denen ich auf meiner Reise durch Japan war. Sie haben auch Privatzimmer. Ich habe auch ein paar Nächte im Hiroshima Guesthouse HARU verbracht, die Unterkunft ist nicht ganz so gepflegt und die Lage etwas umständlicher, aber es bleibt trotzdem ein gutes Hostel mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Anreise nach Hiroshima
Hiroshima hat direkte Busverbindungen von und nach Fukuoka im Westen und Osaka im Osten. Du kannst online auf Websites wie Willer buchen. Das wichtigste Busterminal ist die Bus Station Hiroshima Station North Gate (Google Maps), aber viele Busse halten auch am Hiroshima Bus Center (Google Maps). Der wichtigste Bahnhof, an dem du bei Bedarf auch die Shinkansen nehmen kannst, ist die Hiroshima Station (Google Maps). Und je nach deiner Route könntest du Flüge von und nach Hiroshima in Betracht ziehen. Wenn du früh genug buchst, können die Preise sehr günstig sein und dir eine Menge Zeit sparen. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Atombombenkuppel.
Onomichi ist eine kleine Stadt auf halbem Weg zwischen Hiroshima und Himeji, perfekt für alle, die die Reise unterbrechen und ein wenig von der klassischen Touristenroute abweichen wollen.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Onomichi
Die Attraktion Nummer eins in Onomichi ist ohne Zweifel der sogenannte „Temple Walk“, der auf nicht einmal 3 km ganze 25 Tempel verbindet. Es ist eine ausgesprochen angenehme Art, einen halben Tag zu verbringen. Die Strecke ist gut ausgeschildert, beginnt an diesem Punkt (Google Maps) und führt auch durch die berühmte „Katzengasse“ (Google Maps). Außerdem empfehle ich, auch den „Literaturpfad“ mitzunehmen, der zur Aussichtsplattform auf dem Gipfel des Berges Senkoji führt (Google Maps). Wenn du willst, könntest du auch die Seilbahn nehmen (Google Maps).

Temple Walk.
Im Grunde könntest du alles kombinieren, indem du der GPS-Spur folgst, die du auf dieser Seite findest und die auch den Saikoku-Tempel einschließt (Google Maps), der offiziell nicht zum „Temple Walk“ gehört und deshalb viel weniger überlaufen ist, aber nett und mit tollen Ausblicken. Falls du vom Wandern und Tempelbesuchen noch nicht genug hattest: Ich war auch im Tempel Jodoji Okunoin Manpuku (Google Maps), der auf der Rückseite eine schöne Aussichtsplattform hat (Google Maps).

Temple Walk.
Unterkünfte in Onomichi
Ich habe ein paar Nächte im Onomichi Guest House verbracht, weder gut noch schlecht. Wenn du eine günstige Option suchst, ist es gar nicht so übel.
Anreise nach Onomichi
Egal, ob du aus Hiroshima im Süden oder aus Himeji/Osaka im Norden kommst, ich rate dir, den Zug auf der San-yo Line bis zum Bahnhof Onomichi zu nehmen (Google Maps). Wenn du es eilig hast und es dir nichts ausmacht, deutlich mehr auszugeben, kannst du den Shinkansen bis Fukuyama nehmen, von wo du aber trotzdem auf der San-yo Line weiterfahren musst. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Onomichi.
Von Onomichi aus bin ich direkt weiter nach Himeji gefahren, aber wenn du willst, gibt es dazwischen einige interessante Ziele, die ich erwähnenswert finde. Zuerst die Burg Okayama (Google Maps), wegen der dunklen Farbe ihrer Außenwände auch Schwarze Burg genannt, und der nahe gelegene Kōraku-en-Garten (Google Maps), der als einer der schönsten Gärten Japans gilt.
Okayama ist außerdem eine ausgezeichnete Basis, um die Inseln Naoshima und Teshima zu erkunden, die bei Fans zeitgenössischer Kunst besonders beliebt sind. Unter den Links (auf Englisch) findest du einige Informationen.

Saikoku-Tempel.
Himeji ist eine Stadt, die für ihre prächtige Burg berühmt ist, die als die schönste Japans gilt. Die Burg Himeji, auch „Burg des Weißen Reihers“ genannt, stammt aus dem Jahr 1609 und ist eines der wenigen Beispiele japanischer Feudalarchitektur, die Kriege, Erdbeben und Bombardierungen unversehrt überstanden haben. Heute ist sie eines der ikonischsten Wahrzeichen Japans und UNESCO-Weltkulturerbe.

Burg Himeji.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Himeji
Burg Himeji
Die Burg Himeji (Google Maps) ist ohne Zweifel die Attraktion Nummer eins der Stadt. Ich hatte das Vergnügen, sie während der Kirschblüte zu besuchen, und trotz der Menschenmassen war sie ohne Zweifel eines der Highlights meiner Reise durch Japan. Besonders in der Hochsaison empfehle ich, so früh wie möglich hineinzugehen, um lange Schlangen zu vermeiden. Sie öffnen um 9:00 Uhr, und als ich um 10:30 Uhr wieder herauskam, gab es schon eine sehr lange Schlange. Der Eintritt kostet 1.000 Yen. Leider ist der Hauptturm im Wesentlichen leer, der Besuch besteht größtenteils aus Treppe um Treppe. Ehrlich gesagt kannst du, wenn du ein wirklich knappes Budget hast, darauf verzichten, in die eigentliche Burg hineinzugehen. Wenn du dich aber doch dafür entscheidest, empfehle ich, die zusätzlichen 50 Yen für die Besichtigung der inneren Gärten zu zahlen. Andernfalls kannst du die Burg einfach vom äußeren Park aus genießen.

Auch die Koko-en-Gärten (Google Maps) ganz in der Nähe sind keineswegs schlecht, aber auch hier musst du mit ziemlich viel Andrang rechnen. Zum Abschluss: An diesem Punkt (Google Maps) hast du einen schönen Blick auf die Burg, den du auf dem Foto unten siehst, und wenn du einen ruhigen Ort mit schönem Panorama suchst, nicht nur auf die Burg, sondern auf die ganze Stadt, empfehle ich, zum Otokoyama-Haisui’ike-Park hinaufzugehen (Google Maps).

Tempel Shoshazan Engyoji
Die Tempelanlage Shoshazan Engyoji liegt auf dem Berg Shosha nordwestlich von Himeji und ist ein alter buddhistischer Kultort, der im 10. Jahrhundert gegründet wurde. Eingebettet in einen stimmungsvollen Wald, birgt sie Holzgebäude von großem historischem und spirituellem Wert. Ihre Atmosphäre und ihr architektonischer Reiz dienten als Kulisse für zahlreiche Filme, darunter Der letzte Samurai.
Um dorthin zu kommen, nimmst du irgendeinen Bus Richtung Shosha Bus Stop (Google Maps), danach empfehle ich, zu Fuß hinaufzugehen, es sind etwa 20 Minuten, der Weg beginnt an diesem Punkt (Google Maps), du kannst ihm leicht folgen, und er ist auch in Google Maps eingezeichnet. Natürlich gibt es, wie so oft in Japan, auch eine Seilbahn, die Station liegt an diesem Punkt (Google Maps), das Hin- und Rückfahrtticket dürfte 900 Yen kosten. Der Weg führt direkt zur Bergstation der Seilbahn (Google Maps). Egal, ob du zu Fuß hinaufgehst oder die Seilbahn nimmst, von hier musst du, um zur eigentlichen Anlage zu gelangen, noch etwa zwanzig Minuten laufen. Alternativ gibt es auch kostenpflichtige Shuttlebusse, die die Bergstation mit dem Tempelbereich verbinden. Auch hier empfehle ich zu laufen, zumal dieser Abschnitt viel weniger steil ist. Kurz nach der Bergstation muss man den Eintritt zahlen, der 500 Yen kostet. Die beiden Gebäude, die du unbedingt gesehen haben musst, sind das Engyoji – Maniden (Google Maps) und die Engyoji Three Halls (Google Maps), aber es gibt jede Menge weitere Schreine, Tempel und so weiter; ich empfehle, das ganze Gelände zu erkunden, das meiner Meinung nach sehr hübsch und zumindest bei meinem Besuch überhaupt nicht überlaufen war.

Engyoji Three Halls.
Unterkünfte in Himeji
Ich habe im Himeji 588 Guest House übernachtet, hervorragende Lage auf halbem Weg zwischen Bahnhof und Burg. Sie sind sehr streng mit der Check-in-Zeit und der Gepäckaufbewahrung, aber sonst ist es keineswegs schlecht.
Anreise nach Himeji
Die Himeji Station (Google Maps) hat äußerst häufige Verbindungen sowohl nach Onomichi/Hiroshima im Süden als auch nach Kōbe/Osaka im Norden. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Himeji Gokoku.
Kōbe liegt zwischen den Bergen und dem Meer, ist berühmt für sein edles Rindfleisch und ein alter Handelshafen, der westliche Einflüsse und japanische Tradition in einem eleganten Stadtbild verbindet.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kobe
Für den einheimischen Tourismus gehört zu den wichtigsten Attraktionen von Kōbe das Viertel Kitano (Google Maps), wo einst europäische Diplomaten und Kaufleute lebten. Hier stehen zahlreiche Häuser im westlichen Stil, von denen viele heute kleine Museen und Cafés beherbergen. Das berühmteste ist das Moegi-Haus (Google Maps), ich bin nicht einmal hineingegangen, also weiß ich nicht, ob es sich lohnt oder nicht. Für alle, die aus Europa kommen, ist der Besuch allerdings vielleicht nicht besonders interessant. Trotzdem bleibt es ein angenehmer Spaziergang, ideal, wenn du ein bisschen freie Zeit hast oder auf dem Weg zu einem anderen Ziel einen halbtägigen Zwischenstopp einlegen willst. Außerdem lohnt es sich, die Chinatown von Kōbe zu besuchen (Google Maps), meiner Ansicht nach die faszinierendste von allen, die ich in Japan gesehen habe, lebhaft und voller Stände und Restaurants. Und schließlich ist es fast Pflicht, das berühmte Kōbe-Fleisch zu probieren.

Viertel Kitano.
Berg Rokko
Ich habe nur einen halben Tag in Kobe verbracht, als Ausflug von Osaka aus, und wollte nicht bis spät bleiben, also bin ich am späten Vormittag wieder gegangen, aber wenn du dich entscheidest, länger zu bleiben oder vielleicht hier zu übernachten, könntest du zur Tenran-Aussichtsplattform hinaufgehen (Google Maps), die Aussicht gilt als eine der schönsten Japans und wird oft als eine der „drei großen Nachtansichten“ des Landes beschrieben (Nihon Sandai Yakei), zusammen mit denen von Hakodate und Nagasaki. Die Seilbahn kannst du an diesem Punkt nehmen (Google Maps), die per Bus mit der Stadt verbunden ist.
Anreise nach Kobe
Kobe hat äußerst häufige Zugverbindungen sowohl nach Norden als auch nach Süden zu allen wichtigen Touristenzielen in der Umgebung. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Chinatown.
Osaka ist nach Tokio der zweitgrößte Ballungsraum Japans und seit Jahrhunderten das wirtschaftliche Herz der Region Kansai. In der Vergangenheit unter dem Namen Naniwa bekannt, war es die erste Hauptstadt Japans vor der Nara-Zeit, als der Kaisersitz mit jedem neuen Herrscher wechselte. Heute ist Osaka eine moderne, lebhafte Metropole, berühmt für ihr kommerzielles Wesen und die imposante Burg.

Burg Osaka.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Osaka
Burg Osaka
Die Burg Osaka (Google Maps) mit ihrem weitläufigen Park (Google Maps) ist ohne Zweifel einer der ikonischsten Orte der Stadt. Ich bin ehrlich gesagt nicht einmal in die eigentliche Burg hineingegangen. Ich war zur Hochzeit der Kirschblüte in Osaka, und es gab eine absurd lange Schlange für den Einlass. Soweit ich gelesen habe, ist das Innere wie bei anderen Burgen in Japan nicht besonders interessant, also habe ich mir das endlose Warten und auch die 1.200 Yen für das Ticket gespart. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu aber nichts sagen. Wenn du hineingehen willst, soll es anscheinend ein bisschen Zeit sparen, wenn du das Ticket online kaufst, vor allem in der Hochsaison. Dafür war ich in den Nishinomaru-Gärten (Google Maps), mehr als ein Garten ist es ein Park voller Kirschbäume, der meiner Meinung nach die besten Ausblicke auf die Burg bietet, der Eintritt kostet 200 Yen, und zur Blütezeit gibt es auch eine besondere Beleuchtung.
Zum Abschluss: Ich war nicht dort, aber in der Nähe der Burg gibt es auch das Stadtgeschichtliche Museum von Osaka (Google Maps), das ein interessanter Besuch sein könnte.

Burg Osaka von den Nishinomaru-Gärten aus.
Namba und Dotonbori
Namba (Google Maps) ist ein für Shopping und Unterhaltung bekanntes Viertel, eines der beliebtesten von Osaka. Dotonbori (Google Maps) ist die lebhafteste Gegend am Kanal, berühmt für Lokale, Leuchtreklamen und Restaurants. Ich empfehle, abends einen Rundgang zu machen und auch kurz beim Hozen-ji-Tempel vorbeizuschauen (Google Maps), der mitten im Viertel liegt. Hier befindet sich auch der Kuromon-Ichiba-Markt (Google Maps).
Shinsekai
Wenn du ein weniger touristisches, aber trotzdem faszinierendes Viertel für einen abendlichen Spaziergang suchst, empfehle ich dir, kurz nach Shinsekai zu gehen (Google Maps), sehr farbenfroh und belebt. Es verbindet moderne Merkmale wie lebhafte, auffällige Leuchtreklamen mit traditionellen Elementen. Ich habe es nicht gemacht, aber wenn du willst, kannst du auf die Spitze des Tsutenkaku-Turms steigen (Google Maps), wo es eine Aussichtsplattform gibt, die großartige Ausblicke auf die Stadt bieten dürfte.

Tsutenkaku-Turm.
Sumiyoshi Taisha
Sumiyoshi Taisha (Google Maps) ist ein schöner, von Grün umgebener Schrein, bei dem du fast vergisst, in Osaka zu sein. Hier gibt es die berühmte rote Brücke, mit der du ein schönes Foto mit ihrer Spiegelung im Wasser machen kannst.
Minoh-Park
Der Minoh-Park (Google Maps) am Stadtrand von Osaka ist einer der besten Orte der Region Kansai, um die Herbstfarben des Laubs zu sehen. Da ich Osaka im Frühling besucht habe, war ich nicht dort, aber im Herbst dürfte er meiner Meinung nach ein interessantes Ziel sein. Es gibt einige Tempel wie den Ryuan-ji (Google Maps), einen Wasserfall (Google Maps) und eine Reihe von Wegen.
Zum Abschluss: Zwei weitere Ziele, die ich erwähnenswert finde, sind die Universal Studios Japan (Google Maps) und das Aquarium Kaiyukan (Google Maps).

Sumiyoshi Taisha.
Unterkünfte in Osaka
Ich habe im IMANO OSAKA SHINSAIBASHI HOSTEL übernachtet, gutes Hostel und gute Lage, aber ich muss sagen, dass die Schlafsäle ein bisschen eng waren. Alles in allem nicht schlecht.
Anreise nach Osaka
Osaka hat äußerst häufige Zugverbindungen sowohl nach Norden als auch nach Süden zu allen wichtigen Touristenzielen in der Umgebung. Außerdem wird die Stadt vom internationalen Flughafen Kansai bedient (Google Maps). Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Dotonbori.
Kyoto liegt im Herzen der Region Kansai und war von 794 bis 1868, also über ein Jahrtausend lang, die Hauptstadt Japans und kaiserliche Residenz. Trotz der Konflikte und Brände, die sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach auf die Probe gestellt haben, hat die Stadt es geschafft, ein einzigartiges historisches Erbe zu bewahren, und blieb sogar von den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs verschont.
Heute ist Kyoto eine große moderne Stadt, die ihre Vergangenheit mit Stolz bewahrt: Tempel, Schreine und traditionelle Gärten machen sie zu einem der faszinierendsten und repräsentativsten Orte der japanischen Kultur.

Yasaka-Schrein.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kyoto
In Kyoto gibt es eine beeindruckende Menge an Dingen zu sehen, sodass man Gefahr läuft, sich überwältigt zu fühlen. Selbst nach fast einer Woche bin ich abgereist, ohne mehrere Tempel gesehen zu haben, die viele für unverzichtbar halten. Das gilt überall, aber in Kyoto mehr denn je: Der Versuch, „alles“ zu sehen, ist unmöglich. Besser, man akzeptiert das und genießt das, was man ohne Stress unterbringen kann.
Außerdem fand ich die Stadt, so bezaubernd sie auch ist, vielleicht lag es an der Kirschblütenzeit, oft extrem überlaufen, manchmal über die Grenze des Erträglichen hinaus. So unverzichtbar Kyoto auf jeder Reise durch Japan auch ist, ich glaube, es ergibt Sinn, sich nicht auf jeden einzelnen Tempel zu versteifen und stattdessen einen Teil seiner Zeit weniger überlaufenen Zielen zu widmen.
Verschiedene Tempel
Es gibt über 1.600 Tempel in der Stadt. Passend zu dem, was ich gerade gesagt habe, ist es wirklich unrealistisch, sie alle zu besuchen, und genauso, sie einzeln zu erwähnen. Deshalb versuche ich, diejenigen zu empfehlen, die aus dem einen oder anderen Grund am beliebtesten sind: Ich werde ein Urteil über die abgeben, die ich besucht habe, und eine mögliche Route vorschlagen. Davon abgesehen ist die Liste, wie gesagt, absolut nicht vollständig: Ich weiß, dass manche mir vielleicht nicht zustimmen, aber ich glaube, das Folgende ist ein guter Ausgangspunkt, um ein paar Tage in Kyoto zu verbringen.

Philosophenweg.
Ich empfehle, mit dem Ginkaku-ji zu beginnen (Google Maps), einem Zen-Tempel aus dem 15. Jahrhundert, berühmt für seine schlichte Ästhetik und seine eleganten Sand- und Moosgärten. Der Eintritt kostet 1.000 Yen. Wenn du ein knappes Budget hast, gibt es sicher beeindruckendere Tempel zu besuchen. Trotzdem lässt sich der Tempel gut mit dem nahe gelegenen Philosophenweg oder Tetsugaku no Michi kombinieren (Google Maps), der völlig kostenlos ist und nur ein paar Schritte vom Tempel entfernt beginnt. Besonders stimmungsvoll während der Kirschblüte, weil der ganze Weg voll davon ist, ist er sicher das ganze Jahr über ein angenehmer Spaziergang. Ebenfalls in der Nähe des Tempels gibt es den Weg, der auf den Gipfel des Berges Daimonjiyama führt (All Trails), ich war nicht dort, aber es scheint eine ziemlich beliebte und nicht allzu anspruchsvolle Wanderung zu sein, die großartige Ausblicke auf die Stadt bietet.
Zurück zum Philosophenweg: Die Strecke ist ziemlich offensichtlich und folgt im Grunde einfach dem Kanal, aber ich empfehle einen kleinen Abstecher zum Tempel Hōnenin (Google Maps), der Eintritt ist frei. Von hier gehst du weiter zum südlichen Ende des Weges (Google Maps). Nicht weit entfernt liegt der Tempel Eikandō Zenrinji (Google Maps), der zumindest von der Größe her vielleicht einer der größten ist, die ich besucht habe, und im Gegensatz zu vielen anderen das Gefühl vermittelt, dass es etwas zu sehen gibt. Der Garten ist außerdem voller Ahornbäume, die die Herbstfärbung besonders stimmungsvoll machen. Der Eintritt kostet 1.000 Yen. Nicht weit entfernt liegt der nächste Tempel, der Nanzen-ji (Google Maps), den ich übersprungen habe, weil ich für den Tag schon genug gesehen hatte, deshalb kommentiere ich ihn nicht. Der Eintritt kostet 600 Yen. Dafür war ich im nahe gelegenen Keage Inkurain (Google Maps), einer ehemaligen Bahntrasse, die von Kirschbäumen gesäumt ist, die sie zur Blütezeit zu einem besonders stimmungsvollen Ort machen.

Tempel Ginkaku-ji.
Weiter nach Süden kommen wir zum Bezirk Higashiyama (Google Maps), einem der am besten erhaltenen historischen Viertel der Stadt. Ich war nicht dort, aber du könntest mit dem Tempel Chionin beginnen (Google Maps), berühmt für sein imposantes Holztor und eine riesige Bronzeglocke von 70 Tonnen. Bei der jährlichen Neujahrszeremonie (Joya no Kane) wird die Glocke 108-mal geläutet, um die irdischen Wünsche vor dem neuen Jahr zu vertreiben. Nicht weit entfernt liegt der Tempel Kodaiji (Google Maps), auch hier war ich nicht, also äußere ich mich nicht, aber er ist bekannt für seine bis ins kleinste Detail gepflegten Gärten (besonders stimmungsvoll im Herbst wegen der vielen Ahornbäume), die mit Goldpuder verzierten Lacke und den malerischen Bambushain.

Shōgunzuka Mound.
Von dort kannst du weiter zum Maruyama-Park gehen (Google Maps), der direkt in den Yasaka-Schrein übergeht (Google Maps), beide mit freiem Eintritt. In der Gegend gibt es zahlreiche Streetfood-Stände, und sie wird zur Kirschblütenzeit besonders angenehm, wenn sich der ganze Park mit blühenden Bäumen füllt. Wenn du Lust auf einen kleinen Spaziergang hast, kannst du vom Park aus zu Fuß zum Shōgunzuka Mound hinaufgehen (Google Maps), einer alten Nekropole oben auf dem Berg neben einem Tempel, der zwei herrliche Aussichtsplattformen mit 360-Grad-Blick auf die Stadt und die Umgebung bietet. Technisch gesehen ist der Zugang kostenpflichtig, aber als ich dort war, war der Ticketschalter geschlossen und das Tor offen, mit schon vielen Leuten drinnen. Der Weg beginnt an diesem Punkt (Google Maps) und ist auf jeden Fall in Organic Maps eingezeichnet. Nicht weit entfernt steht auch die ikonische Pagode (Google Maps), die als Hintergrund für das berühmte Foto dient, das du bestimmt schon mehr als einmal gesehen hast. Es wird an diesem Punkt aufgenommen (Google Maps). Ich empfehle dir dringend, bei Sonnenaufgang hinzukommen, wenn du ein „sauberes“ Foto ohne Menschenmassen willst.

Das ikonische Foto.
Der Tempel Kiyomizu Dera (Google Maps) ist einer der berühmtesten Tempel der Stadt und ganz Japans. Bekannt vor allem für seine Holzterrasse, die aus der Haupthalle herausragt und einen schönen Blick auf die zahlreichen Kirschbäume und Ahornbäume darunter bietet, die im Frühling und im Herbst in einem Meer aus Farben explodieren, sowie auf die Stadt Kyoto in der Ferne. Ich empfehle, am späten Nachmittag hinzukommen und bis zur Schließzeit zu bleiben, um den Sonnenuntergang zu sehen; es werden eine Million andere Leute da sein, aber ich finde, es lohnt sich. Der Eintritt kostet 600 Yen.

Der Tempel Kiyomizu Dera.
Zum Abschluss dieses Abschnitts über den Bezirk Higashiyama: Ich war nicht dort, aber du könntest in Betracht ziehen, den Tempel Kenninji zu besuchen (Google Maps), der 1202 gegründet wurde und der älteste Zen-Tempel Kyotos ist, vor allem bekannt für die „zwei Drachen“, ein riesiges Tuschegemälde auf Papier, das die gesamte Decke bedeckt und, obwohl es alt aussieht, 2002 zum achthundertjährigen Jubiläum des Tempels gemalt wurde. Und schließlich liegen im äußersten Süden von Higashiyama der Tōfuku-ji (Google Maps) und der Komyo-in (Google Maps). Beide sind besonders in der Herbstzeit zu empfehlen.
Die bisher erwähnten Tempel liegen alle relativ nah beieinander oder zumindest nicht allzu weit vom Zentrum entfernt, aber natürlich gibt es jede Menge weitere Optionen. Ich war im To-ji (Google Maps), der während der Kirschblüte abends geöffnet und komplett beleuchtet ist und ein einzigartiges Schauspiel bietet, aber erwarte natürlich nicht, allein dort zu sein, der Eintritt kostet zu diesem Anlass 1.000 Yen.

Tempel To-ji.
Der Tempel Bishamondō (Google Maps) ist im Herbst dank der Herbstfärbung der Ahornbäume besonders stimmungsvoll. Der Eintritt kostet 500 Yen und gewährt Zugang zu einigen Räumen, die Fundstücke zur Geschichte des Klosters beherbergen; ehrlich gesagt glaube ich aber nicht, dass es sich lohnt. Die Gärten dagegen kann man völlig kostenlos besuchen, einschließlich der berühmten Treppe, die sich im Herbst mit Laub füllt.
Der Daigo-ji (Google Maps), wo die älteste fünfstöckige Pagode Kyotos steht (Google Maps). Der Eintritt kostet satte 1.500 Yen und gilt für drei getrennte Bereiche: den mit der Pagode, die Gärten und den Tempel. Alles nett, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu teuer.

Pagode des Daigo-ji.
Der Kinkakuji (Goldener Pavillon) (Google Maps) ist ein Zen-Tempel im Norden von Kyoto, der komplett mit Blattgold überzogen ist. Ohne Zweifel einer der berühmtesten, ikonischsten und überlaufensten Tempel Japans. Ich habe mich entschieden, ihn nicht zu besuchen und stattdessen etwas anderes zu machen, aber wenn du dich entscheidest, früh am Morgen hinzugehen, ist die Lage wahrscheinlich gar nicht so schlimm. In der Umgebung könntest du auch das Hojo Teien besuchen (Google Maps), berühmt für seinen „Steingarten“, und den Ninna-ji (Google Maps). Wenn du die Stadt im Herbst besuchst, könntest du auch das nicht allzu weit entfernte Kitano Tenmangu Momiji-en einbauen (Google Maps), die ikonische rote Brücke, umgeben von Ahornbäumen.
Zum Abschluss dieses Abschnitts über die Tempel der Stadt: Wenn du ein anderes Erlebnis suchst, ist der Saihōji (Kokedera) (Google Maps), auch als Moostempel bekannt, einer der exklusivsten und spirituellsten Orte Kyotos. Berühmt für seinen märchenhaften Garten, der von über 120 Moosarten bedeckt ist. Der Zugang ist stark beschränkt: Eine Reservierung ist Pflicht, und bevor sie die Gärten betreten, werden die Besucher eingeladen, an einem kurzen buddhistischen Ritual teilzunehmen (wie dem Abschreiben von Sutren), was ein intimes und von Menschenmassen weit entferntes Erlebnis garantiert. Wenn dich das interessiert, ist das hier die offizielle Website zum Reservieren. Der Eintritt kostet 4.000 Yen.

Der Tempel Bishamondō.
Fushimi-Inari-Taisha-Schrein
Der Fushimi-Inari-Taisha-Schrein (Google Maps) ist wahrscheinlich mein Lieblingsort in der Stadt. Berühmt für seine Hunderte zinnoberroten Torii-Tore, die entlang eines Wegenetzes bis zum Gipfel des Berges Inari führen (Google Maps).
Auch hier empfehle ich, so früh wie möglich hinzugehen, idealerweise bei Sonnenaufgang, wenn du die Menschenmassen vermeiden willst. Schon gegen sieben Uhr morgens, als ich gerade hinunterging, stiegen die Leute in Scharen hinauf. Auf jeden Fall geht die Mehrheit der Leute nur den ersten Abschnitt (Google Maps), dreht dann um und geht zurück. Deshalb empfehle ich dir nachdrücklich, bis zum Gipfel hinaufzusteigen: Es gibt jede Menge schöne Ausblicke und vor allem viel weniger Leute.

Fushimi-Inari-Taisha-Schrein.
Bambuswald von Arashiyama
Der ikonische Bambuswald (Google Maps) kann ein faszinierender und zugleich enttäuschender Ort sein, alles hängt von der Uhrzeit ab, zu der du ihn besuchst, und davon, was du erwartest. Ich persönlich fand ihn nicht so außergewöhnlich: Wenn du kein Fotografiefan bist und nicht unbedingt das ikonische Foto willst, kannst du auch erwägen, ihn ganz auszulassen.
Wenn du ihn, vor allem in der Hochsaison, in Ruhe und ohne Menschenmassen genießen willst, empfehle ich auch hier nachdrücklich, bei Sonnenaufgang hinzukommen. Insbesondere empfehle ich, den ersten Zug zu diesem Bahnhof zu nehmen (Google Maps), der etwas weiter entfernt liegt als dieser Bahnhof (Google Maps), aber der erste Zug am Morgen kommt etwa 20 Minuten früher an, das ist nicht viel, aber es reicht, um 10–15 Minuten Ruhe zu haben. Ich bin wieder ins Bett gegangen, aber wenn du die Gegend tagsüber besuchst, könntest du den Besuch mit den Sogenchi-Teien-Gärten kombinieren (Google Maps), der Bootsfahrt durch die Schlucht (Google Maps), dem nahe gelegenen Tempel Daikaku-ji (Google Maps), dem Tempel Adashino Nenbutsuji (Google Maps), der einen Bambuswald hat, der dem von Arashiyama sehr ähnlich ist und deshalb oft denen empfohlen wird, die den Menschenmassen aus dem Weg gehen wollen, und schließlich dem Tempel Otagi Nenbutsuji (Google Maps), berühmt für seine über 1.200 Steinköpfe.

Bambuswald von Arashiyama.
Kaiserpalast
In Kyoto steht einer der beiden Kaiserpaläste Japans (der andere steht in Tokio). Auch wenn der besuchbare Bereich begrenzt ist, finde ich, dass es sich trotzdem lohnt. Der Eintritt ist völlig kostenlos. Der Eingang für die Öffentlichkeit befindet sich an diesem Punkt (Google Maps). Außerdem empfehle ich, die offizielle App herunterzuladen, die einen Audioguide enthält. Bring Kopfhörer mit! Wenn du von Tempeln noch nicht genug hast, liegt der Shokoku-ji (Google Maps) nicht weit entfernt, und wenn du willst, könntest du auch die Burg Nijō-jō besuchen (Google Maps). Ich habe keines von beiden besucht, also äußere ich mich nicht.

Kaiserpalast.
Burg von Kyoto
Die eigentliche Burg (Google Maps) ist für die Öffentlichkeit geschlossen, aber der Zugang zum Park ist erlaubt und völlig kostenlos, als ich dort war, waren nur sehr wenige andere Leute da, also halte ich es für eine ausgezeichnete Wahl für alle, die der Menschenmenge im Zentrum von Kyoto entfliehen und ein bisschen Ruhe genießen wollen. Wenn du hingehen willst, empfehle ich, den Zug bis zum Bahnhof Momoyama-Minamiguchi zu nehmen (Google Maps), um diese imposante Treppe hinaufzusteigen (Google Maps).

Burg von Kyoto.
Eisenbahnmuseum von Kyoto
Das Eisenbahnmuseum von Kyoto (Google Maps) ist eines der drei großen Eisenbahnmuseen Japans, neben dem in Saitama (kurz außerhalb von Tokio) und dem in Nagoya. Ich habe Letzteres besucht und in Kyoto lieber etwas anderes gemacht, aber je nach eigener Route und eigenen Interessen kann es bestimmt ein sehr interessanter Besuch sein.
Unterkünfte in Kyoto
Sauna & Capsule Hostel Rumor Plaza: ausdrücklich empfohlen. Ein wirklich luxuriöses Erlebnis zu einem bescheidenen Preis, vorausgesetzt, es macht dir nichts aus, in einer Kapsel zu schlafen. Die Unterkunft hat auch einen separaten Wellnessbereich mit Sauna, Massagen und einem öffentlichen Bad im japanischen Stil: wirklich sehr gepflegt, sauber und angenehm. Das Personal ist freundlich, und das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und köstlich: Es gibt wirklich nichts, was mich davon abhält, es zu empfehlen, aber leider ist es nur für Männer. Zentrale Lage.
Anreise nach Kyoto
Kyoto hat äußerst häufige Zugverbindungen sowohl nach Norden als auch nach Süden zu allen wichtigen Touristenzielen in der Umgebung. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Kyoto.
Nara war die erste dauerhafte Hauptstadt Japans (710–794), mit dem kaiserlichen Hof in Heijō-kyō (anscheinend gibt es dort nicht viel zu sehen), was das Ende der Tradition markierte, den Sitz der Macht mit jedem neuen Herrscher zu verlegen. Heute ist es berühmt für seine historischen Tempel, die großen Parks und seine ikonischen frei laufenden Hirsche, die als göttliche Boten gelten.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Nara
Nara ist ziemlich kompakt, und zumindest die wichtigsten Attraktionen lassen sich an einem Tag besichtigen, ohne unbedingt dort zu übernachten, indem man stattdessen Kyoto oder Osaka als Basis nutzt, aber wenn du Zeit hast, finde ich, dass es sich lohnt, ein paar Tage dort zu verbringen und Nara stattdessen als Basis zu nutzen, um andere Ziele in der Umgebung der Stadt zu erkunden.

Park von Nara.
Nara Zentrum
Ich empfehle, den Besuch mit den Yoshikien-Gärten zu beginnen (Google Maps). Der Eintritt ist völlig kostenlos. Ich war nicht dort, aber eine Alternative sind die nahe gelegenen Isuien-Gärten (Google Maps), die aber kostenpflichtig sind, und so mancher Kommentar scheint darauf hinzudeuten, dass sich nur die kostenlosen Gärten lohnen.
Von den Gärten aus gehst du weiter zum Todaiji (Google Maps), einem der berühmtesten und historisch bedeutendsten Tempel Japans. Der Tempel wurde 752 als Haupttempel aller buddhistischen Provinztempel Japans erbaut und wurde so mächtig, dass die Hauptstadt 784 aus Nara verlegt wurde, um den Einfluss des Tempels auf die Regierungsgeschäfte zu verringern. Der Eintritt kostet 800 Yen, der Tempel an sich ist sehr schön und die Buddha-Statue darin zweifellos beeindruckend, aber ansonsten gibt es nicht übermäßig viel zu sehen. Wenn du in Nara übernachtest und den Menschenmassen aus dem Weg gehen willst, empfehle ich, gleich morgens zur Öffnung hinzukommen.

Todaiji-Tempel.
Von hier aus kannst du in den eigentlichen Park von Nara gehen (Google Maps) mit seinen unzähligen Hirschen und blühenden Kirschbäumen (je nach Jahreszeit). Der Ukimido-Pavillon (Google Maps), umgeben von Kirschbäumen, kann besonders stimmungsvoll sein. Ein weiterer Ort, den du besuchen könntest, ist das Internationale Forum (Google Maps); obwohl es nicht außergewöhnlich ist, ist der Garten auf der Rückseite (Google Maps) ein sehr ruhiger Ort zum Spazierengehen, der Eintritt ist kostenlos.
Besuche schließlich den Kasugataisha-Schrein (Google Maps), der am Ende des Parks liegt und deshalb ein schöner Abschluss für deinen Besuch in Nara ist. Es gibt jede Menge Laternen, die ihn wirklich besonders und sehr hübsch machen, der Eintritt zum „speziellen“ Bereich kostet 500 Yen. Ehrlich gesagt kannst du dich darauf beschränken, von außen einen Blick darauf zu werfen.

Kasugataisha-Schrein.
Tempel außerhalb der Stadt
Gleich außerhalb des wichtigsten Touristenbereichs gibt es mindestens zwei weitere sehenswerte Tempel. Der erste ist der Yakushiji (Google Maps), der Eintritt kostet 1.000 Yen, das ist nicht viel, aber wenn du ein knappes Budget hast, gibst du dein Geld besser woanders aus. Trotzdem ist die Anlage hübsch und viel weniger überlaufen als das Zentrum von Nara.
Nicht weit entfernt liegt der Tempel Toshodai-ji (Google Maps), hier war ich nicht, also äußere ich mich nicht, aber du könntest ganz bequem von einem Tempel zum anderen laufen und so beide Besuche kombinieren. Der Eintritt kostet 1.000 Yen.
Der Hōryū-ji (Google Maps) ist einer der ältesten Tempel des Landes und zugleich das älteste noch existierende Holzgebäude der Welt, errichtet mit Holzverbindungen ohne Nägel. Auch hier war ich nicht, aber ich nehme an, dass es ein interessanter Besuch sein kann. Der Eintritt kostet 2.000 Yen.
Dafür war ich im Tempel Hase-dera (Google Maps), einer schönen Anlage, dank des nahe gelegenen Bahnhofs leicht zu erreichen (Google Maps). Der Eintritt kostet 500 Yen. Der Besuch lässt sich mit dem Weg Yamanobe-no-michi kombinieren, von dem ich weiter unten erzähle.

Tempel Hase-dera.
Der Tempel Murō-ji (Google Maps) liegt etwa eine Stunde vom Hase-dera entfernt, ich war aus Zeitgründen nicht dort, aber er ist bekannt für seine ruhige Waldumgebung und die alten Holzgebäude. Er wurde im 8. Jahrhundert gegründet und wird oft „Kōyasan der Frauen“ genannt, weil er historisch gläubigen Frauen Zutritt gewährte, als andere heilige Stätten das nicht erlaubten.
Vor allem wenn du einen Mietwagen hast, könntest du den Tanzan Jinja (Google Maps) und den Tempel Tsubosaka Dera (Google Maps) in Betracht ziehen; Letzterer ist der Tempel mit der riesigen Buddha-Statue, umgeben von Kirschbäumen. Ich war in keinem von beiden, aber ein Freund hat mir beide empfohlen.
Schließlich gibt es noch den Okunoin (Google Maps), einen der größten Friedhöfe Japans, mit über 200.000 Gräbern und Laternen, die einen etwa 2 km langen Weg säumen. Leider war ich auch hier nicht, aber er klingt nach einem wirklich faszinierenden Ort.

Der Weg Yamanobe-no-michi.
Weg Yamanobe-no-michi
Der Weg Yamanobe-no-michi gilt als die älteste Straße Japans und ist heute eine faszinierende Wanderung mitten in der ländlichen Landschaft rund um Nara. Zwischen Tempeln, blühenden Kirschbäumen, Reisfeldern und ohne andere Touristen war es eines der schönsten Erlebnisse meiner Reise durch Japan. Von Bahnhof (Google Maps) zu Bahnhof (Google Maps) sind es etwa 15 km ohne große Höhenunterschiede und damit für viele machbar. Die GPS-Spur findest du auf dieser Seite (All Trails). Ich habe von Bahnhof zu Bahnhof knapp fünf Stunden gebraucht, mit vielen Pausen und Lunchpaket, aber wenn du willst, gibt es entlang der Strecke mehrere Orte, wo du etwas essen kannst, wie das Cafe WaWa Tenri (Google Maps), das Cafe & Culture Tea House (Google Maps), das Yamanobenomichi hana mori (Google Maps) usw. Am Ende der Strecke gibt es ein Denkmal (Google Maps), das den symbolischen Ort der Ankunft des Buddhismus in Japan im 6. Jahrhundert markiert, ein Ereignis, das die Kultur und Religion des Landes tiefgreifend veränderte. Hier gibt es eine schöne Allee voller Kirschbäume, die abends von Laternen beleuchtet wird, sodass du es so einrichten könntest, am späten Nachmittag anzukommen, oder den Tempel Hase-dera besuchen (Google Maps), wie ich es gemacht habe, und auf dem Rückweg hier anhalten.
Der Weg Yamanobe-no-michi.
Yoshino
Yoshino in der Präfektur Nara ist ein Bergort, der für seine über 30.000 Kirschbäume berühmt ist, die die Landschaft im Frühling in ein einzigartiges Schauspiel verwandeln. Es versteht sich von selbst, dass die beste Zeit für einen Besuch in Yoshino, zugleich die überlaufenste, die der Kirschblüte ist. Ich war an einem Wochenende dort, und es waren riesige Mengen an Leuten da, aber ich finde, es lohnt sich trotzdem. Ich empfehle, am Nachmittag hinzukommen und bis zum Sonnenuntergang zu bleiben, wenn die Kirschbäume im Tal, vom goldenen Licht getroffen, eine surreale Landschaft erschaffen.

Yoshino.
Vom Bahnhof Yoshino (Google Maps) empfehle ich, zu Fuß hinaufzugehen, aber wenn du willst, gibt es einen Bus, der dich, soweit ich verstanden habe, bis zu diesem Punkt bringt (Google Maps), und auch eine ganz kurze Seilbahn (Google Maps), die den ersten Abschnitt des Aufstiegs abdeckt (anscheinend die älteste des Landes). Vorsicht, denn während der Kirschblüte muss man für den Bus ewig anstehen. Wie du dich auch entscheidest, ich empfehle, bis zur Hanayagura-Aussichtsplattform hinaufzusteigen (Google Maps). Es geht ziemlich viel bergauf, aber selbst ganz gemütlich solltest du vom Bahnhof nicht mehr als zwei Stunden brauchen. Unterwegs könntest du am Tempel Kinpusen-ji haltmachen (Google Maps). Wenn du keine Lust hast, bis zur eigentlichen Aussichtsplattform hinaufzusteigen, gibt es auf dem Weg noch andere schöne Ausblicke.

Yoshino.
Unterkünfte in Nara
Ich habe im Nara Deer Hostel übernachtet, hervorragende Lage nicht weit vom Bahnhof und vom wichtigsten Touristenbereich. Alles in allem kann ich es empfehlen.
Anreise nach Nara
Nara hat äußerst häufige Zugverbindungen sowohl nach Kyoto im Norden als auch nach Osaka im Westen. In beiden Fällen ungefähr eine Stunde. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weiterer nützlicher Informationen.

Allee voller Kirschbäume am Ende des Wegs Yamanobe-no-michi.
Kumano Kodo ist ein Netz alter Pilgerwege auf der Kii-Halbinsel (Google Maps), das seit über tausend Jahren genutzt wird, um die drei großen heiligen Schreine von Kumano zu erreichen. Die Wege führen durch Zedernwälder, über Bergpässe und durch kleine ländliche Dörfer. Historisch waren es spirituelle Wege von Kaisern, Mönchen und Pilgern, heute gehören sie neben dem Jakobsweg zu den wenigen Stätten der Welt, die wegen der Tradition der lebendigen Pilgerschaft als UNESCO-Welterbe anerkannt sind.
Es ist ein angenehmer Weg, vorausgesetzt, man hat die richtigen Erwartungen. Wenn du einen Weg mit atemberaubenden alpinen Landschaften erwartest, riskierst du, sehr enttäuscht zu werden. Wenn du dagegen ein überwiegend kulturelles Erlebnis mit einer ordentlichen Portion Bewegung willst, dann wird der Kumano Kodo zu einer interessanten Option.

Kumano Kodo.
Wie gesagt gibt es mehrere Wege (Karte), aber auch innerhalb der Hauptrouten gibt es mögliche Varianten, Abkürzungen usw. Davon abgesehen: Die beliebteste Variante ist der Nakahechi, etwa 70–100 km lang, der je nach Startpunkt normalerweise in 4–6 Tagen bewältigt wird.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den man berücksichtigen sollte, ist die Unterkunft: Obwohl es entlang der Strecke mehrere Guesthouses gibt, ist der Weg relativ beliebt geworden, und in der Hochsaison (Frühling und Herbst) sind die wenigen Betten Monate im Voraus ausgebucht. Ich habe versucht, gegen Ende März ein paar Buchungen zu machen, und viele der Guesthouses hatten bis Mai keinerlei Verfügbarkeit! Am Ende habe ich eine Hybridstrategie gewählt: Ich habe den ersten Abschnitt übersprungen, entlang des Wegs geschlafen, wo es etwas mehr Angebot gibt, und am Ende des Tages öffentliche Verkehrsmittel genommen, um woanders zu übernachten und am nächsten Morgen wieder auf den Weg zurückzukehren. Technisch gesehen könnte man auch zelten.
Um die Guesthouses entlang der Strecke zu buchen, ist das hier die Website der Wahl, die meisten Unterkünfte tauchen auf anderen Buchungsseiten gar nicht auf. Auf derselben Website werden auch komplette Pakete mit Unterkunft, Mahlzeiten, Bus, Gepäcktransport usw. usw. angeboten. Wenn du keine Budgetprobleme hast, sind sie auf jeden Fall eine interessante Option, allen anderen empfehle ich das „hybride“ System. Wenn du nur am Gepäcktransport interessiert bist, findest du hier den Link. Davon abgesehen bin ich die ganze Strecke gegangen und habe dabei meinen ganzen Rucksack (auf Italienisch, aber du kannst Untertitel einschalten) mitgeschleppt. Wenn du leicht genug reist, solltest du damit keine Probleme haben.

Kumano Kodo.
Route des Kumano Kodo Nakahechi
Der Knotenpunkt für alle, die die Nakahechi-Variante des Kumano Kodo gehen wollen, ist die Stadt Tanabe, die per Zug bequem mit dem Rest des Landes verbunden ist (Google Maps). Von Nara sind es etwa 3–4 Stunden. Hier habe ich im Buddha Guest House übernachtet, einem sehr traditionellen Guesthouse mit gastfreundlichem Besitzer und zentraler Lage. Empfehlenswert.
Auf dieser Seite findest du den „offiziellen Weg“, aufgeteilt in fünf Abschnitte mit Ankunft am Kumano Nachi Taisha (wo sich der Nachi-Wasserfall befindet) und einer Gesamtlänge von 70,7 km, Start in Takijiri, das man von Tanabe aus mit dem Bus erreicht. Dort ist das offizielle Besucherzentrum des Kumano Kodo (Google Maps), und falls du interessiert bist, kannst du dir das Heft holen, in dem du die Stempel der verschiedenen Tempel/Schreine sammeln kannst, die den Abschluss der Pilgerreise bestätigen. Das ist die offizielle Website der Busgesellschaft, die in der Region fährt, aber du könntest auch einfach Google Maps benutzen.

Kumano Kodo.
Wenn du in Takijiri startest, musst du die erste Nacht in Takahara oder Nakahechicho Chikatsuyu verbringen. Da ich kein Guesthouse mit freien Zimmern gefunden hatte, habe ich beschlossen, den ersten Abschnitt zu überspringen, und bin an dieser Bushaltestelle ausgestiegen (Google Maps), von wo aus ich in etwa fünf Stunden das J-Hoppers Kumano Yunomine Guesthouse erreicht habe, das du bequem online buchen kannst und das eine meiner Lieblingsunterkünfte auf der ganzen Japanreise ist. Auch wenn es offiziell nicht am offiziellen Weg liegt, ist es eine kurze Variante, die ich empfehle. Davon abgesehen wäre eine andere Option, bis Hongu durchzugehen und im Kumano Backpackers zu schlafen. Ich habe auch hier eine Nacht verbracht und bin am nächsten Tag bis Koguchi gelaufen (Google Maps), wo ich am Nachmittag den Bus nach Shingu genommen habe. Dort habe ich im Hanare übernachtet, weil alle Guesthouses in der Nähe des Weges ausgebucht waren. Wenn du dich entscheidest, es genauso zu machen, überleg dir, zwei Nächte zu buchen, damit du am nächsten Tag mit dem ersten Bus des Tages zurück nach Koguchi fahren kannst (und einen Großteil deines Gepäcks in Shingu lässt), den Weg bis zum Kumano Nachi Taisha beenden (Google Maps), ein paar obligatorische Fotos von der ikonischen Pagode machen (Google Maps), zum Nachi-Wasserfall hinuntergehen (Google Maps) und dann an dieser Stelle den Bus nach Shingu nehmen kannst (Google Maps).

Nachi-Wasserfall.
Ise ist keine besonders beliebte Station, aber wenn du wie ich Zeit hast, die klassischen Touristenrouten verlassen möchtest und die Fahrt nach Nagoya unterbrechen willst, ergibt es absolut Sinn, hier eine Nacht zu verbringen.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Ise
In Ise steht einer der wichtigsten Schreine Japans, gewidmet Amaterasu, der mythischen Urahnin der Kaiserfamilie. Seine zentrale Bedeutung rührt auch von der engen Verbindung zum Kaiser und von der Tradition her, ihn alle 20 Jahre neu aufzubauen. Der Schrein besteht aus zwei Hauptkomplexen, Naikū (Google Maps) und Gekū (Google Maps). Der erste, der zugleich der wichtigere der beiden ist, liegt etwas außerhalb der Stadt, aber es gibt einen praktischen Shuttlebus, der beide verbindet.

Futami-Okitama-Schrein.
Ein weiterer interessanter Ort ist der Futami-Okitama-Schrein (Google Maps), berühmt für die Meoto Iwa, zwei heilige, durch ein Seil verbundene Felsen, Symbol für Verbundenheit und Harmonie in der shintoistischen Tradition. Direkt am Meer gelegen, ist er einer der ikonischsten Orte der Gegend um Ise. Du kannst einfach den Zug bis zur Station Futamino-Ura nehmen (Google Maps). Die Uferpromenade ist hübsch und angenehm, ich war bei Sonnenuntergang dort und es war praktisch niemand da.
Unterkünfte in Ise
Ich habe im FOLK FOLK Hostel, Cafe & Bar geschlafen, weder gut noch schlecht. Wenn du eine günstige Option suchst, ist es gar nicht übel.
Anreise nach Ise
Vom Bahnhof Ise (Google Maps) gibt es häufige Verbindungen sowohl nach Shingu im Süden als auch nach Nagoya im Norden.
Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Schloss Nagoya.
Mit über zwei Millionen Einwohnern ist Nagoya nach Tokio, Yokohama und Osaka die viertgrößte Stadt Japans. Leider wurde ein Großteil der Stadt, darunter die meisten historischen Gebäude, bei den Luftangriffen von 1945 zerstört.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Nagoya
Nagoya ist kein besonders touristisches Ziel, und wie eben angedeutet ist nicht mehr viel Historisches zu sehen, aber je nach Interessen bietet es trotzdem mehr als nur ein paar interessante Attraktionen.
Das Schloss Nagoya
Das Schloss Nagoya (Google Maps) gehört sicher nicht zu den beeindruckendsten des Landes, und als wäre das nicht genug, ist der Hauptturm wegen Restaurierungsarbeiten mindestens bis 2028 für die Öffentlichkeit geschlossen. Man kann aber den Rest der Anlage besichtigen, einschließlich des Honmaru-Palasts (Google Maps), der kürzlich renoviert wurde und eine detailgetreue Rekonstruktion einer Zeremonialanlage aus der japanischen Feudalzeit ist, berühmt für die reich verzierten Innenräume mit Gemälden auf Schiebewänden und dem reichlichen Einsatz von Blattgold. Der Eintritt kostet 500 Yen.

Gemälde auf Schiebewänden.
SCMAGLEV and Railway Park
Der 2011 eröffnete SCMAGLEV and Railway Park (Google Maps) ist eines der wichtigsten Eisenbahnmuseen Japans. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs im Land nach, mit einer reichhaltigen Sammlung echter Züge: von historischen Dampflokomotiven über experimentelle Rekord-Shinkansen bis hin zu den neuesten Magnetschwebebahnen (Maglev). Das Ticket kostet 1.000 Yen und beinhaltet einen kostenlosen Audioguide (am besten bringst du eigene Kopfhörer mit). Auch WLAN gibt es. Das Museum bietet Shinkansen-Fahrsimulatoren, zahlreiche interaktive Bereiche für Kinder und ein kleines Kino, in dem kurze Dokumentarfilme laufen. Ich fand den Besuch interessant, vor allem wenn man bedenkt, an was für einem besonders regnerischen Tag ich mich dafür entschieden hatte.

SCMAGLEV and Railway Park.
Toyota Commemorative Museum of Industry and Technology
Das Toyota Commemorative Museum of Industry and Technology (Google Maps) ist ein interessantes Museum, aufgeteilt in zwei Pavillons: einen für die Textilindustrie, der die Anfänge von Toyota erzählt, und einen für das Automobil. Es gibt kostenlose Führungen auf Englisch um 14:00 Uhr für den Pavillon zur Textilindustrie und um 15:15 Uhr für den Automobilpavillon (offizielle Website zur Überprüfung der Zeiten), mit maximal 20 Teilnehmern und ohne Reservierungsmöglichkeit. Ich fand den Besuch angenehm; vor allem die Führung hilft, die ausgestellten Inhalte besser zu würdigen. Der Eintritt kostet 1.000 Yen.
Toyota Auto Museum
Das Toyota Automobile Museum (Google Maps) ist ein weiteres interessantes Museum von Toyota, diesmal ganz dem Automobil gewidmet. Der Eintritt kostet 1.200 Yen, und wenn du vorher eine E-Mail schickst, kannst du eine kostenlose Führung buchen. Die Sammlung ist wirklich beeindruckend und reicht von den ersten je gebauten Modellen bis zu modernen Autos. Das Museum zeichnet die globale Geschichte des Automobils und der Autokultur nach, mit rund 140 Fahrzeugen aus Japan, den Vereinigten Staaten und Europa, die die Entwicklung und Verbreitung der Motorisierung in den verschiedenen Ländern veranschaulichen. Der Besuch macht auch denen Spaß, die wie ich nicht besonders von Motoren begeistert sind.
Zum Abschluss: Toyota hat noch ein drittes Museum, das Kaikan Museum (Google Maps), in dem die neuesten Modelle und neuen Technologien der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ich war nicht selbst dort, kann also kein Urteil abgeben, aber es ist wahrscheinlich eine interessante Option, die man in Betracht ziehen kann.

Toyota Automobile Museum.
Korankei-Schlucht
Wenn du im Herbst in Nagoya bist, kannst du einen Ausflug in die Korankei-Schlucht in Betracht ziehen (Google Maps). Das ganze Tal ist mit Ahornbäumen bedeckt, die während der herbstlichen Laubfärbung ein besonders stimmungsvolles Schauspiel bieten. Da ich im Frühling in Nagoya war, habe ich sie nicht besucht, aber sie bleibt sicher eine hervorragende saisonale Option.
Inuyama
Auch in Inuyama war ich nicht, aber es wurde mir von einem Amerikaner empfohlen, den ich bei der Besichtigung des Schlosses Nagoya getroffen habe und der schon seit vielen Jahren in Japan lebt. Seiner Meinung nach ist es ein ideales Ziel für einen Tagesausflug mit Nagoya als Basis. Zu den wichtigsten Attraktionen gehört das Schloss Inuyama (Google Maps). Hier findest du einen interessanten Artikel.
Kiso-Tal
Zum Schluss: Je nach deiner Reiseroute kann es sinnvoll sein, das Kiso-Tal von Nagoya aus zu besuchen. Aus verschiedenen Gründen habe ich es lieber als nächste Station mit Basis in Matsumoto eingeplant, deshalb spreche ich weiter hinten im Reiseführer darüber, aber es bleibt trotzdem eine absolut gute Option, die du in Betracht ziehen solltest, wenn du in Nagoya bist.

Kiso-Tal.
Unterkünfte in Nagoya
Ich habe im 9h nine hours Nagoya station geschlafen, eine schöne, saubere und moderne Unterkunft. Empfehlenswert.
Anreise nach Nagoya
Nagoya hat sehr häufige Verbindungen nach Osaka, Kyoto, Nara, Ise und Shingu im Süden. Wenn du aus Osaka, Kyoto oder Nara kommst und im Vergleich zum Zugpreis sparen willst, gibt es Direktbusse, die du bei Willer buchen kannst. Richtung Norden gibt es natürlich häufige Verbindungen nach Tokio, und auch hier gilt: Wenn du sparen willst, sind die Highway-Busse günstiger als der Zug. Nagoya hat außerdem einen internationalen Flughafen mit mehreren Verbindungen in den Rest des Landes und darüber hinaus (Google Maps). Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Sensō-ji-Tempel, Tokio.
Planst du gerade deine Reise? Wenn du noch keine Versicherung abgeschlossen hast, findest du hier meinen Ratgeber zu den besten Reiseversicherungen. Wenn du sie über die Links in diesem Ratgeber abschließt, unterstützt du diese Website, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Tokio, die Hauptstadt Japans und mit über 37 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Ballungsraum der Welt, ist ein echtes Reiseziel im Reiseziel. Man kann hier problemlos auch ein paar Wochen verbringen, vor allem wenn man beliebte Ausflüge wie Nikko, Hakone und Kamakura dazunimmt.
Ich habe hier zehn Nächte verbracht und bin abgereist, ohne alles gesehen zu haben, was ich geplant hatte. Mein Rat ist daher derselbe wie für Kyoto: „Alles“ sehen zu wollen ist unmöglich. Besser, du akzeptierst das und genießt, was du schaffst, ohne Stress.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Tokio
Der Übersichtlichkeit halber teile ich diesen Abschnitt in geografische Gebiete innerhalb von Tokio auf, um die Wege zu optimieren und dem Folgenden eine logischere Reihenfolge zu geben. Es handelt sich natürlich um eine ganz persönliche Einteilung.

Sensō-ji-Tempel, gesehen vom Informationszentrum.
Nord-Tokio
Hier geht es grob um das Gebiet rund um den Bahnhof Ueno und den Bahnhof Asakusa. Ich empfehle, mit dem Ueno-Park zu beginnen (Google Maps). Hier gibt es mehrere Museen, die so ziemlich jeden Geschmack bedienen dürften. Ich war nur im Tokyo National Museum (Google Maps), dem ältesten und wichtigsten Museum Japans, mit einer riesigen Sammlung von Kunst und Fundstücken, die die Geschichte und Kultur des Landes erzählen. Der Eintritt kostet 1.000 Yen, aber man kann hier locker mindestens 2–3 Stunden verbringen. Persönlich fand ich es nicht besonders interessant, aber ich war schon über einen Monat in Japan unterwegs, daher hatte ich Artefakte, Porzellanstücke, Schwerter und Ähnliches schon ziemlich viele gesehen. Im Park gibt es außerdem einen kleinen Schrein (Google Maps).
Nach dem Besuch des Ueno-Parks empfehle ich, kurz auf dem Markt von Ameyoko vorbeizuschauen (Google Maps) und vielleicht hier zu Mittag zu essen. Von dort kannst du weiter nach Asakusa. Im Samurai Ninja Museum war ich nicht, aber wenn ich nach Tokio zurückkäme, würde ich dort auf jeden Fall vorbeischauen (Google Maps). Alternativ gehst du direkt zum ikonischen Sensō-ji-Tempel (Google Maps), der Eintritt ist frei. Ich empfehle dir sehr, auch das nahe gelegene Asakusa Culture Tourist Information Center zu besuchen (Google Maps). Auch hier ist der Eintritt frei, und vom obersten Stock hat man wunderschöne Aussichten sowohl auf den Tempel, der abends beleuchtet besonders stimmungsvoll ist, als auch auf den Tokyo Skytree (Google Maps).
Letzterer kann sicher eine Option sein, um abends einen Panoramablick über Tokio zu genießen, aber es gibt mindestens ein paar völlig kostenlose Alternativen, die weiter hinten im Reiseführer erwähnt werden. Ich empfehle, den Tag in Akihabara zu beenden (Google Maps), dem Viertel, das in Tokio für die Otaku-Kultur und Elektronik steht und berühmt ist für Technikläden, Anime, Manga, Videospiele und die typischen Maid-Cafés. Im Laufe des Tages könntest du, je nachdem, was du besuchst und was nicht (vielleicht interessierst du dich gar nicht für Museen), einen Spaziergang durch die Koishikawa-Korakuen-Gärten machen (Google Maps), einen der vielen typischen Gärten Tokios, der Eintritt kostet nur 300 Yen. Nicht weit von den Gärten liegt außerdem das Bunkyo City Office (Google Maps), das im 25. Stock eine völlig kostenlose Aussichtsplattform bietet. Am Wochenende geschlossen.

Akihabara.
Zentral-Tokio
Hier geht es um das Gebiet rund um den Hauptbahnhof von Tokio. Hier würden viele empfehlen, den Tag mit dem berüchtigten Fischmarkt Tsukiji zu beginnen (Google Maps), wo viele Restaurants ab 5:00 Uhr morgens geöffnet sind und superfrischen Fisch servieren. Schau ruhig mal vorbei, aber ich fand ihn persönlich extrem überlaufen, touristisch und teuer. Dafür haben mir die Hamarikyu-Gärten (Google Maps), die nicht weit entfernt liegen, sehr gut gefallen, besonders der Kontrast zu den angrenzenden Wolkenkratzern. Der Eintritt kostet 300 Yen. Von dort könntest du die Chuo-dori Avenue entlanggehen (Google Maps), die am Wochenende außerdem für den Verkehr gesperrt ist, in Richtung Tokyo International Forum (Google Maps). Auch ohne die Funktion als Raum für Ausstellungen, Konzerte und Konferenzen ist das Gebäude absolut sehenswert. Der Eintritt ist frei, die Architektur modern, aus Glas, Stahl und großen Räumen, die eine helle und futuristische Atmosphäre schaffen.

Fischmarkt Tsukiji.
Eine weitere mögliche kurze Station ist die Sukiyabashi Crossing (Google Maps), ein Fußgängerüberweg, der fast so überfüllt ist wie der in Shibuya, aber weniger bekannt. Die besten Aussichten hat man vom Einkaufszentrum GinzaNovo (Google Maps). Im sechsten Stock gibt es eine Lounge mit ganz ordentlicher Aussicht, alternativ kannst du auf die Dachterrasse gehen, wo man aber zu Recht verlangt, dass man etwas konsumiert. Von hier geht es weiter zum Kaiserpalast (Google Maps). Hier kannst du vor allem die Äußeren Gärten besichtigen (Google Maps), die der wichtigste für die Öffentlichkeit zugängliche Teil sind. Ich habe es nicht gemacht, spreche also nicht aus eigener Erfahrung, aber wenn du im Voraus reservierst, kannst du auch an einer Führung teilnehmen, die in einige Innenbereiche der Anlage führt, aber nicht das eigentliche Palastgebäude, das immer geschlossen bleibt. Hier findest du die offizielle Website. Nach dem Besuch des Kaiserpalastes empfehle ich, kurz beim Hie-Schrein vorbeizuschauen (Google Maps), wo es eine schöne Treppe voller Torii-Tore im Stil des Fushimi Inari Taisha gibt, wenn auch in deutlich kleinerem Maßstab.

Sukiyabashi Crossing.
West-Tokio
Hier geht es um das Gebiet rund um die Bahnhöfe Shinjuku und Shibuya. Ich empfehle, in Shibuya anzufangen, aber du kannst die Route auch problemlos in umgekehrter Reihenfolge gehen, wenn du es lieber abends besuchen möchtest. Shibuya ist eines der ikonischsten Viertel Tokios, berühmt für seinen überfüllten Fußgängerüberweg, die jugendliche Energie, die Neonlichter und das lebhafte Nachtleben. Wenn du den berühmten Fußgängerüberweg (Google Maps) von oben sehen willst, sind zwei völlig kostenlose Optionen der Gang, der den Bahnhof Shibuya (Google Maps) mit Shibuya Mark City verbindet (Google Maps), und das Einkaufszentrum Shibuya Hikarie (Google Maps), das im elften Stock eine kostenlose Aussichtsplattform hat (Google Maps). Wenn sie sehr voll ist, geh ein Stockwerk tiefer, die Aussicht ist praktisch identisch, aber mit deutlich weniger Leuten. Wenn es dir nichts ausmacht, 1.800 Yen auszugeben: Es gibt eine Rooftop-Bar buchstäblich über dem Fußgängerüberweg, die im Eintritt auch einen Drink enthält (Google Maps) (offizielle Website). Eine weitere Option ist der Starbucks auf der anderen Straßenseite (Google Maps).

Shibuya Crossing.
Nachdem du die Atmosphäre von Shibuya eine Weile genossen hast, empfehle ich, in Richtung Meiji-Jingu-Schrein zu laufen (Google Maps). Wenn du Lust hast, kannst du unterwegs im Einkaufszentrum Tokyu Plaza Omotesando haltmachen (Google Maps): Hier findest du die berühmten, mit Spiegeln verkleideten Rolltreppen und einen schönen Dachgarten. Zurück beim Schrein: Der Eintritt ist frei, aber wenn du den angrenzenden Park besichtigen willst, musst du 500 Yen zahlen. Ich bin nicht in den Park gegangen, aber ich glaube, es ist der klassische Garten im japanischen Stil. Dafür war ich im nahe gelegenen Shinjuku Gyoen National Garden (Google Maps). Auch hier kostet der Eintritt 500 Yen, es gibt einen klassischen japanischen Garten und ein Gewächshaus mit tropischen Pflanzen, meiner Meinung nach weder gut noch schlecht.

Tokyo Metropolitan Government Building.
Geh dann weiter zum Tokyo Metropolitan Government Building (Google Maps), das nur von Montag bis Freitag bis 18:45 Uhr geöffnet ist, richte dich also danach. Im 45. Stock gibt es eine völlig kostenlose Aussichtsplattform mit wunderschönem Blick auf die Stadt und, wenn das Wetter mitspielt, sogar auf den Fuji in der Ferne. Bleib nach dem Besuch auf dem Vorplatz des Gebäudes stehen, um die Projektion eines Kurzfilms auf die Fassade des Gebäudes zu sehen. Die Show namens Tokyo Night & Light ist völlig kostenlos und buchstäblich ein Weltrekord (deshalb empfehle ich, morgens nach Shibuya und abends nach Shinjuku zu gehen). Das ist die offizielle Website mit dem Programm der Shows. Zum Abschluss des Tages empfehle ich, durch die Gassen von Omoide Yokocho zu schlendern (Google Maps), bekannt für die kleinen Izakayas und Yakitori-Stände, die eine nostalgische und authentische Atmosphäre des Tokios der Nachkriegszeit bieten.

Blick vom Tokyo Metropolitan Government Building.
Süd-Tokio
Ich empfehle, den Tag mit dem ikonischen teamLab Planets zu beginnen (Google Maps), einem immersiven Museum für digitale Kunst, in dem man barfuß zwischen interaktiven Installationen aus Licht, Wasser und Spiegeln läuft. Der Eintritt ist nicht billig, aber ich persönlich finde, er lohnt sich. Ich empfehle, den ersten Slot am Morgen zu buchen, um den Menschenmassen so gut wie möglich zu entgehen. Nach dem Besuch kannst du kurz beim Hauptsitz von Fuji vorbeischauen (Google Maps). Das Gebäude selbst ist sehr interessant, und für 800 Yen kommt man auf die Aussichtsplattform in der riesigen Kugel, von der aus man fantastische Aussichten auf die Stadt auf der anderen Seite der Bucht hat. Alternativ könntest du einfach an der Uferpromenade entlanggehen, wo es eine völlig kostenlose Plattform gibt (Google Maps).

TeamLab Planets.
Von hier aus könntest du, wenn du magst, den Sengakuji-Tempel besuchen (Google Maps), in dem die Gräber der legendären 47 Ronin liegen (Google Maps), und ein kleines Museum. Wenn du die Geschichte nicht kennst, schau dir dieses Video an. 300 Yen für die Gräber und weitere 500 Yen für das Museum. Alternativ gehst du direkt zum Zojo-ji-Tempel (Google Maps), der Eintritt ist völlig frei, auf der Rückseite gibt es außerdem ein interessantes Mausoleum (Google Maps), ein hübscher Tempel und ein schöner Kontrast zum Tokyo Tower (Google Maps) im Hintergrund. Dieser ist mit seinen 333 Metern Höhe 3 Meter höher als sein Vorbild, der Eiffelturm. Als Symbol für den Wiederaufstieg Japans zur großen Wirtschaftsmacht nach dem Krieg war der Tokyo Tower von seiner Fertigstellung 1958 bis 2012, als ihn der Tokyo Skytree übertraf, das höchste Bauwerk des Landes. Ich bin nicht hinaufgestiegen, aber natürlich ist es eine Option, es kostet 1.500 Yen. Das ikonische Foto mit den Treppen kannst du an dieser Stelle machen (Google Maps), im Grunde ist es die Einfahrt zur Tiefgarage.

Zojo-ji-Tempel.
Weitere Ziele in Tokio
Hier liste ich einige Ziele auf, die etwas umständlicher zu erreichen sind, sich mit anderen Attraktionen in der Stadt kombinieren lassen oder einfach Nischenziele sind und für die meisten Reisenden nicht relevant.
Das Ghibli Museum (Google Maps) ist ein Muss für Fans der Studio-Ghibli-Filme, während es für Leute, die dessen Werke nicht kennen, weniger interessant sein kann. Das Museum bietet ein immersives Erlebnis mit Ausstellungen und Kulissen, die von den Filmen des Studios inspiriert sind. Die Tickets kommen am 10. des Monats vor dem Besuchsmonat in den Verkauf (zum Beispiel erscheinen die für Mai am 10. April) und sind innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Ich habe aufgegeben, aber meine Schwester und ihr Mann haben es geschafft, welche zu buchen, indem sie sich mitten in der Nacht mit drei verschiedenen Geräten eingeloggt haben. Kurz gesagt: Wenn es dich interessiert, ist es entscheidend, rechtzeitig zu planen.

Die Kiyosumi-Gärten.
Die Kiyosumi-Gärten (Google Maps) liegen nah am Zentrum, aber „weit“ von den anderen wichtigen Touristenzielen entfernt. Damit das klar ist: nichts, was man unbedingt gesehen haben muss, klassische Gärten im japanischen Stil, aber wenn du in der Gegend bist, empfehle ich sie. Ich war dort, um die Zeit bis zur Abenddämmerung zu überbrücken, denn nicht weit entfernt liegt die Eitai-Brücke (Google Maps), von wo aus man das ikonische Foto mit den Lichtspuren der Boote und den Wolkenkratzern im Hintergrund machen kann, das du hier unten siehst.
Der Ashikaga Flower Park (Google Maps) liegt ein paar Stunden außerhalb der Stadt. Ich war nicht dort, aber es ist ein Blumenpark, der vor allem für die spektakulären Glyzinien berühmt ist, mit Tunneln und beleuchteten Bäumen, die sehr eindrucksvolle Kulissen schaffen, vor allem im Frühling und während der nächtlichen Beleuchtung.
Hinweis: Die folgenden Ziele sind alle Ausflüge ins Umland: Plane sie wenn möglich unter der Woche, um den Wochenend-Exodus aus Tokio zu vermeiden.

Tokyo International Forum.
Nikko
Nikko gehört zweifellos zu den beliebtesten Ausflügen. Es ist eine historische Bergstadt nördlich von Tokio, berühmt für ihre Schreine und Tempel, UNESCO-Welterbe, und von viel Natur umgeben, darunter Wasserfälle, Wälder und der Chuzenji-See. Wenn du sie als Tagesausflug besuchst, empfehle ich, den Limited Express zu nehmen, der in etwa zwei Stunden zum Bahnhof Tōbu-nikkō fährt (Google Maps). Ich bin in Asakusa eingestiegen (Google Maps). Vom Bahnhof aus kannst du problemlos zu Fuß zu den verschiedenen Tempeln weitergehen. Ich war auch im Shōyō-en-Garten (Google Maps), einem klassischen Garten im japanischen Stil, wahrscheinlich im Herbst noch schöner. Je nachdem, was du besichtigen willst, lohnt es sich, das Kombiticket in Betracht zu ziehen, das auch den Rinnōji-Tempel (Google Maps), den Taiyuin-Tempel (Google Maps) und das Museum (Google Maps) für 1.000 Yen einschließt.

Nikko Futarasan.
Der Nikkō-Tōshōgū-Schrein (Google Maps) ist im Allgemeinen die berühmteste Attraktion der Gegend. Er ist wahrscheinlich die reichste und am prächtigsten verzierte shintoistische Anlage Japans, erbaut als Mausoleum von Tokugawa Ieyasu, dem Shogun, der das Land einte. Ich bin nicht einmal hineingegangen, denn wegen der Golden Week gab es eine endlose Schlange am Eingang, und ich verbrachte den Tag mit einem Freund, der aufs Budget achtete (der Eintritt kostet 1.600 Yen), also haben wir uns entschieden, den nicht weit entfernten Schrein Nikko Futarasan zu besuchen (Google Maps). Der Eintritt kostet 300 Yen, ehrlich gesagt nichts Besonderes. Danach sind wir hinunter zum Kanmangafuchi gegangen (Google Maps), wo am Fluss entlang wirklich malerische, moosbewachsene Statuen stehen.

Kanmangafuchi.
Von hier aus wollten wir eigentlich den Bus zum Kegon-Wasserfall nehmen (Google Maps), aber es gab eine endlose Schlange für den Bus, und die Autos krochen im Schritttempo über die Hauptstraße (Golden Week!!), also haben wir es lieber gelassen und sind zum Choji-Wasserfall (Google Maps) und zum Kirifuri-Wasserfall gelaufen (Google Maps), nicht gerade die beeindruckendsten Wasserfälle, die ich je gesehen habe, aber wenigstens war praktisch niemand da. An einem normalen Tag lohnt es sich meiner Meinung nach, zum Hauptwasserfall zu gehen, und falls du ein paar Tage bleibst, könntest du den Aufstieg auf den Berg Nantai in Betracht ziehen (Google Maps) (All Trails) für spektakuläre Aussichten auf den Chuzenji-See.
Kamakura
Nur eine Zugstunde von Tokio entfernt liegt Kamakura, das von 1185 bis 1333 kurz die Hauptstadt Japans war, bevor die Macht nach Kyoto zurückkehrte. Im Lauf der Jahrhunderte hat es sich zu einem der wichtigsten spirituellen Zentren Japans entwickelt und ist Ziel von Pilgerreisen. Wenn du aus Tokio kommst, empfehle ich, am Bahnhof Kita-Kamakura auszusteigen (Google Maps) und diesen kurzen, sehr angenehmen „Wanderweg“ zu Fuß zu gehen, den du auf AllTrails findest. Entlang der Strecke liegen eine Reihe von Tempeln und Schreinen: Jōchi-ji (Google Maps), Kuzuharaoka (Google Maps), Zeniarai Benten (Google Maps), Sasuke Inari (Google Maps) und schließlich der große Buddha von Kamakura (Google Maps) im Kotoku-in-Tempel. Hier verlangen sie 300 Yen Eintritt.

Der große Buddha von Kamakura.
Falls du von Tempeln und Schreinen noch nicht genug hast, liegt nicht weit entfernt der Hase-dera (Google Maps), sehr hübsch, mit zahlreichen Gebäuden auf mehreren Ebenen. Schließlich gibt es noch den Tsurugaoka-Hachiman-gu-Schrein (Google Maps). Wenn du keine Lust auf den oben erwähnten kurzen Wanderweg hast, empfehle ich, deinen Besuch in Kamakura genau hier zu beginnen, indem du am Hauptbahnhof aussteigst (Google Maps), und dann vielleicht den großen Buddha anzusehen. In jedem Fall ist der Eintritt hier völlig frei, auf dem Gelände gibt es ein kleines kostenpflichtiges Kunstmuseum (Google Maps). Ich war nicht drin, deshalb äußere ich mich nicht dazu. Zum Schluss: Am Strand von Kamakura (Google Maps) kann man auch surfen, oder du könntest je nach Jahreszeit einfach kurz baden gehen.

Strand von Kamakura.
Hakone
Hakone, weniger als hundert Kilometer von Tokio entfernt, ist ein weiteres beliebtes Ziel für einen Ausflug ins Umland. Berühmt vor allem für die heißen Quellen und den Blick auf den nahen Fuji über den Ashinoko-See. Ich habe Hakone während der Golden Week besucht, nachdem ich den Vormittag in Kamakura verbracht hatte. Zwischen später Abfahrt, verspäteten Bussen und Staus auf dem Weg habe ich etwa zwei Stunden in Hakone verbracht, deshalb konnte ich dort nicht viel unternehmen. Davon abgesehen: Wenn du aus Tokio kommst, nimm den ersten direkten Zug zum Bahnhof Odawara (Google Maps), von dort fahren alle Busse nach Hakone. Wenn du einfach die Gegend um den See erkunden willst, nimm einen Bus bis zu dieser Haltestelle (Google Maps). Auf der anderen Straßenseite liegt das Narukawa Art Museum (Google Maps), nicht gerade meine Art von Museum, deshalb bin ich nicht hineingegangen, aber viele empfehlen es, besonders wegen der Aussicht auf den See vom museumseigenen Café aus.

Der Fuji, gesehen von Hakone.
Wenn du willst, gibt es nicht weit entfernt einen völlig kostenlosen Park, der schöne Aussichten auf den See und, wenn das Wetter mitspielt, den Fuji bietet (Google Maps). Ich bin einfach bis zum ikonischen Torii-Tor auf der anderen Seite des Sees gelaufen (Google Maps) und zum nahe gelegenen Schrein (Google Maps), bin zurückgegangen, habe mir den Sonnenuntergang angeschaut und bin dann in den Bus zum Bahnhof Odawara gestiegen. Wenn du am Vormittag in Hakone ankommst oder vielleicht sogar beschließt, dort zu übernachten, überleg dir, das Hakone Open-Air Museum zu besuchen (Google Maps), in die heißen Quellen zu gehen (hier findest du eine Liste der verschiedenen Einrichtungen) oder vielleicht auf den Gipfel des Komagatake zu fahren (Google Maps) mit der malerischen Seilbahn (Google Maps). Wenn du willst, kannst du auch zu Fuß hinaufsteigen (All Trails). Wenn du vorhast, die Seilbahn zu nehmen oder jedenfalls mindestens ein paar Tage in Hakone zu verbringen, schau dir den Hakone Freepass an, der unter anderem auch einen Rabatt auf den Zug von Shinjuku nach Hakone enthält.
Yokohama
Zum Abschluss dieses langen Abschnitts über Tokio und Umgebung kannst du einen Besuch in Yokohama in Betracht ziehen. Einst ein ruhiges Fischerdorf, wurde es 1859 nach dem Ende der Abschottung Japans für den Außenhandel geöffnet und entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Tore für den internationalen Handel, vor allem während der Meiji-Zeit. Ich habe es nicht persönlich besucht, aber diese Geschichte hat interessante Architektur aus dieser Zeit hinterlassen, neben den modernen Gebäuden, die heute die Uferpromenade prägen, sowie die größte und berühmteste Chinatown Japans (Google Maps).

Tokyo Tower.
Unterkünfte in Tokio
Ich habe fast eine Woche im Hotel Plus Hostel TOKYO ASAKUSA 1 verbracht, super Preis-Leistungs-Verhältnis und eine tolle Lage, nur ein paar Schritte vom Bahnhof Asakusa entfernt. Sauna und traditionelle Bäder sind das Sahnehäubchen. Ein paar Nächte war ich auch im Hotel Tomariya Ueno, weder gut noch schlecht, nur ein paar Schritte vom Bahnhof Ueno entfernt.
Anreise nach Tokio
Tokio hat jede Menge Direktverbindungen in den Rest des Landes: Mit dem Shinkansen kommt man in nur 5 Stunden nach Fukuoka im Süden und nach Hakodate im Norden! Natürlich gibt es auch jede Menge Busverbindungen und die beiden verkehrsreichsten Flughäfen des Landes: Narita (Google Maps), der etwa eine Stunde außerhalb der Stadt liegt, und Haneda (Google Maps), viel näher am Zentrum, der aber vor allem den Inlandsverkehr abwickelt. Falls du aus irgendeinem Grund in der Nähe des Flughafens übernachten musst: Das Toyoko Inn Narita Airport Shinkan ist nett und nicht zu teuer, mit häufigen Shuttlebussen von und zum Flughafen. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Hie-Schrein.
Die Fünf-Seen-Region liegt am Fuß des Fuji und besteht aus fünf Seen. Sie ist berühmt für ihre spektakulären Ausblicke auf den Vulkan und für Aktivitäten im Freien.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in der Fünf-Seen-Region
Vorweg: Ich habe sechs Nächte in der Gegend verbracht und den Fuji nur selten gesehen. Wenn du also vorhast, nur eine Nacht dort zu bleiben, musst du damit rechnen, dass das Wetter nicht mitspielt. Nach dieser kleinen Anmerkung: Je nach Interessen gibt es rund um die fünf Seen jede Menge Aktivitäten und mögliche Ziele. Je nachdem, was du vorhast, kann es sinnvoll sein, den Ein- oder Zweitagespass zu kaufen, mit dem du die Lokalbusse unbegrenzt nutzen kannst. Alle Infos dazu findest du auf dieser Seite.

Berg Fuji.
Berg Ashiwada und Aussichtspunkt Sankodai
Diese Wanderung kannst du bequem in Kawaguchiko beginnen und dann zu Fuß fortsetzen. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, zum Beispiel den Gipfel des Ashiwada (Google Maps) und den Aussichtspunkt Sankodai (Google Maps) mit herrlichem Blick auf den Fuji, den Kawaguchi-See und den Saiko-See. Die Route ist weniger als 10 km lang und hat etwa 500 Höhenmeter, also für viele machbar. Der Weg ist gut gepflegt, und man kann ihm leicht folgen. Den GPS-Track findest du auf dieser Seite (All Trails). Für mich war es ein richtig schöner Vormittag: Ich bin nur einer Gruppe von Schülern begegnet. Wenn du Ruhe und schöne Ausblicke auf den Fuji suchst, ist das eine ausgezeichnete Wahl, sofern das Wetter mitspielt.

Narusawa Ice Cave.
Narusawa Ice Cave, Fugaku Wind Cave, Aokigahara-Wald und Fuji Yurari Hot Spring
Am Ende des gerade beschriebenen Wegs, im Grunde auf der anderen Straßenseite, liegt die Narusawa Ice Cave (Google Maps). Der Eintritt kostet nur 300 Yen, aber meiner Meinung nach ist sie absoluter Mist: Der begehbare Teil ist wirklich winzig, es gibt ein paar Eisblöcke und sonst nichts, sehr enttäuschend. So sehr, dass ich, statt auch die nahe gelegene Fugaku Wind Cave (Google Maps) mit ähnlichen Bewertungen zu besichtigen, den ersten Bus zurück nach Kawaguchiko genommen habe. Eine interessantere Option könnte dagegen der Aokigahara-Wald sein (Google Maps), auch als Selbstmordwald bekannt und berühmt für seine stimmungsvolle Landschaft aus Wurzeln, Moos und Stille. Ich war nicht dort, aber ein Freund hat mir erzählt, dass es gar nicht schlecht ist. Eine weitere Option könnten die Fuji Yurari Hot Spring sein (Google Maps). An dem Tag, an dem ich in der Gegend war, war es warm, daher hatte ich keine Lust darauf, aber an einem kalten Tag oder vielleicht einfach abends könntest du hier haltmachen, bevor du nach Kawaguchiko zurückfährst.

Chureito-Pagode.
Chureito-Pagode
Die Chureito-Pagode (Google Maps) ist vielleicht einer der ikonischsten Orte Japans überhaupt, zumindest unter Fotobegeisterten. Für mich war es eine der eindrucksvollsten Aussichten all meiner Reisen. Ich empfehle dir dringend, bei Sonnenaufgang herzukommen, um den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. Wenn du nicht nah genug wohnst, um zu Fuß zu gehen, bleibt leider nur das Taxi, weil die öffentlichen Verkehrsmittel zu spät anfangen zu fahren. Trotzdem ist es absolut keine Tragödie, nicht zum Sonnenaufgang zu kommen, und auch wenn es voller ist, bleibt der Sonnenuntergang eine ausgezeichnete Option. Der nächstgelegene Bahnhof ist Shimoyoshida Station (Google Maps), von dort geht es in etwa 10 Minuten hinauf zur Pagode.
Fujiyoshida Street
Die Fujiyoshida Street (Google Maps) ist die berühmte Straße, die sich perfekt mit dem Fuji im Hintergrund ausrichtet. Sie ist ein sehr beliebter Fotospot, vor allem mit einem Teleobjektiv, um den klassischen Effekt der perspektivischen Verdichtung zu erzielen. Trotzdem ist und bleibt es eine stark befahrene Straße: Verhalte dich nicht leichtsinnig, nur für ein Foto. Bleib nicht mitten auf der Fahrbahn stehen und halte dich an die Anweisungen vor Ort; nicht umsonst gibt es Schilder, die Touristen bitten, nicht auf der Straße stehen zu bleiben. Wenn du die Chureito-Pagode bei Sonnenaufgang besuchst, ist mein Tipp, direkt danach hierherzukommen, wenn das Licht noch günstig ist und wenig Verkehr herrscht.

Fujiyoshida Street.
Berg Mitsutoge
Der Mitsutoge (Google Maps) bietet einen der besten Aussichtspunkte auf den Fuji. Mit etwa 1.200 Höhenmetern ist es eine anspruchsvollere Wanderung als die zuvor beschriebene, aber trotzdem für viele machbar. Ich empfehle, dieser Route zu folgen (All Trails) und am Bahnhof Mitsutōge (Google Maps) zu starten. Knapp unterhalb des Gipfels gibt es auch eine Hütte (Google Maps), in der du, wenn du willst, sogar übernachten kannst, aber auf jeden Fall kannst du dort nach dem Aufstieg etwas essen oder trinken. Eine interessante Variante zu dem auf All Trails beschriebenen Weg wäre, für den Sonnenuntergang in Richtung Chureito-Pagode abzusteigen und an dieser Stelle den Weg zu wechseln (Google Maps). Wer sich nicht zu sehr anstrengen will, kann die Route auch umgekehrt gehen und sich einen Teil der Höhenmeter sparen, indem er die Mt. Fuji Panorama Ropeway nimmt (Google Maps). In der Nähe der Bergstation gibt es auch die ikonische Schaukel (Google Maps). Von dort könntest du bis zu dem Weg weitergehen, der zur Chureito-Pagode führt, oder auch schon früher haltmachen und auf demselben Weg zurückgehen. Kurz gesagt: Je nachdem, wie viel Lust du aufs Wandern hast, kannst du dir deine Route nach Maß zusammenstellen.
Kawaguchiko-See, Saiko-See und das Dorf Saiko Iyashi-no-Sato Nemba
Der Oishi Park (Google Maps) am Ufer des Kawaguchiko-Sees ist vor allem im Frühling beliebt, wenn es jede Menge Blumen gibt. Trotzdem bietet das ganze Nordufer des Sees ausgezeichnete Ausblicke auf den Fuji, besonders bei Sonnenuntergang. Ich bin mit dem Bus hingefahren, aber du könntest dir auch ein Fahrrad mieten und den ganzen See umrunden. Dann könnten die ganz Motivierten bis zum Saiko-See weiterfahren, wo es das Dorf Saiko Iyashi-no-Sato Nemba gibt (Google Maps), die Nachbildung eines traditionellen japanischen Dorfs. Ich war nicht dort, aber es dürfte ähnlich sein wie Oshino Hakkai, über das ich weiter unten schreibe.

Nordufer des Sees Kawaguchiko.
Berg Fuji
Natürlich kann man auch auf den Gipfel des Fuji steigen, den höchsten Berg Japans. Ich hatte leider keine Gelegenheit dazu, denn im Mai ist es noch zu früh, um es als einfaches Trekking zu betrachten: Schnee und Eis sind noch ein erhebliches Risiko. Die offizielle Saison geht nämlich etwa von Juli bis Mitte September. Der beliebteste Weg ist der Yoshida-Weg, für den es heute wegen der hohen Besucherzahl ein Limit bei den Genehmigungen gibt und den du deshalb rechtzeitig buchen musst. Es gibt aber auch andere, weniger überlaufene Wege, ohne eine echte Obergrenze für den Zutritt, für die man sich aber trotzdem registrieren und eine Eintrittsgebühr zahlen muss. Für mehr Infos schau dir die offizielle Website an.
Fuji Motosuko Resort
Wenn du schon einmal Fotos von blühenden Feldern mit dem Fuji im Hintergrund gesehen hast, ist das Fuji Motosuko Resort (Google Maps) sehr wahrscheinlich der Ort, um den es geht. Hier findet das Fuji Shibazakura Festival statt, ein Frühlingsevent am Fuß des Fuji, bei dem weite Blumenflächen einen bunten Teppich von Rosa bis Violett bilden, in der Regel zwischen April und Mai. Ich war nicht dort, zum einen weil der Höhepunkt der Blüte schon vorbei war, zum anderen weil es ohne Auto etwas umständlich zu erreichen ist. Es gibt aber einen Shuttlebus ab Kawaguchiko, der Fahrschein kostet allerdings etwa 2.400 Yen. Wenn du interessiert bist, kannst du auf der offiziellen Website sowohl den Bus als auch den Eintritt buchen.
Oshino Hakkai
Oshino Hakkai (Google Maps) ist ein beliebtes Touristenziel aus 8 kleinen Teichen mit Quellwasser vom Fuji, die zwischen dem Kawaguchiko-See und dem Yamanakako-See liegen. Hier gibt es die Nachbildung eines traditionellen japanischen Dorfs mit dem Fuji im Rücken. Auch wenn es absolut fotogen ist, fand ich es sehr touristisch und relativ überlaufen, obwohl ich frühmorgens dort war; ich möchte mir lieber nicht vorstellen, wie es tagsüber aussieht. Ich glaube, dass man Besseres unternehmen kann. Wenn du trotzdem hingehst, empfehle ich, den Besuch mit dem Schrein Kitaguchi Hongu Fuji Sengen zu verbinden (Google Maps), der auf dem Weg liegt.

Oshino Hakkai.
Motosu-See und Shōji-See
Von den fünf Seen sind diese beiden mit öffentlichen Verkehrsmitteln eindeutig am umständlichsten zu besuchen. Ich habe persönlich darauf verzichtet, aber wenn du entschlossener bist als ich: Am Motosu-See gibt es einen ganz besonderen Aussichtspunkt, nämlich den Blickwinkel, der für das Foto auf den alten Tausend-Yen-Scheinen verwendet wurde (Google Maps), während es am Shōji-See diese Aussichtsplattform gibt (Google Maps), die du am Ende dieses Wegs erreichst (All Trails).
Unterkünfte in der Fünf-Seen-Region
Auch wenn die Fünf-Seen-Region sehr weitläufig ist, nutzen die meisten Reisenden entweder Fujiyoshida oder Kawaguchiko als Basis. Vor allem wenn du öffentliche Verkehrsmittel nutzen willst, sind das die beiden Optionen, die „am meisten Sinn“ ergeben. Ich habe ein paar Nächte im Mt Fuji Hostel Michael’s verbracht, ein gutes Hostel, die Räume sind etwas beengt, aber insgesamt ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine unschlagbare Lage für alle, die den Sonnenaufgang an der Chureito-Pagode sehen wollen. Danach habe ich ein paar Nächte im K’s House MtFuji verbracht, zentralere Lage, nur ein paar Schritte vom See entfernt, schöne und geräumige Gemeinschaftsbereiche, objektiv gesehen eine komfortablere Unterkunft.
Anreise in die Fünf-Seen-Region
Auch wenn man technisch gesehen mit dem Zug von Tokio anreisen kann, ist der Bus nicht nur günstiger, sondern auch schneller. Den Highway Bus kannst du auf dieser Website buchen. Es handelt sich um die Linie Tokio – Yamanashi. Je nachdem, wo du übernachten willst, dürften die beiden Zielbahnhöfe für die meisten Kawaguchiko Station (Google Maps) oder Fujisan Station (Google Maps) sein, aber es gibt auch weitere Haltestellen, die vollständige Liste findest du unter dem Link. Besonders in der Hochsaison empfehle ich, den Bus mindestens ein paar Tage im Voraus zu buchen. Alternativ kannst du den Zug ab Tokyo Station oder Shinjuku Station in Richtung Otsuki Station nehmen (Google Maps). Von dort gibt es dann Verbindungen nach Mt.Fuji Station (Google Maps) und Kawaguchiko Station (Google Maps). Zum Schluss könntest du je nach Reiseroute den Nachtbus in Betracht ziehen, der die Fünf-Seen-Region mit Osaka und Kyoto verbindet. Es gibt nur eine Abfahrt pro Tag, deshalb ist es ratsam, vorher zu buchen, hier ist die offizielle Website. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Tokio.
Das Yatsugatake-Gebirge ist eine Bergkette zwischen Nagano und Yamanashi, die für ihre aussichtsreichen Trekkingrouten, die relativ gut erreichbaren Gipfel und die alpinen Landschaften geschätzt wird, die an die europäischen Alpen erinnern. Bei meinem Besuch lag in der Höhe allerdings noch viel Schnee, deshalb bin ich lieber weiter nach Matsumoto gefahren. Besonders empfohlen wurde mir der Aufstieg auf den Berg Akadake (Google Maps), sowohl von einem Freund als auch von einem jungen Einheimischen, den ich auf dem Kumano Kodo kennengelernt habe. Allerdings ist der letzte Abschnitt ziemlich technisch, mit Ketten und ausgesetzten Passagen: Anfang Mai, mit noch vorhandenem Schnee und Eis, habe ich lieber darauf verzichtet. Die beliebteste Route scheint die zu sein, die auch den Gipfel des Yokodake und den Iodake mitnimmt, wie auf dieser Seite beschrieben (All Trails). Du könntest auch in den Yatsugatake Honzawa Hot Spring übernachten (Google Maps), denn auf 2.150 Metern sind das die höchstgelegenen natürlichen heißen Quellen Japans.
Anreise ins Yatsugatake-Gebirge
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Knotenpunkt der Bahnhof Chino (Google Maps), von dort fahren direkte Busse zum Parkplatz, an dem der zuvor beschriebene Wanderweg beginnt (Google Maps).

Die Nakasendō-Straße.
Matsumoto ist eine historische Stadt, berühmt für ihre wunderschöne schwarze Burg, eine der am besten erhaltenen Japans, und für die ruhige Atmosphäre mit Blick auf die Japanischen Alpen.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Matsumoto
Wie angekündigt ist die Attraktion Nummer eins in Matsumoto selbst die Burg (Google Maps), es gibt kostenlose Führungen durch die Burg von 10:00 bis 15:00 Uhr. Sie wollen absolut kein Geld, es steht ausdrücklich da, dass sie keine Trinkgelder annehmen. Ich habe mich darauf beschränkt, die Burg von außen zu umrunden, weil meine Zeit buchstäblich knapp bemessen war, aber es kann sicher eine schöne Art sein, ein paar Stunden zu verbringen. Eine weitere Attraktion in der Nähe, die oft empfohlen wird, ist der Yōhashira-jinja-Schrein (Google Maps). Trotzdem eignet sich die Stadt auch hervorragend als Basis, um sowohl die Japanischen Alpen (Kamikōchi) als auch das Kiso-Tal zu erkunden.

Burg Matsumoto.
Das Kiso-Tal war eines meiner Lieblingsziele in Japan. Es ist ein historisches Tal, das von der alten Nakasendō-Straße durchquert wird und für seine perfekt erhaltenen Poststationsdörfer berühmt ist, die die Atmosphäre des Japans der Edo-Zeit wieder aufleben lassen. Ich habe es als Tagesausflug ab Matsumoto besucht, aber wenn du willst, kannst du dort auch übernachten. Wie weiter oben im Reiseführer erwähnt, kann man das Kiso-Tal auch von Nagoya aus erreichen, und je nach Reiseroute kann das logistisch die bequemste Lösung sein, vor allem wenn du danach für den Rückflug wieder nach Tokio zurückmusst.

Magome.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Kiso-Tal
Wenn du ab Matsumoto startest und das Kiso-Tal als Tagesausflug besuchst, empfehle ich dir folgende Organisation: den ersten verfügbaren Zug zum Bahnhof Nagiso nehmen (Google Maps). Zum Zeitpunkt des Schreibens ist das der Zug um 7:42 Uhr mit Ankunft um 10:02 Uhr. Der Busbahnhof (Google Maps) liegt buchstäblich neben dem Bahnhof, und von dort fährt um 10:10 Uhr ein Minibus nach Magome (Google Maps). Wichtig: Sowohl am Bahnhof Nagiso als auch im Minibus kannst du nicht mit IC-Karte bezahlen, stell also sicher, dass du genug Bargeld dabeihast.
Gut, sobald du in Magome angekommen bist, empfehle ich dir, bis nach Tsumago zu wandern und dabei der Route zu folgen, die auf dieser Seite beschrieben ist (All Trails), ein Abschnitt der alten Nakasendō-Straße. Ich habe in diesem Restaurant zu Mittag gegessen, das etwa auf halber Strecke liegt (Google Maps). Von dort führt der Weg hinab in das Dorf Tsumago Juku (Google Maps), das von vielen als das am besten erhaltene des Tals angesehen wird. Von dort bin ich zu Fuß weiter bis zum Bahnhof Nagiso gegangen (alternativ kannst du einen Bus nehmen) und habe dann den ersten Zug nach Narai genommen (Google Maps), einem weiteren Poststationsdorf im Kiso-Tal.
Ich bin am späten Nachmittag angekommen, als die Straßen praktisch leer waren: Die Atmosphäre war ungemein stimmungsvoll, und der Besuch lohnt sich absolut. Wenn du willst, könntest du hier zu Abend essen, aber es ist unbedingt nötig, vorher die Zugzeiten für die Rückfahrt nach Matsumoto zu prüfen. Generell kannst du die Route sehr flexibel anpassen: zum Beispiel Narai auslassen oder von Magome nach Tsumago den Bus nehmen, statt den Weg zu Fuß zu gehen. Eine weitere Option ist, im Tal zu übernachten und erst am nächsten Tag nach Matsumoto zurückzufahren. Kurz gesagt: Im Kiso-Tal kannst du dir die Route zusammenstellen, die dir am besten gefällt; meine ist einfach ein guter Kompromiss zwischen Zeit und Abwechslung.

Narai.
Kamikōchi ist ein spektakuläres Tal in den Japanischen Alpen, eines der besten Ziele des Landes für Trekking-Begeisterte, mitten in Bergen und unberührter Natur. Wie angekündigt behandle ich Kamikōchi als Ziel, das du mit Matsumoto als Basis besuchst. Es gibt aber auch andere Optionen: Du kannst direkt in Kamikōchi übernachten oder im nahe gelegenen Dorf Okuhida Onsengo Hirayu haltmachen, das für seine heißen Quellen berühmt ist. Logistisch kann die zweite Lösung besonders sinnvoll sein, wenn du die Reise anschließend nach Takayama fortsetzen willst.
Nach meinen Recherchen sind die günstigsten Optionen in Kamikōchi die Nishi-Itoya Mountain Lodge (Offizielle Website) und der Konashidaira Campground (offizielle Website), wo du, wenn du willst, auch zelten kannst und die Stellplätze nur 1.500 JPY kosten. Die meisten Unterkünfte sind auf Seiten wie booking.com nicht zu finden, deshalb lege ich dir die offizielle Website von Kamikōchi ans Herz. In Okuhida Onsengo Hirayu hat mir ein Freund das Hirayu no Mori empfohlen (Google Maps) (offizielle Website).

Kamikōchi.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kamikōchi
Vorweg: Wegen des Schnees ist der Zugang zum Tal normalerweise vom 15. November bis zum 16. April gesperrt, und einige Wege bleiben offiziell sogar noch länger geschlossen. Ich war am 10. Mai dort, und oberhalb von 2.300 Metern lag noch jede Menge Schnee. Davon abgesehen gibt es so viele mögliche Wanderungen, dass ich dich, statt sie alle aufzuzählen, auf den Klassiker All Trails, die offizielle Website oder diese Website verweise, wo du jede Menge Vorschläge findest: kurze Wanderungen ohne viele Höhenmeter im Talboden, Berge für einen Tagesausflug und mehrtägige Treks mit Übernachtungen in Hütten.
Ich persönlich habe es an einem Tag bis auf den Gipfel des Chogatake geschafft (Google Maps), über diese Rundtour (All Trails), plus der Anmarsch vom Busparkplatz. Der Gipfel gilt als einer der besten Aussichtspunkte auf die Nördlichen Japanischen Alpen. Der Schnee hat mich sicher gebremst, aber ich habe praktisch nie angehalten: Ich habe etwa vier Stunden gebraucht, vom Aussteigen aus dem Bus bis zur Hütte auf dem Gipfel. Auf dem Rückweg musste ich praktisch rennen, um den letzten Bus um 17:30 Uhr zu erwischen. Generell ist es an einem Tag eindeutig machbar, aber für viele könnte es ein zu ehrgeiziges Programm sein. Eine zugänglichere Lösung ist, es auf zwei Tage zu verteilen und in einer Hütte zu übernachten (Google Maps). Wenn du im Talboden etwas ganz Leichtes suchst, könntest du diesen Rundweg machen (All Trails). Für alles andere verweise ich dich auf die weiter oben genannten Websites.

Berg Chogatake.
Anreise nach Kamikōchi
Im Großen und Ganzen gibt es ab Matsumoto zwei Optionen: den Zug von Matsumoto nach Shinshimashima Station (Google Maps). Auf dieser Linie kann man die IC-Karte nicht benutzen, das Ticket musst du an den Fahrkartenautomaten im Bahnhof Matsumoto kaufen. Von Shinshimashima Station fahren dann Direktbusse nach Kamikōchi. Die Alternative ist der Direktbus Matsumoto – Kamikōchi, den du online auf der offiziellen Website buchen musst. Wie bereits erwähnt: Wenn du deine Reise Richtung Takayama fortsetzt, die Fahrten optimieren und auch ein bisschen Geld sparen willst, kannst du mit deinem ganzen Gepäck nach Kamikōchi fahren, das, was du nicht brauchst, in den Schließfächern im Besucherzentrum lassen, deine Trekkingtour machen und dann am Ende des Tages den Direktbus nach Takayama oder vielleicht nach Okuhida Onsengo nehmen. Auf jeden Fall findest du alle Infos dazu auf der offiziellen Website von Kamikōchi.
Unterkünfte in Matsumoto
Ich habe im Minka House übernachtet, weder besonders gut noch besonders schlecht, ausgezeichnete Lage, nicht weit vom Bahnhof und von der Burg.
Anreise nach Matsumoto
Wenn du aus der Fünf-Seen-Region kommst, kannst du den Bus vom Bahnhof Kawaguchiko (Google Maps) zum Bahnhof Kofu nehmen (Google Maps), von dort fahren dann Direktzüge zum Bahnhof Matsumoto (Google Maps). Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Nördliche Japanische Alpen.
Takayama hat einen traditionellen Charme bewahrt, der unter japanischen Städten selten ist, vor allem in der perfekt erhaltenen Altstadt. Es ist ein sehr beliebtes Ziel für alle, die ihrer Route durch Zentraljapan eine ländlichere Note hinzufügen möchten. Besonders lebendig ist die Stadt während des Takayama Matsuri, das als eines der spektakulärsten Feste Japans gilt und berühmt ist für seine fein geschnitzten, geschmückten Festwagen (Yatai) und die traditionellen Umzüge. Wenn du die Stadt zu einer anderen Zeit besuchst, ist das Matsuri no Mori Museum (Google Maps), das ganz dem Fest gewidmet ist, eine gute Alternative.

Takayama.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Takayama
Takayama ist ziemlich kompakt, ich habe dort einen Tag verbracht und fand das mehr als ausreichend. Neben einem Spaziergang durch die Altstadt (Google Maps) empfehle ich, kurz im Takayama Jinya vorbeizuschauen (Google Maps), das von 1692 bis 1868 Sitz der Behörden des Edo-Shogunats war. Es ist das einzige noch bestehende Gebäude dieser Art und als historische Stätte von nationaler Bedeutung anerkannt. Der Eintritt kostet 500 Yen. Von 10:00 bis 12:00 Uhr gab es eine Live-Musikvorführung; ich war an einem Sonntag dort, daher vermute ich, dass es eine Sonderveranstaltung war.

Live-Musikvorführung.
Wenn du Lust hast, ein paar Stunden zu wandern, könntest du diesem GPS-Track folgen (All Trails), der den „Higashiyama Walking Course“ einschließt, eine Route mit etwa einem Dutzend Tempeln und Schreinen und den Ruinen der alten Burg von Takayama, wo es nicht viel zu sehen gibt, dafür aber einen schönen Blick auf die Zentralalpen. Zum Schluss: Ich war nicht dort, aber wenn du willst, könntest du das Hida Folk Village besuchen (Google Maps), ein Freilichtmuseum mit traditionellen Häusern im Gasshō-zukuri-Stil (ähnlich denen in Shirakawa-go). Ich habe es persönlich lieber ausgelassen, aber es bleibt eine gute Option.
Unterkünfte in Takayama
Ich habe im Hostel Miyagawa by Murasaki Ryokan übernachtet, ein gutes Hostel in einem historischen Gebäude im Stadtzentrum, nicht weit vom Bahnhof.
Anreise nach Takayama
Vom Busterminal in Matsumoto (Google Maps) gibt es mehrere tägliche Direktverbindungen, die du online auf dieser Website buchen kannst. Wie bereits gesagt, gibt es auch Direktbusse ab Kamikōchi und Okuhida Onsengo (dem Dorf mit den heißen Quellen), hier ist die offizielle Website.

Panorama von den Ruinen der alten Burg von Takayama.
Im Zweiten Weltkrieg war Kanazawa (zusammen mit Kyoto) eine der wichtigsten japanischen Städte, die den Luftangriffen größtenteils entgingen. Dadurch haben einige Bereiche der Altstadt in relativ gutem Zustand überlebt.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kanazawa
Auch wenn Kanazawa viel größer ist als Takayama, reicht meiner Meinung nach ein ganzer Tag mehr als aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
Kanazawa Castle Park
Ich empfehle, mit dem Kanazawa Castle Park zu beginnen (Google Maps): Das ist ein sehr angenehmer Ort zum Spazierengehen. Den größten Teil der inneren Gärten und die Burgtore kann man kostenlos besichtigen. Wenn man in das Hauptgebäude hinein will (Google Maps), muss man 320 Yen zahlen. Das ist nicht viel, aber es war Wochenende und es gab eine kleine Schlange. Außerdem gibt es laut den Bewertungen im Inneren, wie so oft bei Burgen, nicht viel zu sehen. Entscheide selbst. Trotzdem gibt es im Ruhebereich, der als Besucherzentrum dient, eine nette, kostenlose virtuelle Tour (Google Maps).

Kanazawa Castle Park.
Kenroku-en-Park
Vom Kanazawa Castle Park aus gehst du weiter zum Kenroku-en-Park (Google Maps), der als einer der „drei schönsten Landschaftsgärten Japans“ gilt. Der weitläufige Park war einst der äußere Garten der Burg von Kanazawa und wurde von der herrschenden Familie über fast zwei Jahrhunderte hinweg angelegt. Der Kenrokuen zeichnet sich durch eine Vielfalt an blühenden Bäumen aus, die dem Garten zu jeder Jahreszeit ein anderes Aussehen verleihen. Ich persönlich fand ihn im Vergleich zu anderen typischen Gärten, die ich auf meiner Reise besucht habe, nicht so beeindruckend, aber ich empfehle den Besuch natürlich trotzdem. Der Eintritt kostet 320 Yen.

Kenroku-en-Park.
Higashi-Chaya-Viertel (Geisha-Viertel)
Beschließe den Tag im Higashi Chaya (Google Maps), dem größten der drei historischen „Teehaus“-Viertel von Kanazawa. 1820 gegründet, war es der Ort, an dem die Geiko (der lokale Begriff für Geishas) reiche Kaufleute mit Musik, Tanz und Spielen unterhielten. Die traditionellen Holzgebäude und die charakteristischen Fenster bewahren bis heute die Atmosphäre von vor über 200 Jahren. Ich persönlich fand es sehr faszinierend.
Zum Schluss noch zwei weitere empfehlenswerte Attraktionen, in denen ich allerdings nicht war: der Myouryuji-Tempel, auch bekannt als „Ninja-Tempel“ (Google Maps). Die Führung gibt es nur auf Japanisch und die Bewertungen sind ziemlich gemischt, deshalb habe ich mich lieber anderem gewidmet, aber es bleibt eine interessante Option. Außerdem hat mir eine Freundin sehr positiv vom 21st Century Museum of Contemporary Art erzählt (Google Maps), das sich für Kunstbegeisterte offenbar absolut lohnt.

Higashi-Chaya-Viertel.
Shirakawa-go (Ogimachi) und Ainokura
Hinweis: Wenn du bei den Fahrten effizient sein willst: Der Direktbus von Takayama nach Kanazawa ist derselbe, der auch Shirakawa-go bedient. So kannst du morgens einen Bus nehmen, das Dorf besichtigen und dann am Nachmittag oder Abend weiter nach Kanazawa fahren. Am Busbahnhof gibt es Schließfächer, in denen du dein Gepäck lassen kannst.
Ogimachi und Ainokura sind zwei UNESCO-Bergdörfer, die für ihre traditionellen Gasshō-zukuri-Häuser mit Strohdächern berühmt sind, eingebettet in sehr stimmungsvolle ländliche Landschaften, die im Winter unter dem Schnee besonders spektakulär sind. Ich habe mich entschieden, die Dörfer an einem Tag ab Kanazawa zu besuchen. Der einzige wirkliche Vorteil gegenüber dem weiter oben Vorgeschlagenen ist, dass man so auch einige der anderen Dörfer leichter besuchen kann (ich habe Ainokura gewählt, aber es gibt auch Suganuma und Kaminashi). Alle an einem Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen, wird allerdings „kompliziert“, weil die Busse nicht sehr häufig fahren. Wenn du es trotzdem genauso machen willst, nimm den Bus von Kanazawa Richtung Jōhana Station (Google Maps). Von dort fährt der World Heritage Bus (offizielle Website). Die Abfahrten sind auch auf Google Maps eingetragen, und du kannst direkt mit jeder beliebigen Karte bezahlen, nicht einmal eine IC-Karte ist nötig. Je nachdem, was du vorhast, kann es sinnvoll sein, den Hop-on/off-Pass zu kaufen.

Ainokura.
Steig an dieser Haltestelle aus (Google Maps) und geh zu Fuß weiter nach Ainokura (Google Maps). Das Dorf ist sehr kompakt, rechne also nicht damit, viel Zeit dort zu verbringen, besonders wenn du keines der angebotenen Museen oder Workshops besuchst. Ich habe mich darauf beschränkt, durch das Dorf zu spazieren und zum Aussichtspunkt hinaufzugehen, den ich empfehle (Google Maps). Wenn du fertig bist, geh zurück zur Straße und nimm wieder den World Heritage Bus. Wenn du willst, könntest du auch in Suganuma einen Stopp einlegen (Google Maps), aber ich bin bis Shirakawa-go im Bus sitzen geblieben. Shirakawa-go ist nicht nur mit Abstand das größte der traditionellen Dörfer, sondern auch das touristischste. Auch hier habe ich mich persönlich darauf beschränkt, durch das Dorf zu spazieren, aber es gibt Museumshäuser, die man besichtigen kann, Workshops und vieles mehr. Auf jeden Fall empfehle ich den ikonischen Aussichtspunkt (Google Maps). Nach dem Besuch nimmst du den Direktbus nach Kanazawa. Ich empfehle dir dringend, online zu buchen, damit du nicht festsitzt. Diese Strecke ist relativ beliebt.

Shirakawa-go.
Unterkünfte in Kanazawa
Ich habe im Blue Hour Kanazawa übernachtet, eine sehr gemütliche Unterkunft ganz nah am Bahnhof. Empfehlenswert.
Anreise nach Kanazawa
Vom Bahnhof Takayama (Google Maps) gibt es häufige Zugverbindungen mit Umstieg in Toyama. Kanazawa ist außerdem direkt per Shinkansen mit Tokio verbunden, die Fahrzeit beträgt nur zweieinhalb Stunden. Es gibt auch einen Highway Bus, der Kanazawa direkt mit Nagoya verbindet; je nachdem, welche Route du im Kopf hast, könnte das eine interessante Option sein, du kannst bei Willer buchen. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Shirakawa-go.
Ich bin von Kanazawa direkt nach Sendai gefahren, aber dazwischen gibt es mindestens zwei weitere interessante Stationen. Zuerst die Tateyama-Caldera, die einige der spektakulärsten alpinen Szenerien Japans bietet, leicht erreichbar über die faszinierende Tateyama-Kurobe Alpine Route. Das gilt als ein besonderer Ort. Der Tateyama oder einfach Tate ist nämlich einer der drei heiligsten Berge Japans, zusammen mit dem Fuji und dem Hakusan. Leider lag auf 3.015 Metern Höhe Mitte Mai noch zu viel Schnee, um es zu einem einfachen Trekking zu machen, aber später in der Saison dürfte es meiner Meinung nach eine wirklich interessante Station für Bergbegeisterte und nicht nur für sie sein. Hier findest du alle Infos zum Transport. Ich hatte diese kurze Runde ausgesucht (All Trails), aber an Optionen mangelt es natürlich nicht.
Eine weitere interessante Station könnte Nagano sein: Ein paar Stunden außerhalb der Stadt liegt der ikonische Jigokudani Monkey Park (Google Maps), in dem Japanmakaken leben, die berühmt geworden sind, weil sie im Winter in die heißen Quellen eintauchen, um sich aufzuwärmen. Außerdem wurde mir der Kagami-See empfohlen (Google Maps), der im Herbst mit dem Laub besonders stimmungsvoll ist.

Sendai Aoba Matsuri-Festival.
Sendai ist eine ausgezeichnete Station, um die Reise nach Norden zu unterbrechen, und eines meiner Lieblingsziele der ganzen Japanreise, dank eines riesigen Glücksfalls: Ich hatte nicht die geringste Ahnung, dass es in diesen Tagen stattfindet, aber ich befand mich in der Stadt während des jährlichen Sendai Aoba Matsuri-Festivals (offizielle Website).
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Sendai
Zentrum von Sendai
Ich empfehle, den Tag mit einem Besuch des Ōsaki Hachimangū zu beginnen (Google Maps), einem Shinto-Schrein von 1607, der auf Wunsch des mächtigen Feudalherrn Date Masamune erbaut wurde und heute wegen seiner außergewöhnlichen, reich verzierten Architektur als Nationalschatz Japans gilt. Der Eintritt ist kostenlos. Von dort könntest du zum Rinnoji-Tempel weitergehen (Google Maps), einem ruhigen buddhistischen Tempel, der vor allem für seinen schönen japanischen Garten mit Teich und die friedliche Atmosphäre bekannt ist. Der Eintritt zum Garten kostet 300 Yen.

Rinnoji-Tempel.
Ein weiterer oft empfohlener Ort ist das Zuihōden, das Mausoleum von Date Masamune (Google Maps), dem mächtigen Feudalherrn, der Sendai gegründet hat. Ich war nicht dort, deshalb äußere ich mich nicht dazu, aber ich stelle mir vor, dass es ein faszinierender Ort sein kann. Der Eintritt kostet 570 Yen. Nicht weit entfernt gibt es auch das Museum der Burg Aoba (Google Maps). Von der Burg ist wenig bis nichts übrig, und offenbar ist die gesamte Ausstellung ausschließlich auf Japanisch, deshalb habe ich es ausgelassen, aber ich finde, es ist es wert, erwähnt zu werden, auch wegen der Nähe zum Mausoleum. Zum Abschluss des Tages kannst du auf die Aussichtsplattform des Einkaufszentrums AER steigen (Google Maps). Der Eintritt ist völlig kostenlos. Du musst nur mit dem Aufzug in den Stock „31F“ fahren.

Aussichtsplattform des Einkaufszentrums AER.
Matsushima
Matsushima ist mit Abstand der beliebteste Ausflug von der Stadt aus, berühmt für seine Bucht mit Hunderten kleiner, kiefernbewachsener Inseln und für die zahlreichen Tempel und Schreine, die die Küste säumen. Ich empfehle, den Tag mit dem Zug nach Matsushimakaigan Station zu beginnen (Google Maps). Von dort bin ich zum Saigyo Modoshi no Matsu Park hinaufgegangen (Google Maps), nichts Außergewöhnliches, aber es gibt zumindest ein paar sehr schöne Ausblicke auf die Bucht. Falls es dich interessiert: Es gibt auch eine Bar mit Panoramaterrasse. Ich bin nicht hineingegangen, aber ich stelle mir vor, dass sie der ideale Ort ist, um etwas zu trinken und die Aussicht zu genießen. Trotzdem bin ich sicher, dass der Ort während der Kirschblüte viel stimmungsvoller ist, der Park ist nämlich genau für seine etwa 250 Kirschbäume berühmt.

Saigyo Modoshi no Matsu Park.
Vom Park aus empfehle ich, zum Zuigan-ji-Tempel hinabzugehen (Google Maps), einem der wichtigsten Zen-Tempel der Region, im 9. Jahrhundert gegründet und in der Edo-Zeit wiederaufgebaut, berühmt für seine eleganten Holzgebäude, die wunderschön verzierten Innenräume und die in den Fels gehauenen Grotten. Der Eintritt kostet 1.000 Yen. Wenn du willst, könntest du auch den nahe gelegenen Entsūin-Tempel besuchen (Google Maps), hier kostet der Eintritt 500 Yen. Ich war nicht dort, aber oft empfohlen wird auch das nahe gelegene Kanrantei Tea House (Google Maps), das Gebäude ist etwa 400 Jahre alt: Es wurde zu Beginn der Edo-Zeit von den Feudalherren von Sendai erbaut, die es als Ort der Erholung und zum Empfang wichtiger Gäste nutzten.

Zuigan-ji-Tempel.
Geh dann weiter zur Insel Fukuurajima (Google Maps), für die Überquerung der Brücke verlangen sie 200 Yen, aber die Insel ist hübsch, man kann sie leicht in einer halben Stunde zu Fuß umrunden, und sie bietet ein paar interessante Ausblicke auf die Bucht. Beschließe den Tag mit der ikonischen Bootsfahrt durch die Bucht, ich empfehle die „Basho Cruise“, bei der du im Hafen von Shiogama aussteigst (Google Maps) und am nahe gelegenen Bahnhof den ersten Zug zurück nach Sendai nehmen kannst (Google Maps). Ich habe 1.500 Yen für die Bootsfahrt bezahlt. Bei Online-Buchungen gibt es 10 % Rabatt, hier findest du die verschiedenen Routen, die Fahrzeiten der „Basho Cruise“ und den Link zum Buchen.

Basho Cruise.
Unterkünfte in Sendai
Ich habe im 9h nine hours Sendai übernachtet, eine moderne, saubere Unterkunft in guter zentraler Lage. Insgesamt empfehle ich sie.
Anreise nach Sendai
Wenn du wie ich aus Kanazawa kommst, ist der mit Abstand schnellste Weg, den Shinkansen Richtung Tokio zu nehmen, umzusteigen und in den nach Sendai zu steigen: So brauchst du etwa 4 Stunden. Wenn du aber sparen willst, kannst du es machen wie ich: den Highway Bus von Kanazawa nach Niigata nehmen, online buchbar bei Willer. Dort habe ich im Bandai Silver Hotel übernachtet, praktisch direkt neben dem Busbahnhof, und am nächsten Morgen habe ich den Bus nach Koriyama genommen, den du auch in diesem Fall bei Willer buchen kannst. Von dort kannst du je nach Anschlüssen mit Zug plus Bus nach Sendai weiterfahren, mit Umstieg in Fukushima, oder umgekehrt: Die Kosten sind praktisch dieselben. Wirf einen Blick auf Google Maps und nutze die Option „Niedrigste Kosten“. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Sendai Aoba Matsuri-Festival.
Hirosaki ist eine historische Stadt im Tōhoku, vor allem berühmt für ihre Burg und den spektakulären Park, der als einer der schönsten Orte Japans zur Kirschblüte gilt.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Hirosaki
Ich war in Hirosaki, als die Kirschblüte schon vorbei war, und muss sagen: Auch wenn es insgesamt ein angenehmer Tag war, würde ich, wenn deine Zeit knapp bemessen ist, wahrscheinlich direkt nach Aomori weiterfahren.
Trotzdem kannst du in einem halben Tag problemlos die Burg mit ihrem Park (Google Maps), den Botanischen Garten (Google Maps) und die Fujita-Gärten besichtigen (Google Maps). Die Burg wurde 2015 buchstäblich von ihrem ursprünglichen Standort verschoben, für Restaurierungsarbeiten an den Mauern, auf denen sie stand, und ist nicht besonders stimmungsvoll. Trotzdem ist sie ein angenehmer Ort, ebenso wie der Park und der Botanische Garten, während die Fujita-Gärten sehr gepflegt sind und den Besuch absolut verdienen. Das Kombiticket für die drei Attraktionen kostet 520 Yen.

Burg Hirosaki.
Unterkünfte in Hirosaki
Ich habe im Tabist Hirosaki Touei Hotel übernachtet, das während meines Besuchs die günstigste Option war. Nichts Besonderes, aber ich habe auch nichts zu beanstanden.
Anreise nach Hirosaki
Wenn du aus Sendai kommst, könntest du den Shinkansen nehmen, aber wenn du wie ich lieber die Hälfte ausgibst: Es gibt mehrere tägliche Abfahrten mit dem Highway Bus vom Miyagi Kotsu Sendai Highway Bus Center (Google Maps) zum Hirosaki Bus Terminal (Google Maps), die du auf dieser Seite buchen kannst. Die Fahrzeiten findest du auch auf Google Maps. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Fujita-Gärten.
Diese Hafenstadt war einst der wichtigste Ausgangspunkt, um mit der Fähre nach Hokkaido zu gelangen. Auch wenn sie ein wichtiger Fährhafen geblieben ist, haben die Eröffnung des Seikan-Eisenbahntunnels unter dem Meer im Jahr 1988 und das Aufkommen von Billigflügen die Passagierzahlen gesenkt.
Heutzutage ist Aomori vor allem für das lebhafte Nebuta Matsuri bekannt (offizielle Website), eines der spektakulärsten Sommerfeste Japans, berühmt für die riesigen beleuchteten Laternen, die historische Figuren, Krieger und mythologische Gestalten darstellen und von traditioneller Musik und Tänzen begleitet durch die Straßen ziehen.

Nebuta Museum WA RASSE.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Aomori
Abgesehen vom Fest hat die Stadt dem Touristen nicht viel zu bieten. Auch hier gilt: Wenn deine Zeit knapp bemessen ist, würde ich wahrscheinlich direkt nach Hokkaido fahren, besonders wenn du bereit bist, den Shinkansen zu nehmen. Andernfalls könntest du einen halben Tag hier verbringen und dann am Morgen die Fähre nach Hakodate nehmen.
Wenn du ein paar Stunden in der Stadt hast, empfehle ich trotzdem, das Nebuta Museum WA RASSE zu besuchen (Google Maps), das dem Nebuta Matsuri gewidmete Museum, in dem du einige der riesigen beleuchteten Laternen vergangener Feste bewundern kannst. Es gibt einen kostenlosen Audioguide, nimm Kopfhörer mit. Der Eintritt kostet 620 Yen. Wenn du willst, kannst du das Kombiticket kaufen, das den Besuch des Schifffahrtsmuseums (Google Maps) und den Zugang zur Aussichtsplattform des Touristenbüros einschließt (Google Maps). Dieses Ticket dürfte 1.300 Yen kosten. Ich bin nur ins Museum Nebuta WA RASSE gegangen, weil es schon spät war, aber wenn du ein paar Stunden mehr hast, lohnt sich das Kombiticket meiner Meinung nach auf jeden Fall. Zum Schluss könntest du den Fischmarkt Aomori Gyosai besuchen (Google Maps). Das Besondere an diesem Fischmarkt ist ein System, bei dem die Besucher ihr eigenes Meeresfrüchte-Donburi (genannt Nokkedon) mit den lokalen Produkten zusammenstellen können, die direkt auf dem Markt verkauft werden.

Unterkünfte in Aomori
Ich habe im Iroha Ryokan übernachtet, das war während meines Besuchs mit Abstand die günstigste Option. Sauber, ausgezeichnete Lage, sehr nette und herzliche Besitzerin. Empfehlenswert.
Anreise nach Aomori
Von der Hirosaki Station (Google Maps) kannst du einfach den Zug auf der Ou Line nach Aomori Station nehmen (Google Maps), die Abfahrten sind sehr häufig. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Nebuta Museum WA RASSE.
Hokkaidō ist die nördlichste Insel Japans und eine der beliebtesten bei Liebhabern von Natur und unberührten Landschaften. Weniger urbanisiert als Honshū, bietet sie weite offene Flächen, Berge, Seen und Nationalparks, die zu jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht zeigen: von den sommerlichen Lavendelfeldern in Furano bis zu den spektakulären winterlichen Schneefällen in Sapporo und Niseko. Die Insel ist auch für ihre Küche bekannt, besonders für frischen Fisch, Krustentiere und Milchprodukte. Hokkaidō ist das ideale Ziel für alle, die ein authentischeres und ruhigeres Japan suchen, fernab der Großstädte, aber trotzdem gut mit dem Rest des Landes verbunden.
Hakodate war mit seinem Hafen jahrelang der wichtigste Knotenpunkt für alle, die nach Hokkaidō wollten. Die Stadt hat durch die Eröffnung des Eisenbahntunnels unter dem Meer und das Aufkommen von Billigflügen allerdings einen Teil ihrer Bedeutung verloren, genau wie Aomori auf der anderen Seite der Meerenge.

Hakodate Morning Market Square.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Hakodate
Ich empfehle, den Tag mit dem Hakodate Morning Market Square zu beginnen (Google Maps), sehr touristisch, aber ein Rundgang und vielleicht eine Kleinigkeit zu essen lohnen sich trotzdem, die Preise sind nicht übertrieben. Von dort könntest du dich zum Goryokaku Tower aufmachen (Google Maps), mit ausgezeichneter Aussicht auf die Festung Goryōkaku mit ihrer ikonischen Sternform und auf die Stadt, der Eintritt kostet 1.200 Yen. Wenn du ein knappes Budget hast, halte ich ihn nicht für ein Muss, es sei denn, der darunterliegende Park mit seinen etwa 1.500 Kirschbäumen steht in Blüte: In dem Fall lohnt sich der Aufstieg meiner Meinung nach auf jeden Fall. Der Höhepunkt der Blüte ist normalerweise Anfang Mai. Danach empfehle ich, durch den eigentlichen Park zu spazieren (die Festung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in einen öffentlichen Park umgewandelt). Darin befindet sich auch das Hakodate Magistrate’s Office (Google Maps), die Nachbildung des ehemaligen Regierungssitzes des Shogunats in Hakodate; ich war nicht drin, deshalb äußere ich mich nicht dazu. Der Eintritt kostet 500 Yen.

Aussicht vom Goryokaku Tower.
Am Nachmittag empfehle ich, durch das Viertel Motomachi zu spazieren (Google Maps). Hakodate war 1859 einer der ersten japanischen Häfen, die sich dem internationalen Handel öffneten. Infolgedessen zogen viele Händler und Unternehmer aus Russland, China und den westlichen Ländern in die Stadt, und Motomachi wurde zu einem der Gebiete, in denen sich die neuen ausländischen Bewohner konzentrierten. Noch heute bewahrt das Viertel zahlreiche Gebäude und Gotteshäuser, die von dieser Begegnung japanischer und westlicher Kulturen zeugen. Zu den bekanntesten gehören die russisch-orthodoxe Kirche (Google Maps), das ehemalige britische Konsulat (Google Maps), der frühere Sitz der Präfekturregierung (Google Maps) und die alte öffentliche Halle von Hakodate (Google Maps).
Beschließe den Tag mit dem Sonnenuntergang auf dem Gipfel des Berges Hakodate (Google Maps). Für den Aufstieg zu Fuß empfehle ich den Kyutozando-Weg, der am Parkplatz an dieser Stelle beginnt (Google Maps). Man kann ihm leicht folgen, du findest ihn in Organic Maps eingezeichnet und, wenn du willst, auch auf AllTrails. Wenn du keine Lust zum Wandern hast, kannst du einfach die Seilbahn nehmen (Google Maps). Auf jeden Fall: So faszinierend die Aussicht auch ist, Ende Mai war bei Sonnenuntergang, sogar unter der Woche, der Teufel los: buchstäblich Horden von Touristen. Wenn du etwas Ruhe suchst, kannst du in Richtung der Artilleriebatterie aus dem Zweiten Weltkrieg absteigen (Google Maps). Die Aussicht ist nicht ganz so schön, aber es gibt trotzdem mehr als ein paar interessante Ausblicke, und zumindest in meinem Fall war sonst niemand in der Nähe.

Berg Hakodate.
Onuma Quasi-National Park
Der Ōnuma Quasi-National Park (Google Maps) ist ein Naturgebiet am Fuß des Berges Komagatake mit Seen, Inselchen, Wäldern und aussichtsreichen Wegen, besonders stimmungsvoll im Herbst, wenn sich die Vegetation rot und gelb färbt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich nicht um einen richtigen Nationalpark, aber es bleibt ein Gebiet von großem naturkundlichem Interesse. Ich war nicht dort, weil meine Route auf Hokkaidō schon viel zu dicht war, aber ich bin sicher, dass es ein schöner Tagesausflug ab Hakodate sein kann, denn es liegt nur eine halbe Stunde mit dem Zug entfernt. Vom Bahnhof aus kannst du kurze Wege zu Fuß gehen oder ein Fahrrad mieten. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du immer im Besucherzentrum vorbeischauen (Google Maps).
Unterkünfte in Hakodate
Ich habe im GUEST HOUSE HAKODATE BAY übernachtet, ich glaube, es war während meines Besuchs die günstigste verfügbare Option. Weder besonders gut noch besonders schlecht, gute Lage.
Anreise nach Hakodate
Wie angekündigt ist die günstigste Option, um von Aomori nach Hakodate zu kommen, die Fähre. Auf der Strecke sind zwei Gesellschaften unterwegs: Tsugaru Kaikyō Ferry (offizielle Website) und Seikan Ferry (offizielle Website). Die Überfahrt dauert etwa 4 Stunden. Ich bin mit Tsugaru Kaikyō Ferry gefahren und habe Ende Mai 2.860 Yen bezahlt, also noch in der Nebensaison. Das Ticket kann man online buchen, auch wenn ich direkt zum Hafen gegangen bin und die Fähre praktisch leer war. Außerdem gibt das Standardticket keinen Sitzplatz, sondern Räume, in denen man sich hinlegen kann. Wenn du dagegen einen richtigen Sessel willst, kann es sinnvoll sein, vorher zu buchen. Vom Hafen in Hakodate fahren dann Busse ins Zentrum, mit Fahrzeiten, die auf die Ankunft der Fähren abgestimmt sind. Die Alternative ist der Shinkansen, der den Eisenbahntunnel unter dem Meer durchquert. Diese Option kostet allerdings mehr als das Doppelte der Fähre, spart aber etwa zwei Stunden Fahrzeit. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Der Toya-See ist ein stimmungsvoller Vulkansee, berühmt für sein klares Wasser, die zahlreichen heißen Quellen und die Ausblicke auf den Vulkan Usu und den Berg Yōtei.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten am Toya-See
Ich empfehle, den Besuch im Toyako Visitor Center zu beginnen (Google Maps), wo du eine schöne, völlig kostenlose Ausstellung über Flora, Fauna und die geologische Geschichte der Gegend findest. Es ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, um den Shikotsu-Tōya-Nationalpark und die besondere Naturlandschaft rund um den See besser zu verstehen. Außerdem gibt es ein angeschlossenes Museum, in dem ich allerdings nicht war, deshalb äußere ich mich nicht dazu. Der Eintritt kostet 600 Yen. Vom Besucherzentrum aus starten mehrere Wanderungen. Ich persönlich wollte auf den Krater des Berges Usu steigen (Google Maps), aber während meines Besuchs war er für die Öffentlichkeit gesperrt, weil der Vulkan zu der Zeit besonders aktiv war. Offiziell beginnt der Weg zum Krater an der Seilbahn (Google Maps). Du kannst sie also für den Auf- oder Abstieg nutzen und dir einen Großteil der Höhenmeter sparen: Sobald du den Krater erreicht hast, kannst du einfach dem Panoramaweg am Kraterrand folgen, den du auch auf AllTrails findest.

Toya-See.
Wenn du willst, scheint es auch einen Weg auf der Nordseite zu geben, der in Organic Maps eingezeichnet ist und sich ungefähr an dieser Stelle wieder mit der Kraterroute vereint (Google Maps). Ich bin ihn nicht selbst gegangen, daher kann ich dir nicht sagen, wie gut er tatsächlich begehbar ist. Da der Krater gesperrt war, bin ich am Ende ziemlich planlos bis zu dieser Stelle hinaufgestiegen (Google Maps), von wo man einen wunderschönen Blick auf den See hat. Eine kürzere Alternative ist der Kompira Crater Walking Trail (Google Maps), auf dem du aus der Nähe die Schäden des Ausbruchs im Jahr 2000 sehen kannst. Danach kannst du zumindest bis zum Yu-kun-Krater weitergehen (Google Maps).
Eine weitere Möglichkeit ist eine Bootsfahrt auf dem See: Die Abfahrten sind häufig, vom Anleger an dieser Stelle (Google Maps). Wenn du willst, kannst du auch auf der Insel Nakajima aussteigen (Google Maps) und sie zu Fuß erkunden, auf dem Weg, der auf AllTrails angegeben ist. Ich war nicht dort, aber ich glaube, es kann eine schöne Art sein, einen Tag zu verbringen. Für Radsportbegeisterte ist es dagegen möglich, den ganzen See mit dem Fahrrad zu umrunden. Schließlich gibt es im Sommer jeden Abend um 20:45 Uhr ein Feuerwerk über dem See. Ich empfehle dir deshalb, ans Ufer des Tōya-Sees zu gehen und das Spektakel zu genießen!

Feuerwerk über dem See.
Unterkünfte am Toya-See
Ich habe im Toyako Guest House Ponkotan übernachtet, ein sehr gepflegtes, sauberes und komfortables Hostel. Empfehlenswert.
Anreise zum Toya-See
Nimm den Zug von Hakodate Station (Google Maps) nach Tōya Station (Google Maps). Von dort gibt es dann häufige Busverbindungen zum Toyako Onsen Bus Terminal (Google Maps). Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.
Noboribetsu ist einer der berühmtesten Thermalorte Hokkaidōs, vor allem bekannt für Jigokudani, das stimmungsvolle „Höllental“ mit Fumarolen, Schwefelquellen und vulkanischen Landschaften.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Noboribetsu
Wenn du in Noboribetsu selbst übernachtest, nimm den Bus nach Noboribetsu Onsen (Google Maps). Von dort empfehle ich dir diese Route zu Fuß: Geh zuerst ins Höllental (Google Maps), genieße die surreale Landschaft und geh dann weiter zum Oyunuma-See (Google Maps). Ich habe tatsächlich zuerst einen Abstecher die Straße entlang zum Kuttara-See gemacht (Google Maps), aber ich bin nicht überzeugt, dass es sich besonders lohnt, vor allem wenn du keine Lust hast, viel zu laufen. Dagegen empfehle ich dir dringend, die Füße im natürlichen Fußbad des Flusses Oyunuma zu baden (Google Maps): Am späten Nachmittag war dort praktisch niemand, und ich habe es total genossen. Vor oder nach alldem kannst du, wenn dich das interessiert, die Seilbahn nehmen (Google Maps) und zum Noboribetsu Bear Park hinauffahren (Google Maps), in dem zahlreiche Hokkaidō-Braunbären leben. Offenbar gibt es dort auch schöne Aussichtspunkte mit Blick auf den Kuttara-See. Ich war nicht dort, daher kann ich mich nicht persönlich dazu äußern.

Höllental.
Dasselbe gilt für das Noboribetsu Date Jidai Village (Google Maps), einen Themenpark, der ein Dorf aus der Edo-Zeit nachbildet, mit traditionellen Gebäuden, Samurai- und Ninja-Shows und verschiedenen thematischen Aktivitäten. Mir persönlich vermitteln solche Attraktionen ein gewisses Gefühl von Inszenierung, das ich nicht besonders mag, aber ich erwähne es, weil es für manche trotzdem interessant sein könnte. Zum Schluss könntest du den Tag im Dai-ichi Takimotokan beenden (Google Maps), das die größte Thermalanlage Hokkaidōs beherbergt. Wie mir gesagt wurde, kann man ein Tagesticket kaufen und die Onsen auch ohne Hotelübernachtung nutzen. Alternativ gibt es im Ort zahlreiche weitere Onsen.

Oyunuma-See.
Nationales Ainu-Museum (Upopoy)
Das Nationale Ainu-Museum (Google Maps) ist das wichtigste Nationalmuseum Japans, das der Geschichte, Sprache und Kultur der Ainu gewidmet ist, der indigenen Bevölkerung Hokkaidōs. Ich fand es wirklich schön und interessant: Die Anlage ist in mehrere Bereiche unterteilt und umfasst auch die Nachbildung eines traditionellen Dorfs. Dann gibt es das Kulturzentrum, wo jeden Tag zahlreiche Vorführungen stattfinden, von traditioneller Musik bis zu Tanz, dazu Dokumentarfilme, Workshops und andere Aktivitäten. Kurz gesagt, es gibt wirklich von allem etwas. Der Eintritt kostet 1.200 Yen. Ich habe es als Tagesausflug ab Noboribetsu besucht, aber wenn du willst, kannst du dein Gepäck auch in den Schließfächern des Bahnhofs Shiraoi lassen (Google Maps), das Museum besichtigen und dann direkt weiter nach Sapporo fahren.

Nationales Ainu-Museum (Upopoy).
Unterkünfte in Noboribetsu
Ich habe im Noboribetsu Guest House AKA & AO übernachtet und empfehle es. Ausgezeichnetes Hostel ganz nah am Bahnhof.
Wie kommt man nach Noboribetsu?
Wenn du aus Hakodate oder Tōya kommst, nimm einen beliebigen Zug nach Noboribetsu Station (Google Maps). Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.
Sapporo ist die Hauptstadt von Hokkaido und die fünftgrößte Stadt Japans. Sie ist auch eine der jüngsten Städte des Landes: 1869, als die Entwicklung der Stadt offiziell begann, hatte sie gerade einmal sieben Einwohner! Weltberühmt wurde Sapporo 1972, als es die Olympischen Winterspiele ausrichtete. Heute ist die Stadt vor allem für ihre Ramen, ihr Bier und das jährliche Schneefestival bekannt, das jeden Februar stattfindet.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Sapporo
Im Vergleich zu den anderen großen Städten Japans hat Sapporo meiner Meinung nach, so angenehm es auch ist, nicht allzu viel für Touristen zu bieten, vor allem weil es historisch gesehen eine relativ junge Stadt ist. Trotzdem kann man dort problemlos ein paar Tage verbringen, auch weil sie praktisch eine Pflichtstation für die meisten Fahrten von und nach Hokkaidō ist. Die meisten Attraktionen liegen außerhalb der Stadt, aber ich empfehle, zumindest einen kurzen Spaziergang im Zentrum rund um den Odori Park zu machen (Google Maps) und den ikonischen Uhrturm anzusehen (Google Maps).

Moerenuma Park.
Moerenuma Park
Der Moerenuma Park (Google Maps) ist ein großer Kunstpark am Stadtrand von Sapporo, entworfen vom Künstler und Architekten Isamu Noguchi, in dem weite Grünflächen, Installationen und geometrische Strukturen zu einer einzigen Landschaft verschmelzen. Ich fand ihn wirklich angenehm, perfekt zum Spazierengehen und um ein paar Stunden zu verbringen. Der Brunnen bietet im Laufe des Tages mehrere Wasserspiele. Nichts Außergewöhnliches, aber es kann nützlich sein, vor dem Besuch einen Blick auf die Zeiten zu werfen. Hier findest du ein Foto mit dem Programm.
Am Parkeingang kann man außerdem Fahrräder mieten (Google Maps). Ich habe ihn allerdings problemlos komplett zu Fuß besichtigt. Es gibt auch sehr viele Kirschbäume, ich stelle mir also vor, dass der Park zur Blütezeit noch stimmungsvoller wird.

Moerenuma Park.
Hill of the Buddha
Hill of the Buddha (Google Maps) ist eine stimmungsvolle buddhistische Anlage am Stadtrand von Sapporo, entworfen vom Architekten Tadao Andō. Das Highlight ist die monumentale Buddha-Statue, die aus einem mit Lavendel bedeckten Hügel aufragt und, wenn die Blumen in voller Blüte stehen, eine wirklich eindrucksvolle Szenerie schafft.
Ich war dort, als der Lavendel noch nicht blühte, die Atmosphäre war also wahrscheinlich weniger spektakulär, aber ich fand den Besuch trotzdem angenehm. Erwarte dennoch keine besonders umfangreiche Attraktion: Abgesehen von der Buddha-Statue und einigen Monolithen, die an die der Osterinsel erinnern, gibt es nicht viel mehr zu sehen, und wenn du willst, kannst du den Besuch problemlos in etwa zehn Minuten abschließen. Kurz gesagt, es hängt davon ab, wie sehr dich diese Art von Ort interessiert. Ich habe 300 Yen Eintritt bezahlt. Gegenüber dem Eingang gibt es eine Bushaltestelle (Google Maps), aber die Verbindungen sind nicht besonders häufig, prüfe also die Fahrzeiten und plane entsprechend.

Hill of the Buddha.
Mount Moiwa
Der Mount Moiwa (Google Maps) ist einer der berühmtesten Berge von Sapporo, auch mit der Seilbahn erreichbar und vor allem für die spektakuläre Aussicht auf die Stadt bekannt, besonders stimmungsvoll bei Sonnenuntergang und nachts. Wie immer bin ich zu Fuß hinaufgestiegen: Der kürzeste Weg beginnt an dieser Stelle (Google Maps) und man kann ihm wirklich leicht folgen. Es sind etwa 3 km mit 500 Höhenmetern, also nichts besonders Anstrengendes. Alternativ kannst du die Seilbahn nehmen (Google Maps).

Mount Moiwa.
Das Historische Dorf von Hokkaido und das Museum
Das Hokkaidō-Museum (Google Maps) erzählt die Geschichte und Natur Hokkaidōs und liegt etwa zehn Minuten zu Fuß vom nahe gelegenen Freilichtmuseum entfernt. Die Ausstellung ist um fünf Hauptthemen herum aufgebaut, darunter die Kultur der Ainu, die Geschichte der Insel und ihre Tierwelt. Da ich schon das Nationale Ainu-Museum (Upopoy) besucht hatte, habe ich meine Zeit lieber für anderes genutzt, auch wenn es sich lohnt zu betonen, dass dieses Museum einen viel breiteren Überblick bietet und sich auf die gesamte Geschichte Hokkaidōs konzentriert, nicht nur auf die Ainu. Wenn du dich entscheidest, bis hierher zu kommen, empfehlen viele, auch das nahe gelegene Historische Dorf von Hokkaidō zu besuchen (Google Maps). Das Freilichtmuseum umfasst etwa 60 Gebäude aus verschiedenen Teilen der Insel, die hauptsächlich aus der Meiji- und Taishō-Zeit stammen (1868–1926), als die Entwicklung Hokkaidōs in großem Maßstab vorangetrieben wurde. Das Dorf ist in vier Bereiche unterteilt: eine Stadt, ein Fischerdorf, ein Bauerndorf und ein Bergdorf. Wenn du beide Attraktionen besuchen willst, lohnt sich das Kombiticket.
Shiroi Koibito Park
Der Shiroi Koibito Park (Google Maps) ist ein Themenpark rund um die berühmte Schokolade Shiroi Koibito, in dem du die Fabrik besichtigen, die Geschichte der Marke kennenlernen und zwischen Gebäuden und Gärten im europäischen Stil spazieren kannst. Ich bin zu spät für die Fabrikbesichtigung angekommen: Der letzte Einlass ist um 16:30 Uhr, deshalb habe ich mich darauf beschränkt, durch die Außengärten zu spazieren. Nett, aber nichts Außergewöhnliches. Ich stelle mir aber vor, dass das Erlebnis deutlich umfassender ist, wenn dich die Fabrikbesichtigung und der Produktionsprozess interessieren. Alle Infos, einschließlich Öffnungszeiten und Preisen, findest du auf der offiziellen Website, wo du auch Tickets im Voraus kaufen kannst.

Shiroi Koibito Park.
Schneefestival
Das Sapporo Schneefestival findet jedes Jahr im Februar statt und dauert etwa eine Woche. Es ist eines der beliebtesten Winterevents Japans. Das Festival entstand 1950, als einige Oberschüler im Odori-Park Schneestatuen bauten. Seitdem ist es zu einem riesigen internationalen Event gewachsen, berühmt für die spektakulären Schnee- und Eisskulpturen, die jedes Jahr Millionen von Besuchern anziehen. Wenn du in dieser Zeit in Hokkaidō bist, lohnt sich ein Abstecher meiner Meinung nach auf jeden Fall!
Otaru
Otaru (Google Maps) ist eine malerische Hafenstadt etwa eine Zugstunde von Sapporo entfernt, berühmt für ihren historischen Kanal (Google Maps), die Dampfuhr (Google Maps) und die Gebäude im westlichen Stil. Aus Zeitgründen war ich nicht dort, aber es scheint ein ziemlich beliebtes Ziel für einen Tagesausflug mit Sapporo als Basis zu sein. Für Whisky-Fans kann man auch die Nikka Whiskey Yoichi Distillery besuchen (Google Maps). Außerdem könntest du auf den Gipfel des Berges Tenguyama steigen (Google Maps), von dem man ausgezeichnete Ausblicke auf die Stadt mit dem Ozean im Hintergrund hat. Natürlich gibt es, wie so oft in Japan, die Möglichkeit, die Seilbahn zu nehmen (Google Maps). Wenn du die Region im Februar besuchst, wirf schließlich einen Blick auf die Termine des Otaru Snow Light Festival. Während des Festivals erstrahlt das Zentrum von Otaru im Licht von Tausenden Kerzen und Laternen.

Hill of the Buddha.
Unterkünfte in Sapporo
Ich war bei meinen zwei Aufenthalten in Sapporo in drei verschiedenen Hostels: HELIO HOSTEL SAPPORO ist wahrscheinlich mein Favorit, modernes und sauberes Ambiente, ausgezeichnete, sehr zentrale Lage, EZO Run Sapporo ist zwar weniger gepflegt, bietet aber eine entspanntere Atmosphäre, man fühlt sich fast wie zu Gast bei jemandem zu Hause, The Stay Sapporo ist zwar ein gutes Hostel, hat mir aber von allen am wenigsten gefallen.
Anreise nach Sapporo
Sapporo ist der Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs für die ganze Insel Hokkaido, von hier gibt es im Grunde Direktverbindungen mit Zug und Bus zu allen wichtigen Zielen des Landes. Außerdem hat der Flughafen New Chitose (Google Maps) mehrere tägliche Verbindungen zu allen wichtigen Städten des Landes und auch jede Menge internationale Ziele. Um ihn vom Zentrum aus zu erreichen, empfehle ich, wenn du etwas sparen willst, statt des Zuges den New Chitose Airport Limousine Bus zu nehmen (man kann an Bord mit der IC-Karte bezahlen). Die Fahrzeiten findest du auch auf Google Maps. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Mount Moiwa.
Furano ist eine kleine Stadt auf Hokkaidō, umgeben von Hügeln und Landschaft, vor allem berühmt für ihre weiten Lavendelfelder und die herrlichen ländlichen Landschaften, die im Sommer mit der Blüte des Lavendels und anderer Blumen ihre schönste Pracht erreichen.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Furano
Im Stadtzentrum gibt es nicht gerade viel zu tun. Um die Fahrten effizient zu gestalten, habe ich Folgendes gemacht: Ich habe meinen Rucksack mitgenommen und die verschiedenen Attraktionen im Grunde unterwegs auf dem Weg nach Asahikawa besichtigt. Wenn du willst, könntest du dasselbe tun und die Schließfächer am Bahnhof nutzen oder, alternativ, einfach am Ende des Tages nach Furano zurückfahren. Nimm vom Bahnhof Furano den Zug nach Naka-Furano Station (Google Maps). Hier gibt es auch Schließfächer, aber du musst etwa 2 km laufen, um zur Farm Tomita zu kommen (Google Maps). In der Hochsaison hält der Zug dagegen auch an der Lavender-Farm Station (Google Maps), direkt vor der Gärtnerei. Aber Achtung: Dort gibt es keine Schließfächer.

Farm Tomita.
Die Farm Tomita ist eine der berühmtesten Attraktionen von Furano, vor allem bekannt für die spektakulären Lavendelfelder, die sich im Sommer in ein richtiges Meer aus Farben und Düften verwandeln. Auch Ende Mai blühten allerdings mehrere andere Blumen, und ich fand den Ort nett zu besuchen. Zumindest bei meinem Besuch war der Eintritt kostenlos. Behalte die Zugzeiten im Auge und versuche, dich so zu organisieren, dass du rechtzeitig zum Bahnhof zurückkommst, um einen Zug nach Bibaushi Station zu nehmen (Google Maps). Zur Info: Hier gab es meines Wissens keine Schließfächer.
Vom Bahnhof bin ich dann zu Fuß zum Shikisai-no-oka gelaufen (Google Maps), einem weitläufigen Blumenpark, berühmt für die kunterbunten Blumenfelder auf den sanften Hügeln, die im Sommer eine der ikonischsten Landschaften Hokkaidōs schaffen. Der Eintritt ist nur von Juli bis September kostenpflichtig. Eine Alternative, die etwas näher am Bahnhof liegt, ist die Kanno Farm (Google Maps). Ich war nicht dort, aber ich glaube, dass es ein ziemlich ähnliches Erlebnis sein kann. Von dort habe ich dann den ersten Zug nach Asahikawa Station genommen (Google Maps).
Wenn du willst, liegt dazwischen auch der Shirogane-See (Google Maps), der mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, logistisch aber ziemlich kompliziert wird. Ich habe ihn ausgelassen, aber vor allem wenn du ein Auto hast, könnte es sich lohnen, ihn in Betracht zu ziehen. Wo wir gerade bei Wanderungen sind: Du könntest auch die Runde Mount Tokachi–Mount Biei in Erwägung ziehen (AllTrails). Sie scheint eine richtig schöne Wanderung zu sein, aber wie gerade gesagt, ist sie allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht leicht machbar.

Shikisai-no-oka.
Unterkünfte in Furano
Ich habe im Hostel Tomar übernachtet, wahrscheinlich eines der besten Hostels meiner ganzen Japanreise. Sehr gepflegte und saubere Innenräume. Absolut empfehlenswert.
Anreise nach Furano
Wenn du aus Sapporo kommst, empfehle ich den Bus Highway Furano Go. Er hält an ein paar Stellen in der Stadt, und wenn du dich im Zentrum befindest, ist die bequemste wahrscheinlich das Hokkaido Chuo Bus Sapporo Terminal (Google Maps). Wenn du willst, kannst du direkt an Bord mit einer IC-Karte bezahlen. Der Bus wird auch auf Google Maps angezeigt, wenn du die Funktion für öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Furano.
Asahikawa ist die zweitgrößte Stadt Hokkaidōs und eine ausgezeichnete Basis, um das Zentrum der Insel zu erkunden, besonders den nahe gelegenen Daisetsuzan-Nationalpark.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Asahikawa
Ich habe mich darauf beschränkt, den Nationalpark zu besuchen, aber wenn du etwas suchst, das du in der Stadt unternehmen kannst, wird oft der Zoo empfohlen (Google Maps).
Daisetsuzan-Nationalpark
Der Daisetsuzan-Nationalpark ist der größte Nationalpark Japans: ein riesiges Wildnisgebiet aus Vulkanbergen, Wäldern und alpinen Landschaften. Er war einer meiner Lieblingsorte der ganzen Reise. Ich empfehle, den ersten Bus am Morgen zu nehmen, der bei meinem Besuch gegen 7:00 Uhr abfuhr, je nachdem, an welcher Haltestelle du einsteigst. Die Fahrzeiten werden auch auf Google Maps angezeigt, und das Ziel ist das Asahidake Visitor Center (Google Maps). Zumindest bei meinem Besuch konnte man nur bar bezahlen.

Berg Asahidake.
Sobald du am Besucherzentrum angekommen bist, hast du mehrere Optionen. Die einfachste ist die Seilbahn (Google Maps). Von der Bergstation aus erreichst du den Gipfel des Berges Asahidake (Google Maps) mit etwa 700 Höhenmetern. Dem Weg kann man wirklich leicht folgen, aber du findest den Track auch auf AllTrails. Wenn dir auch das zu anstrengend erscheint, kannst du einfach in der Umgebung der Seilbahnstation spazieren gehen, wo du einige kleine Seen und mehrere Aussichtspunkte findest.
Wenn du dich dagegen entscheidest, auf den Gipfel des Berges Asahidake zu steigen, empfehle ich, nicht auf demselben Weg zurückzugehen, sondern die Runde zu machen, die auf AllTrails beschrieben ist. Ich fand sie wirklich schön: fantastische Ausblicke, sehr wenige Leute und sogar natürliche heiße Quellen, in denen du die Füße baden kannst. Achte aber auf den Zustand des Wegs. Bei meinem Besuch Anfang Juni lag vor allem auf der Nordseite des Berges Asahidake noch ziemlich viel Schnee. Ich habe keine besonders gefährlichen oder ausgesetzten Abschnitte gefunden, aber es ist auf jeden Fall etwas, das du berücksichtigen und vor dem Aufbruch prüfen solltest.

Daisetsuzan-Nationalpark.
Wenn du dich wie ich weigerst, die Seilbahn zu nehmen, kannst du schließlich auch zu Fuß vom Besucherzentrum hinaufsteigen. Der Weg ist in Organic Maps klar eingezeichnet, und man kann ihm leicht folgen, er bedeutet aber etwa 500 Höhenmeter mehr. Wenn du zu Fuß hinauf- und hinabgehst und zusätzlich die oben beschriebene Runde machst, wird der Tag allerdings ziemlich anstrengend. Ich bin gerade rechtzeitig zurückgekommen, um den letzten Bus des Tages zu erwischen, der bei meinem Besuch um 15:40 Uhr abfuhr.
Unterkünfte in Asahikawa
Ich habe im Asahikawa Ride übernachtet. Auch wenn das Gebäude nicht gerade modern ist, ist das Hostel sehr komfortabel und liegt günstig zum Bahnhof. Der Besitzer ist wirklich freundlich und nett. Empfehlenswert.
Anreise nach Asahikawa
Wenn du aus Furano kommst, kannst du einfach den Zug nach Asahikawa Station nehmen (Google Maps), wie zuvor beschrieben; wenn du dagegen direkt aus Sapporo kommst, kostet dich der Highway Bus, auch wenn er etwas langsamer ist, etwa die Hälfte. Wenn du dich im Zentrum befindest, ist die bequemste Haltestelle wahrscheinlich das Hokkaido Chuo Bus Sapporo Terminal (Google Maps).
Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass der Flughafen Asahikawa (Google Maps) Direktflüge nach Tokio, Nagoya und Osaka zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen hat; je nach Reiseroute lohnt es sich, ihn als Ein- oder Ausgangspunkt für die Insel in Betracht zu ziehen. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Berg Asahidake.
Utoro Onsen ist ein kleines Thermaldorf, das als Eingangstor zum Shiretoko-Nationalpark und zur gleichnamigen Halbinsel dient, wo Wälder, Berge und unberührte Küsten eines der Gebiete mit der weltweit höchsten Braunbärendichte beherbergen.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Utoro Onsen und im Shiretoko-Nationalpark
In Utoro Onsen selbst gibt es nicht viel zu tun, das Einzige, was ich empfehle, ist, den Sonnenuntergang am Oronko Rock anzusehen (Google Maps). Den Gipfel erreichst du nach einem kurzen Weg. Für den Rest: Genieße das Bad in den Onsen.
Shiretoko-Nationalpark
Vielleicht lag es daran, dass ich hohe Erwartungen hatte und es deshalb leicht war, enttäuscht zu werden, vielleicht daran, dass ich nicht einmal einen Bären gesehen habe, vielleicht daran, dass in der Höhe noch viel Schnee lag, oder vielleicht ganz einfach daran, dass der Besuch des Parks mit öffentlichen Verkehrsmitteln ziemlich einschränkend ist. Fakt ist, dass mein Besuch nicht besonders denkwürdig war. Wenn man dann noch bedenkt, dass er buchstäblich am Ende der Welt liegt und die Anreise mehrere Stunden dauert, ist er ehrlich gesagt kein Ziel, das ich dringend empfehlen würde. Der Besuch war trotzdem angenehm, aber angesichts von Zeit und Mühe, die man für die Anreise braucht, gibt es meiner Meinung nach andere Orte in Japan, die mehr Priorität verdienen.
Gut, fangen wir damit an, dass du auf dieser Seite die Tabelle mit den Fahrzeiten der Busse zum Park findest. Auf jeden Fall ist es ziemlich einfach, alle nötigen Informationen zu bekommen, sobald du in Utoro Onsen angekommen bist. Ich empfehle, den Besuch mit dem Bus nach Shiretoko Goko zu beginnen (Google Maps). Hier findest du einen Rundweg von etwa 2 km auf einem Holzsteg über dem Boden, den du ganz selbstständig gehen kannst. Mit etwas Glück kannst du sogar ein paar Bären sichten. Der Steg ist auf der gesamten Strecke mit einem Elektrozaun ausgestattet, um zu verhindern, dass Braunbären hineingelangen.

Erhöhter Holzsteg
Wenn du willst, gibt es auch längere Routen, die mehr Chancen bieten, Wildtiere zu sehen, aber in der Zeit der höchsten Bäraktivität, vom 10. Mai bis zum 31. Juli, ist die Teilnahme an einer organisierten Tour Pflicht. Die lange Route, die etwa 3 Stunden dauert, kostet 6.000 Yen, die kurze, von etwa anderthalb Stunden, 3.600 Yen. Ich habe darauf verzichtet. Auf jeden Fall, hier ist die offizielle Website, wo du alle aktuellen Infos findest.
Nach dem Besuch nimmst du den ersten Bus zurück zum Shiretoko National Park Nature Center (Google Maps). Hier gibt es eine kleine, aber interessante Ausstellung über den Nationalpark, nützlich, um etwas mehr zu erfahren, bevor du weiterziehst. Vom Zentrum aus startet auch ein kurzer Weg zum Furepe-Wasserfall (Google Maps): Unterwegs habe ich mehr als nur ein paar Hirsche gesehen. Wenn du die Busfahrzeiten gut kombinieren kannst, könntest du auch den Rausu-See erreichen (Google Maps). Die Bushaltestelle ist diese hier (Google Maps), und von dort sind es etwa 3 km zu Fuß bis zum See. Der Weg ist in Organic Maps eingezeichnet, aber offenbar kann es dort ziemlich viel Schlamm geben, plane also entsprechend. Wenn du noch einen Tag übrig hast, starten von Utoro Onsen aus auch mehrere Bootsfahrten, die interessant sein könnten.

Furepe-Wasserfall.
Ich habe dagegen versucht, den Berg Rausu zu besteigen (Google Maps), musste aber leider ein paar Kilometer unterhalb des Gipfels umkehren, weil wirklich noch viel zu viel Schnee lag. Wie mir gesagt wurde, können solche Bedingungen bis Mitte Juli andauern, prüfe die Lage also gut, bevor du aufbrichst. Der Weg ist der, der auf AllTrails beschrieben ist. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist diese hier (Google Maps), aber von dort muss man trotzdem noch ein paar Kilometer an der Straße entlanggehen. Ich bin die Strecke zu Fuß gegangen, aber es sind ziemlich viele Autos vorbeigekommen, ich stelle mir also vor, dass man mit etwas Geduld auch trampen könnte. In der Nähe des Wegbeginns gibt es außerdem richtig nette natürliche heiße Quellen (Google Maps), wo ich dir unbedingt empfehle, auf dem Rückweg haltzumachen.
Unterkünfte in Utoro Onsen
Ich habe im Shiretoko Village übernachtet, eine sehr traditionelle Unterkunft im echten japanischen Stil mit Onsen im Haus. Ich habe mir ein Privatzimmer genommen, um mir am Ende der Reise etwas Gutes zu tun, aber wenn du willst, haben sie auch Schlafsäle. Nicht weit vom Busbahnhof. Empfehlenswert.
Anreise nach Utoro Onsen
Zumindest bei meinem Besuch war es möglich, Utoro Onsen als Tagesreise ab Asahikawa zu erreichen, aber dafür musst du unbedingt den ersten Limited Express am Morgen nach Abashiri Station nehmen (Google Maps). Von dort musst du den Regionalzug nach Shiretokoshari Station nehmen (Google Maps). Auf der anderen Straßenseite liegt der Busbahnhof (Google Maps), von dem die Direktbusse nach Utoro Onsen abfahren. Die Fahrzeiten findest du auf dieser Seite.
Wenn du direkt aus Sapporo kommst oder nach dem Besuch des Nationalparks dorthin zurückmusst, gibt es auch einen täglichen Direktbus, der nachts von Sapporo nach Utoro Onsen und tagsüber in die Gegenrichtung fährt. Du kannst ihn online auf dieser Website buchen. Wähle als Ziel „Shiretoko“, auch wenn der Bus tatsächlich am Busbahnhof von Utoro Onsen ankommt. Im Abschnitt „Unterwegs in Japan“ findest du jede Menge weitere nützliche Informationen.

Shiretoko-Nationalpark.
Nicola, du hast Okinawa komplett vergessen! Tatsächlich habe ich mich bewusst dafür entschieden, den Archipel auf dieser Reise nicht zu besuchen. Ich hätte Ende des Winters hinfahren müssen, wenn das Klima noch nicht besonders günstig ist, um das Meer zu genießen, und einige Freunde, die dort waren, haben mir außerdem abgeraten, vor allem wegen der ziemlich hohen Kosten, um die schönsten Inseln zu erreichen und zu besuchen.
Okinawa bleibt trotzdem ein Ziel, das mich neugierig macht, vor allem wegen seines Meeres und der Kultur der Ryūkyū-Inseln, die sich stark von der des japanischen Festlands unterscheidet. Ich habe einfach, angesichts des Zeitraums meiner Reise und des verfügbaren Budgets, anderen Gegenden des Landes den Vorrang gegeben. Im Übrigen gibt es in Asien, wenn es vor allem darum geht, tropische Strände und paradiesische Inseln zu finden, zahlreiche ebenso schöne und deutlich günstigere Alternativen.
Das sind natürlich Überlegungen, die auf meiner indirekten Erfahrung und den Tipps beruhen, die ich bekommen habe: Da ich Okinawa nicht besucht habe, möchte ich kein persönliches Urteil über den Archipel abgeben. Falls du dich entscheidest, es in deine Route aufzunehmen, findest du hier einen interessanten Reiseführer, der dir bei der Planung der Reise helfen kann.

Burg Himeji.
Im Folgenden liste ich einige mögliche Routen für 2, 3 und 4 Wochen auf. Natürlich gibt es keine perfekte Route für einen bestimmten Zeitraum, nimm das Folgende also als bloße Inspiration und passe es an deine Interessen und dein Budget an, unter Berücksichtigung dessen, was du bisher gelesen hast. Wenn dein Ziel ist, das ganze Land von Nord nach Süd zu durchqueren, wie ich es getan habe, ohne alle zwei Tage ständig von einem Ziel zum nächsten zu springen, empfehle ich mindestens zwei Monate, idealerweise sogar mehr.
Für den durchschnittlichen Reisenden mit zwei Wochen in Japan lohnt es sich meiner Meinung nach, sich ausschließlich auf Zentraljapan zu konzentrieren. Das ist natürlich auch der touristischste Teil, aber so ist garantiert, dass du alle Highlights wie Tokio, Kyoto, den Fuji, Nara usw. siehst.
Tokio (4 Nächte)
Tag 1:
Besuche den Norden von Tokio.
Tag 2:
Besuche das Zentrum von Tokio.
Tag 3:
Besuche den Westen von Tokio.
Tag 4:
Besuche den Süden von Tokio.
Die Fünf-Seen-Region (1 Nacht)
Tag 5:
Morgens Bus ab Tokio. Berg Ashiwada und Aussichtspunkt Sankodai wäre das, was ich persönlich machen würde, aber an Optionen mangelt es nicht.
Kyoto (3 Nächte)
Tag 6:
Sonnenaufgang an der Chureito-Pagode plus Fujiyoshida Street. Zug nach Kyoto am späten Vormittag. Philosophenweg und Higashiyama-Viertel am Nachmittag.
Tag 7:
Bambuswald von Arashiyama am frühen Morgen. Verschiedene Tempel.
Tag 8:
Der Fushimi-Inari-Taisha-Schrein am frühen Morgen. Verschiedene Tempel.
Nara (2 Nächte)
Tag 9:
Zug Kyoto – Nara. Erkunde das Zentrum von Nara.
Tag 10:
Erkunde die Umgebung von Nara: Der Yamanobe-no-michi-Weg, Yoshino und einige weniger bekannte Tempel sind allesamt ausgezeichnete Optionen.
Himeji (1 Nacht)
Tag 11:
Zug von Nara nach Himeji. Besuche die Burg und danach den Shoshazan-Engyoji-Tempel.
Hiroshima (2 Nächte)
Tag 12:
Zug ab Himeji. Friedenspark von Hiroshima, Burg Hiroshima und Shukkeien-Gärten.
Tag 13:
Insel Itsukushima. Wenn du früh am Morgen aufbrichst, kannst du ganz sicher auch einen kurzen Besuch in Iwakuni einbauen.
Tag 14:
Rückkehr nach Tokio.

Mit einer Woche mehr hast du meiner Meinung nach im Grunde zwei Optionen. Die erste ist, die oben beschriebene Zwei-Wochen-Route als Basis zu nehmen und unterwegs ein paar weniger überlaufene Ziele hinzuzufügen. Zum Beispiel könntest du nach der Fünf-Seen-Region das Kiso-Tal durchqueren, weiter nach Nagoya fahren und von dort Kyoto erreichen, wo du dann der zuvor beschriebenen Zwei-Wochen-Route folgen könntest. Alternativ könntest du bis nach Takayama und Kanazawa vordringen. Schon bevor du Tokio verlässt, könntest du eine Nacht länger in der Hauptstadt bleiben und einen Tag Nikkō, Kamakura oder Hakone widmen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Kumano Kodo einzubauen oder eine Nacht in Onomichi zu verbringen und so die Reise zwischen Himeji und Hiroshima aufzulockern.
Im Grunde würde ich die Zwei-Wochen-Route als Leitfaden nehmen und je nach deinen Interessen ein paar Stationen hinzufügen, ohne unbedingt zu versuchen, jeden einzelnen Tag zu füllen. Die zweite Option ist dagegen, die ganze Woche einer anderen Insel zu widmen. Hokkaidō oder Shikoku zum Beispiel sind beide groß genug, um eine ganze Woche zu rechtfertigen, und können ein ganz anderes Erlebnis bieten als das Japan, dem man auf der klassischen Route Tokio–Kyoto–Hiroshima begegnet.

Nara.
Mit einem Monat oder mehr kannst du anfangen, daran zu denken, einen großen Teil des Landes abzudecken, vorausgesetzt, du bist bereit, häufig weiterzuziehen und ein paar Shinkansen oder gegebenenfalls Inlandsflüge zu nutzen. Als Basisroute kannst du einfach dem Reiseführer in der Reihenfolge folgen, in der er geschrieben wurde. Die Reihenfolge der Ziele ist nämlich so gedacht, dass man das Land von Süd nach Nord durchquert und die Fahrten dabei so gut wie möglich optimiert. Natürlich kannst du mit nur einem Monat nicht daran denken, jedes einzelne im Reiseführer erwähnte Ziel zu besuchen, aber du kannst dem ganz sicher nahekommen. Der Einfachheit halber könntest du dich darauf beschränken, die Insel Honshū zu erkunden, und Shikoku und Hokkaidō nur hinzufügen, wenn du mindestens fünf oder sechs Wochen zur Verfügung hast.

Hamarikyu-Gärten, Tokio.
Japan hat eines der besten öffentlichen Verkehrssysteme, die ich je genutzt habe. Besonders das Schienennetz ist hervorragend: flächendeckend, effizient und in der Lage, praktisch alle größeren Städte und touristischen Ziele zu verbinden. Außerdem ist ein Großteil des öffentlichen Verkehrssystems perfekt in Google Maps integriert, was die Planung der Fahrten sehr einfach macht. Davon abgesehen: Auch wenn man auf manchen Linien direkt mit einer normalen Kontaktlos-Karte oder über Apple Pay und Google Pay bezahlen kann, empfehle ich den meisten Reisenden trotzdem, eine IC Card zu benutzen. Das ist eine Prepaid-Karte, mit der du die Fahrten in den meisten kompatiblen Zügen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen schnell bezahlen kannst und die du außerdem für kleine Einkäufe in zahlreichen Geschäften, Restaurants und praktisch allen großen Convenience Stores nutzen kannst.
Es gibt verschiedene IC Cards, darunter Suica, PASMO und ICOCA. Sie wurden von unterschiedlichen Verkehrsunternehmen ausgegeben, aber aus Sicht des Reisenden sind sie weitgehend austauschbar und können in den Netzen genutzt werden, die dem nationalen Interoperabilitätssystem angehören. Wenn du ein iPhone hast, empfehle ich persönlich die digitale Suica, die du direkt in der Wallet-App hinzufügen und über Apple Pay aufladen kannst, ohne eine physische Karte kaufen zu müssen. Das Verfahren dauert weniger als eine Minute: Öffne Wallet, tippe auf „+“, wähle „ÖPNV-Karte“ und dann Suica. Ich empfehle dir außerdem, den Expressmodus zu aktivieren, mit dem du die Karte nutzen kannst, ohne das Telefon zu entsperren oder Wallet zu öffnen: Du musst das iPhone nur an das Lesegerät halten.
Bei Android ist die Situation dagegen komplizierter: Die mobile Version der japanischen IC Cards hängt von der Hardware-Unterstützung des Geräts ab und ist für im Ausland gekaufte Telefone in der Praxis im Allgemeinen keine verlässliche Option. Wenn du Android nutzt, ist die einfachste Lösung deshalb, eine physische IC Card zu kaufen. Für ausländische Besucher gibt es außerdem spezielle Versionen wie die Welcome Suica und die TOURIST PASMO, die für kurze Aufenthalte gedacht sind. Beide sind 28 Tage gültig und sehen kein erstattungsfähiges Pfand vor; das Restguthaben wird dagegen bei Ablauf nicht zurückerstattet. Die Welcome Suica gibt es ohne Pfand, während die TOURIST PASMO 2026 eingeführt wurde und ebenfalls kein Pfand hat.

Fushimi-Inari-Taisha-Schrein.
Die Welcome Suica kann an verschiedenen Stellen gekauft werden, vor allem an den Flughäfen und in den wichtigsten Bahnhöfen von Tokio. Die TOURIST PASMO gibt es dagegen an den Flughäfen Narita und Haneda. Um eine physische IC Card aufzuladen, musst du normalerweise Bargeld benutzen: In den wichtigsten Bahnhöfen findest du spezielle Ladeautomaten, und das Aufladen ist auch in zahlreichen Convenience Stores möglich. Suche bei den physischen Karten nach Automaten, die mit dem Symbol deiner IC Card kompatibel sind. Trotzdem gibt es, besonders in ländlichen Gegenden Japans, einige Bus- und Zuglinien, auf denen man mit keiner elektronischen Methode bezahlen kann. In diesen Fällen findest du am Eingang des Fahrzeugs einen Automaten, an dem du einen kleinen Zettel mit einer Nummer ziehen musst. Diese Nummer zeigt die Haltestelle oder den Bahnhof an, an dem du eingestiegen bist, und dient dazu, den beim Aussteigen zu zahlenden Fahrpreis zu berechnen. Normalerweise gibt es auch einen Bildschirm, der in Echtzeit den Preis anzeigt, der zu jeder Nummer gehört.
Wenn es Zeit zum Aussteigen ist, genügt es normalerweise, den Zettel in den dafür vorgesehenen Automaten zu stecken und den Fahrpreis in bar zu bezahlen. Achte also darauf, 1.000-Yen-Scheine und ein paar Münzen dabeizuhaben: Auch wenn der Automat Wechselgeld herausgeben kann, ist es in der Regel nicht möglich, größere Scheine zu wechseln, zum Beispiel 5.000-Yen-Scheine. Ein paar Mal ist es mir sogar passiert, dass ich mit meiner IC Card in einen Bahnhof hineingegangen und dann in einem kleinen, abgelegenen Bahnhof ohne jedes Terminal zum Auschecken ausgestiegen bin. In diesen Fällen passiert nichts Schlimmes: Wenn Personal da ist, reicht es, zu erklären, was passiert ist, und sie lassen dich die Fahrt in bar bezahlen. Einmal war dagegen buchstäblich niemand da, und ich habe, wenn auch nicht absichtlich, am Ende überhaupt nicht bezahlt. Aber Achtung, denn das sperrt die IC Card: Das System registriert nämlich das Einchecken, aber nicht das Auschecken, und lässt die Fahrt offen. Um sie wieder nutzen zu können, musst du dich an das Personal eines Bahnhofs wenden, das die Transaktion manuell bereinigen muss. Mir ist das ein paar Mal passiert, und man sollte es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, denn ohne dieses Verfahren wird deine IC Card im Grunde unbrauchbar.

Burg Hiroshima.
Grob gesagt gibt es in Japan drei Arten von Zügen. Zunächst die „normalen“ Züge, die Regionalzügen entsprechen und praktisch an jedem Bahnhof der Strecke halten. In den meisten Fällen reicht es für diese Züge, die eigene IC Card zu benutzen: Du hältst sie an das Lesegerät, wenn du den Bahnhof betrittst, und noch einmal, wenn du ihn verlässt, genau wie bei der U-Bahn. Dann gibt es die Limited Express, die du dir als schnelle Regionalzüge vorstellen kannst: Sie halten seltener und verlangen einen Zuschlag zum Grundtarif. Genau hier kann das System etwas weniger intuitiv werden. Im Grunde braucht man für einen Limited Express zwei Fahrtbestandteile: den Grundtarif und den Limited-Express-Zuschlag, der den Sitzplatz einschließt. Wenn du eine IC Card hast, wird der Grundtarif einfach von der Karte abgebucht; das Ticket für den Limited Express musst du aber separat kaufen. Wenn du dagegen keine IC Card benutzt, musst du beides kaufen.
Ich bin nur ein paar Mal mit einem Limited Express gefahren und habe das Ticket immer direkt am Schalter gekauft, ich spreche also, was die Automaten angeht, nicht aus eigener Erfahrung. Offenbar gibt es auf den Linien, die dieses System nutzen, spezielle Automaten für den Limited Express, normalerweise in der Nähe des Bahnhofs oder auf demselben Bahnsteig, von dem der Zug abfährt. Wenn du das Ticket für den Sitzplatz kaufst, wähle unbedingt Reserved Seat und dann den Platz, den du bevorzugst. Der Automat druckt ein Ticket mit der Wagennummer und der Platznummer aus. Es gibt auch die Option Non-Reserved Seat, die genutzt werden kann, wenn alle reservierten Plätze ausverkauft sind, du aber trotzdem in den Zug steigen willst. In diesem Fall darfst du nur die verfügbaren, als frei gekennzeichneten Plätze belegen. Wenn der Platz, den du gewählt hast, während der Fahrt von einem anderen Fahrgast reserviert wird, musst du ihn verlassen und dich woandershin setzen.

Yamanobe-no-michi-Weg.
Und schließlich die berühmten Shinkansen, die sogenannten „Bullet Trains“, praktisch das japanische Pendant zum Hochgeschwindigkeitszug. Das klingt vielleicht absurd, aber auf meiner Reise durch Japan bin ich nie mit einem gefahren. Der Grund ist ziemlich einfach: Auf den wichtigsten Strecken, auf denen ein Hochgeschwindigkeitszug sinnvoll wäre, gibt es auch die sogenannten Highway Buses, über die ich weiter unten spreche und die in vielen Fällen buchstäblich die Hälfte kosten, wenn nicht sogar nur ein Drittel. Natürlich sind sie auch viel langsamer, aber für jemanden, der wie ich zeitlich nicht besonders eingeschränkt ist und lieber spart, war die Entscheidung praktisch immer klar.
Natürlich erwarte ich nicht, dass das für alle so ist: Ich kann mir vorstellen, dass es für manche zum Reiseerlebnis in Japan dazugehört, zumindest einmal mit einem Shinkansen zu fahren. In dem Fall hier ein paar nützliche Infos. Zunächst kannst du die Tickets direkt online über die offizielle Website buchen. Außerdem musst du dir um das Gepäck nicht zu viele Sorgen machen: In den Shinkansen kannst du ohne Weiteres auch ziemlich große Koffer mitnehmen. Wenn die Summe aus Höhe, Breite und Tiefe des Gepäckstücks 160 cm nicht überschreitet, ist keine besondere Reservierung nötig. Für Gepäck mit Gesamtmaßen zwischen 160 und 250 cm musst du dagegen einen Platz mit Stellfläche für sperriges Gepäck reservieren.

Dazaifu.
Wenn du mit viel Gepäck reist und es vermeiden willst, es von Stadt zu Stadt mitzuschleppen, kannst du außerdem einen der zahlreichen Gepäcktransferdienste nutzen, die es in Japan gibt, zum Beispiel diesen. Sie schicken die Koffer direkt von einer Unterkunft zur anderen, sodass du viel bequemer reisen kannst, und sie können besonders bei Zugfahrten nützlich sein. Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass die Shinkansen in manchen Fällen im Grunde parallel zu den herkömmlichen Bahnstrecken verlaufen. Diese sind natürlich viel langsamer, aber auch deutlich günstiger. Das Problem ist, dass Google Maps dazu neigt, zuerst die schnellsten Optionen anzuzeigen, die fast immer den Shinkansen einschließen. Um das zu umgehen, sortiere die Ergebnisse bei der Verbindungssuche nach den niedrigsten Kosten: So findest du leicht eventuelle günstigere Alternativen.
Zum Schluss: Du hast vielleicht schon vom JR Pass gehört, einem Pass, mit dem du für einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt auf den meisten Linien von Japan Railways fahren kannst. Er gilt allerdings nicht auf den privaten Bahnlinien, und auch innerhalb des JR-Netzes gibt es einige Ausnahmen, deshalb ist es wichtig, immer zu prüfen, was tatsächlich enthalten ist. Du fragst dich also vielleicht, ob es sich lohnt, ihn zu kaufen. In der Vergangenheit war die Antwort für viele Reisende ziemlich klar, aber in den letzten Jahren ist der Preis deutlich gestiegen, und heute ist er nicht mehr unbedingt günstiger. Wenn du nicht gerade ein echtes Mammutprogramm mit zahlreichen und langen Zugfahrten planst, ist es oft billiger, die einzelnen Fahrten zu bezahlen. Zum Glück ist es ziemlich einfach herauszufinden, welche der beiden Optionen günstiger ist, besonders wenn du schon eine klar definierte Route hast: Nutze den offiziellen JR-Pass-Rechner, gib alle Strecken ein, die du fahren willst, und vergleiche die Gesamtkosten der Einzelfahrten mit denen des Passes. So weißt du mit ziemlicher Sicherheit, welche Lösung in deinem Fall günstiger ist.

Burg Matsumoto.
Im Allgemeinen gibt es zwei Arten von Bussen. Die ersten sind die des Stadtverkehrs, die nach meiner Erfahrung perfekt in Google Maps integriert sind und in den großen Städten normalerweise mit einer IC Card bezahlt werden können. Trotzdem kann, besonders in ländlichen Gegenden Japans, auch das sogenannte „Zettelsystem“ auftauchen, über das ich weiter oben gesprochen habe.
In Stadtbussen läuft das System, genau wie in Straßenbahnen, äußerst methodisch ab: Normalerweise steigt man hinten ein und vorne aus. Die sogenannten Highway Buses sind dagegen etwas ganz anderes. Sie fahren normalerweise von richtigen Busbahnhöfen ab, legen lange Strecken zurück und halten relativ selten. Auf längeren Fahrten ist oft auch eine Pause an einer Raststätte vorgesehen, während du an Bord im Allgemeinen WLAN und bequeme Sitze findest. Die Fahrt ist also komfortabel, ganz im japanischen Stil.
Wie angekündigt sind die Highway Buses fast immer die günstigste Art, in Japan mittlere und lange Distanzen zurückzulegen. Je nach Strecke kann der Preis die Hälfte oder sogar weniger als beim Zug betragen, vor allem im Vergleich zu den Shinkansen. Für alle, die mit kleinem Budget reisen, gibt es außerdem einen weiteren wichtigen Vorteil: Einige Highway Buses fahren über Nacht, sodass du auch eine Übernachtung sparen kannst.

Itsukushima.
Leider sind diese Busse nicht immer in Google Maps integriert. Deshalb gibt es verschiedene Plattformen, um Tickets zu suchen und zu buchen, darunter einige der wichtigsten nationalen Betreiber wie Willer Express, Japan Bus Online und Highwaybus, außerdem zahlreiche regionale Betreiber. Ich habe versucht, alle nützlichsten Links in den Reiseführer einzubauen, aber die Hauptbotschaft, die ich vermitteln will, ist einfach: Verlass dich bei der Planung deiner Busfahrten in Japan nicht blind auf Google Maps. Besonders außerhalb der großen Städte gibt es sehr leicht Verbindungen oder Alternativen, die Google Maps schlicht nicht anzeigt.
Ich war ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, aber niemand hindert dich daran, in Japan einen Roadtrip zu machen. Ein Auto zu mieten ist nämlich eine Option, die manche Reisende in Betracht ziehen, dank der relativ überschaubaren Entfernungen, der im Allgemeinen ausgezeichneten Straßen und des oft flüssigen Verkehrs. Ich persönlich glaube allerdings, dass das Auto vor allem auf regionaler Ebene sinnvoll ist und weniger, um das ganze Land zu durchqueren. Es kann besonders praktisch sein, um Sehenswürdigkeiten, Tempel und Wanderungen zu erreichen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlechter zugänglich sind. Wenn deine Route sich auf die großen Städte und die am besten angebundenen Ziele konzentriert, würde ich weiterhin die öffentlichen Verkehrsmittel vorziehen. Wenn du dagegen abgelegenere Winkel des Landes erkunden willst, kann ein Mietwagen wirklich den Unterschied machen. Falls es dich interessiert, kannst du dir Seiten wie Discover Cars ansehen, um die verschiedenen Optionen zu vergleichen. Hinweis: Japan verlangt den internationalen Führerschein. Wenn du dich schon im Ausland befindest oder den internationalen Führerschein einfach online beantragen willst, kannst du das auf dieser Website tun.

Tokio.
Während meiner genau 89 Reisetage habe ich 5.090,03 € ausgegeben, alles inklusive, mit Ausnahme der Reiseversicherung und der Hin- und Rückflüge nach Japan. Den Inlandsflug von Hokkaidō nach Tokio habe ich dagegen mit eingerechnet. Im Grunde habe ich mit knapp unter 60 € pro Tag alle Fahrten innerhalb des Landes, Verpflegung, Unterkunft und diverse Aktivitäten abgedeckt. Mein Reisestil war ziemlich günstig: Ich habe fast ausschließlich in Hostels geschlafen, bin nie Shinkansen gefahren, trinke und rauche nicht und habe, glaube ich, selten mehr als 10 € für eine einzelne Mahlzeit ausgegeben. Gleichzeitig habe ich mir aber nichts entgehen lassen: Ich habe alles besichtigt, was ich sehen wollte, habe weder ehrenamtlich gearbeitet noch getrampt noch andere Tricks angewandt, um die Ausgaben so weit wie möglich zu senken, und bin ziemlich viel gereist, wobei ich das Land buchstäblich von Nord nach Süd durchquert habe. Kurz gesagt: Auch wenn 60 € pro Tag wenig erscheinen mögen, stimmt es genauso, dass man Japan für noch weniger Geld bereisen kann. Mein Budget ist also nicht unbedingt das absolute Minimum, sondern eher das, was ich beim sehr günstigen Reisen ausgegeben habe, ohne auf die Erfahrungen und Orte zu verzichten, die mich wirklich interessierten.

Die wichtigsten Reiseziele bieten eine große Auswahl an Hostels, die auch bei japanischen Reisenden sehr beliebt sind und oft den Großteil der Gäste ausmachen, besonders abseits der bei Ausländern beliebtesten Ziele. Anders als in anderen Reiseländern wie Südostasien sind die Preise am Wochenende tendenziell höher, gerade weil der Inlandstourismus einen wichtigen Teil der Nachfrage ausmacht. Der starke Wettbewerb zwischen den Unterkünften sorgt trotzdem für ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis mit im Allgemeinen hohen Standards. Dennoch kostet ein Bett im Schlafsaal eines guten Hostels normalerweise 20–30 € pro Nacht, je nach Reiseziel, und in der Hochsaison, zum Beispiel zur Kirschblütenzeit, können sich die Preise problemlos verdoppeln. Die Kirschblüten mögen schön anzusehen sein, aber wenn das Budget Priorität hat, würde ich mir gut überlegen, eine Japanreise genau in diese Zeit zu legen: Zwischen Flügen, Unterkünften und Transport kann die Hochsaison die Gesamtkosten der Reise spürbar in die Höhe treiben. Achtung auch bei der Golden Week, einer Reihe von vier Nationalfeiertagen zwischen Ende April und Anfang Mai. Sie ist wegen der Reisebewegungen der Japaner eine der Zeiten mit dem größten Touristenandrang des Jahres, ein bisschen wie rund um Ferragosto in Italien. Daher gilt auch hier: früh buchen und mit höheren Preisen rechnen.
Wie bereits erwähnt, gehört der öffentliche Verkehr in Japan zu den besten, mit denen ich je zu tun hatte, aber leider ist er nicht gerade günstig, besonders bei Überlandfahrten über mittlere und lange Distanzen. Wer auf einer Rundreise unterwegs ist und mehrere Teile des Landes durchqueren will, bei dem sind die Transportkosten deshalb sehr wahrscheinlich der größte Posten im Budget, auch wenn er günstig reist.

Hase-dera-Tempel.
Die japanische Küche ist nicht nur köstlich, sondern auch relativ günstig. Natürlich hängen die Kosten von der Art des Restaurants ab, das du wählst, aber wenn du keine allzu hohen Ansprüche hast, ist es nicht schwer, für eine Mahlzeit weniger als 10 € auszugeben. Für alle, die besonders aufs Budget achten, bieten die verschiedenen Convenience Stores wie 7-Eleven, FamilyMart und Lawson eine gute Auswahl an abgepackten Gerichten, die insgesamt gar nicht schlecht sind. Auch in den Supermärkten findest du gutes frisches Sushi zu ausgesprochen vernünftigen Preisen. Außerdem empfehle ich die japanischen „Fast-Food“-Ketten, die ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Zu meinen Favoriten gehören Sukiya, Matsuya, Nakau und Yoshinoya, aber es gibt noch viele weitere. In diesen Lokalen kannst du dich problemlos hinsetzen und eine reichhaltige Mahlzeit von guter Qualität essen und dabei deutlich weniger als 10 € ausgeben.
Fangen wir mit den Abhebungskosten an, die sich mit den besten Reisekreditkarten auf null reduzieren lassen. An den Geldautomaten, die es praktisch in jedem 7-Eleven gibt, kannst du mit einer Mastercard ohne Gebühren abheben. Auch mit einer Visa sind die Kosten aber ziemlich gering: 110 Yen für Abhebungen unter 10.000 Yen und 220 Yen für höhere Beträge. Ich habe fast immer hier abgehoben. Trotzdem dürften auch die Geldautomaten der Japan Post Bank (JP Bank) und der AEON Bank mit vielen internationalen Karten kostenlose Abhebungen ermöglichen.

Yakushiji-Tempel.
Was die SIM-Karten angeht: In Japan sind die wichtigsten Mobilfunknetze au, NTT docomo, Rakuten Mobile und SoftBank. Wenn du dich auf die großen Städte beschränkst, ist eins so gut wie das andere, aber wenn du anfängst, in abgelegene Gegenden vorzudringen, hat NTT docomo tendenziell die flächendeckendste Abdeckung, weshalb ich es für eine Reise bevorzuge, die auch ländliche und bergige Gegenden einschließt. Das Problem ist, dass die normalen Handytarife der japanischen Anbieter zumindest bei meinem Besuch im Grunde Einwohnern oder jedenfalls Personen mit einem Langzeitvisum vorbehalten waren. Ich habe auch versucht, online eine eSIM bei Ahamo zu aktivieren, einem virtuellen Anbieter, der das NTT-docomo-Netz nutzt, hatte aber keinen Erfolg. Auch als ich direkt in einige Läden gegangen bin, wurde ich systematisch zu den verschiedenen Prepaid-SIM-Karten für Touristen verwiesen.
Am Ende habe ich mich für eine eSIM von Ubigi entschieden, die in Japan genau das NTT-docomo-Netz nutzt. Zumindest während meiner Reise schienen mir ihre Tarife günstiger als die klassischen Prepaid-SIM-Karten für Touristen, und außerdem deutlich bequemer: Du kannst die eSIM einfach online vor der Abreise kaufen und installieren, ohne nach der Ankunft Zeit zu verlieren. Trotzdem entwickelt sich der Markt ständig weiter, und wenn du diesen Reiseführer liest, ist der Zugang zu normalen Handytarifen vielleicht auch für Touristen einfacher geworden.

Yoshikien-Gärten.
Japan ist, zusammen mit Singapur, Taiwan und Hongkong, eines der Länder, in denen ich mich auf allen meinen Reisen am sichersten gefühlt habe. Damit das klar ist: Auch hier gibt es Kriminalität, aber sie ist relativ selten, und insgesamt ist Japan ohne Zweifel ein sehr sicheres Reiseziel, auch für alle, die mit Kindern reisen. Wie überall auf der Welt ist es trotzdem immer gut, den gesunden Menschenverstand zu benutzen, aber aus persönlicher Erfahrung ist Sicherheit wirklich eines der Letzten, worüber ich mir bei einer Reise nach Japan Sorgen machen würde.
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